Ortsbeschreibung Laos
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Luang Prabang

Traditionelles Flair, ein Gefühl der Ursprünglichkeit, buddhistische Traditionen, prächtige Tempelanlagen und UNESCO Weltkulturerbe – all dies mag man mit der südostasiatischen Schönheit Luang Prabang verbinden. Inmitten von laotischen Bergketten, entlang der Ufer des  strömenden Mekongs und seines Nebenflusses Nam Khan befindet sich diese alte Königsstadt. Durch letzteren wird die Stadt in zwei Stadtteile unterteilt. Die beschauliche Bergstadt befindet sich auf einer Höhe von ca. 300m.


In Luang Prabang leben etwa 80.000 Menschen, die meisten sind gläubige Buddhisten. Diese zelebrieren ihren Glauben entweder in einem der vielen Tempel in Luang Prabang oder haben gar einen eigenen Altar zu Hause. Kleinere Minderheiten stellen Muslime und Christen dar. In den umliegenden Bergdörfern ist teilweise auch der Ahnenkult und Animismus, eine Religion, deren religiöse Vorstellungen von der Beseeltheit der Naturerscheinungen ausgehen, verbreitet.
In diesen Bergregionen sind die Stammesgruppen der Khamu und Hmong zu finden. Während die Hmong eine indigene Volksgruppe sind, bei der der familiäre und soziale Zusammenhalt im Vordergrund steht, berschreibt sich das Bergvolk der Khamu dagegen dem Ahnenkult, Animismus und der religiösen Traditionen

Buddha Statuen in einem Kloster

Luang Prabang befindet sich nordwestlich der laotischen Hauptstadt Vientiane. Diese kann in sechs Stunden über die Schnellstraße erreicht werden. Auch die anderen Städte und Regionen sind über lokale Straßen mit der laotischen Stadt verbunden. Zudem verfügt Luang Prabang über einen internationalen Flughafen, wodurch die charmante Königsstadt bequem mit dem Flugzeug erreicht werden kann. Innerhalb des Stadtgebietes kann man sich bequem per Tuk Tuk fortbewegen, auch einige Busse und Autos fahren in den Straßen der alten Königsstadt.
Eine Reise nach Luang Prabang empfiehlt sich vor allem in den Monaten von November bis April. Dann herrschen warme Temperaturen und eine geringe Luftfeuchte vor – perfekte Bedingungen für eine Erkundungstour durch die Stadt am Mekong. Doch auch während der Regenzeit zwischen Mai und Oktober hat Luang Prabang seinen ganz eigenen Charme, denn jetzt strahlen die Berge im satten Grün.

Die Historie Luang Prabangs

In einer natürlichen Umgebung, umgeben von grünen Hügeln und dem mächtigen Mekong wurde im Jahr 1353 die Stadt Muong Soua, das heutige Luang Prabang, gegründet. Nach erfolgreicher Einigung von Muong Sua und dem Fürstentum Viang Chan errichtete Fa Ngum das „Reich der Millionen Elefanten“ – Lane Xang und ernannte Luang Prabang zur Hauptstadt von Laos. Die Geschichte Luang Prabangs ist eng mit der goldenen Buddha-Statue Phra Bang zu verbinden, welche 1489 nach Muong Soua gebracht wurde. Ihr zu Ehren errichtete man eine Tempelanlage – den Wat Kang. Dort sollte sie ursprünglich untergebracht und für Besucher ausgestellt werden, jedoch entschied man sich zwei Jahre später für den Wat Manorom. Abgeleitet vom Namen der verehrten Statue wurde das damalige Muong Sua im Jahr 1491 in Louang Phra Bang umbenannt, was sich später zur heutigen Schreibweise "Luang Prabang" entwickelte. Zu dieser Zeit war die Stadt in Nordlaos das religiöse und weltliche Zentrum der Lao-Königreiche. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie bis zum Jahr 1975 Residenzstadt des Oberhauptes der laotischen Buddhisten gewesen ist. Bis 1563 war Luang Prabang die Hauptstadt von Laos, bis man diese nach Vientiane, weiter südlich von Luang Prabang, verlegte. Im weiteren Verlauf der Geschichte ist die Stadt von der französischen Kolonialzeit geprägt worden, noch heute sind sowohl in Luang Prabang als auch in anderen Gebieten von Laos Bauten aus dieser Zeit zu finden.

Der besondere Charme der Königsstadt

Tempelanlage in Luang Prabang

Für eine Reise nach Luang Prabang gibt es viele Gründe - die zahlreichen, atemberaubenden Tempelanlagen, die buddhistischen Klöster, die einzigartige Ursprünglichkeit und die Zeugen aus der französischen Kolonialzeit sowie die grünen Hügelketten in der Umgebung. Doch die einstige Hauptstadt des Lane Xang Reiches bietet weitaus mehr als es auf den ersten Blick scheinen mag. So bietet sich an den Ufern des mächtigen Mekongs die Möglichkeit den traumhaften Sonnenuntergang zu bestaunen.
Wenn am Morgen dann wieder langsam die Sonne aufgeht, beginnen die buddhistischen Mönche mit ihrem alltäglichen Almosengang, bei dem sie von den Gläubigen Lebensmittelspenden erhalten. Ein besonderes Flair versprühen die bunten Märkte, die idyllischen Wasserfälle und die ursprünglichen Bergdörfer in der Umgebung Luang Prabangs. Es lohnt sich also auch das Stadtzentrum der südostasiatischen Schönheit zu verlassen und die natürliche Umgebung zu genießen. In jedem Fall steht die laotische Stadt für Ruhe, Anmut und eine Ursprünglichkeit, die in vielen Regionen bereits verloren gegangen ist.

Zu Gast in Luang Prabang

Luang Prabang, die alte Königsstadt, wartet mit 35 buddhistischen Klöstern, 600 denkmalgeschützten Häusern, französischen Kolonialbauten und zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten auf. Zudem zählt sie zum UNESCO Weltkulturerbe. Doch auch für Naturliebhaber hat die Stadt, die inmitten bewachsener Bergketten gelegen ist, einiges zu bieten. Die natürliche Umgebung der Stadt lädt zu spannenden Entdeckungstouren ein, besonders sehenswert sind dabei die bekannten Kuang Si Wasserfälle oder die Pak Ou Höhlen. Aber auch die ursprünglichen Minderheitendörfer sind ein interessantes Ausflugsziel. Damit bietet Luang Prabang eine gelungene Abwechslung für eine einzigartige Reise.

Wat Xieng Throng


In der Stadt der Pagoden und Tempelanlagen darf ein Besuch des berühmten Wat Xieng Thong nicht fehlen. Dieser wird als Kronjuwel und „Kloster der goldenen Stadt“ bezeichnet.

Zugleich zählt er zu den bedeutendsten Tempelanlagen Luang Prabangs. Zu finden ist die prächtige Stätte an den Ufern des Mekongs, am nördlichen Ende der Halbinsel.

Wat Xieng Throng

Unweit des Wat Xieng Thong befindet sich der golden verzierte Wat Sene, welcher 1718 auf den Grundmauern eines älteren Tempels erbaut wurde. Im Inneren des prachtvollen Tempels kann eine etwa sechs Meter hohe Buddha-Statue bestaunt werden. Zudem ist er der Sitz des Obermönches der Provinz Luang Prabang.

Etwas älter ist der Wat Sop, der bereits im Jahr 1481 erbaut wurde. Er liegt in direkter Nachbarschaft zum Wat Sene, weshalb ein Besuch der beiden Tempelanlagen verbunden werden kann. Im Inneren befinden sich ebenfalls zwei goldene Skulpturen von Buddha. Zudem ist in dem Kloster eine Mönchschule zu finden.

Auch der Wat Visoun lädt zu einem kurzen Besuch ein. Er wurde 1512 vom damaligen König Vixung Harath erbaut. Ab 1513 befand sich der Phra Bang-Buddha für 47 Jahre im Inneren dieses Tempels. Aufgrund eines Brandes des hölzernen Tempels im Jahr 1896, wurde der Wat Visoun zwei Jahre später unter Verwendung von stabileren Ziegelsteinen wieder aufgebaut. Seit dem Jahr 1942 kann der Tempel als Museum besichtigt werden, interessant erscheinen die Sammlung prächtiger Buddha-Statuen sowie eine Sammlung von Ordinationssteinen, die aus dem 16. Jahrhundert stammen und zu der damaligen Zeit für die Abgrenzung heiliger Bezirke genutzt wurden. Innerhalb der Tempelanlage befinden sich zudem der That Mak Mo und der Wat Aham, beide werden von den Gläubigen für ihr Morgen- und Abendgebet besucht.

Bei einer Erkundungstour durch die Stadt darf auch ein Besuch des Königspalastes nicht fehlen. Dieser wurde im Jahre 1904 erbaut und war bis 1975 Sitz der laotischen Königsfamilie. Heute ist er das Nationalmuseum von Luang Prabang, welches sich am Ufer des Mekongs, gegenüber des Phou Si Hügels befindet. Im Inneren der von einem Zaun umgebenen Anlage befindet sich eine liebevoll gepflegte Gartenanlage, ein Denkmal von König Sisavang Vong, welcher den Palast einst erbauen ließ, und der Wat Ho Phra Bang. Der Palast ist in Kreuzform angelegt und verfügt über einen Audienzsaal mit Thron, einer Ausstellung von Roben und Waffen der Könige sowie eine vielfältige Ausstellung goldener Buddhas.

Buntes Markttreiben

Markt in Luang Prabang


In der alten Königsstadt Luang Prabang finden Besucher viele bunte Märkte, die zu einem kleinen Spaziergang, einem lokalen Abendessen oder gar zu einem kleinen Einkauf einladen.
Dafür bietet die Thanon Kitsarat eine perfekte Möglichkeit. Hier befinden sich einige lokale Märkte und Geschäfte. Außerdem wird in den Abendstunden ein vielfältiges Angebot an Ethno-Textilien angeboten.
In der Nähe des Hafens befindet sich der Tha Heua, wo Händler zahlreiche Sorten an Obst und Gemüse anbieten. Zudem haben sich einige Imbissstände angesiedelt, wo typisch laotische Köstlichkeiten probiert werden können. In den Morgenstunden sieht man die Frauen der Minderheiten in ihren traditionellen Kleidern.

Restauranttipps

Die laotische Küche hält viele Köstlichkeiten bereit. Gerne können sie in einem der Restaurants probiert werden. Das Restaurant The Aspara bietet seinen Gästen neben seiner zeitgenössischen Küche an laotischen Spezialitäten auch einen herrlichen Ausblick auf den Nam Fluss. Wer einen Mix an internationalen Spezialitäten genießen möchte, der sollte einen Abstecher zum Thai Terrace Restaurant machen. Neben laotischen Köstlichkeiten werden hier auch thailändische und westliche Spezialitäten angeboten. So zum Beispiel auch die geliebte Weißwurst von einem deutschen Metzger aus Luang Prabang. Beim Probieren dieser Köstlichkeiten kann ein idyllischer Blick auf den mächtigen Mekong genossen werden.Nahe des Nam Khan Flusses befindet sich die Hive Bar & Smokehouse. Hier kann man Spezialitäten aus der internationalen Küche genießen. Darunter befinden sich auch vegetarische Gerichte, Barbecue oder auch Pizza. Nebenbei können die Gäste das traditionelle Ambiente im Restaurant bestaunen. Am Abend werden traditionelle Folkloretänze und Modenschauen in den traditionellen Trachten der verschiedenen Minderheiten aufgeführt. Damit wird ein leckeres Abendessen zu einem besonderen Erlebnis.

Unterwegs in der Umgebung der alten Königsstadt Luang Prabang

Neben der Besichtigung der kulturellen Stätten Luang Prabangs lohnt sich auch ein Abstecher in die natürliche Umgebung fernab des buddhistischen Zentrums.
So empfiehlt sich zum Beispiel eine Flussfahrt entlang des legendären Mekongs. Mit dem Boot fährt man entlang des mächtigen Stromes und kann zeitgleich die grüne Naturlandschaft und die Aussicht auf das rege Treiben an den Ufern der Lebensader Asiens beobachten.
Ein mögliches Ziel dieser Bootsfahrt könnten die bekannten Pak Ou Höhlen sein, welche sich direkt an den Uferklippen des Mekongs befinden.
Die Pak Ou Höhle besteht aus zwei Höhlentempeln, die eine beeindruckende Aussicht auf den Fluss bieten. Zudem gilt diese Höhle als beliebter Wallfahrtsort für Buddhisten, denn während des Indochinakrieges war die Höhle ein Versteck für die buddhistischen Schätze der Bevölkerung. Noch heute kann eine bunte Vielfalt an Buddha-Statuen besichtigt werden. Einige davon wurden auch als Opfergaben der Pilger mit in die Höhlentempel gebracht.

Pak Ou Höhle

Ein weiteres Ausflugsziel nahe Luang Prabang bieten die Kuang Si Wasserfälle. Diese befinden sich ungefähr 32 km von Luang Prabang entfernt und begeistern ihre Besucher mit einer traumhaften Naturkulisse aus tropischem Grün und dem sanften Rauschen des türkis schimmernden Wassers. Um die Wasserfälle ist ein charmanter grüner Park angelegt, der zum Verweilen einlädt. Bei einem Picknick kann der Wasserfall in seiner voller Pracht besichtigt werden. Durch die Kuang Si Wasserfälle haben sich einige Wasserlöcher gebildet, die zu einem entspannten Bad einladen. Dabei kann dieses faszinierende Naturschauspiel auch hautnah genossen werden.
Zu dem Park gehört auch eine Auffangstation für Bären, in der zurzeit 18 Bären leben. Durch die zahlreichen Bäume haben die Tiere genügend Platz zum Klettern und viel Schatten. Außerdem werden sie hier von den Pflegern liebevoll umsorgt und gefüttert. Auch einen Schmetterlingspark findet man in der Nähe der Kuang Si Wasserfälle. Hier lebt eine bunte Vielfalt an Schmetterlingen, die inmitten zahlreicher farbenfroher Pflanzen durch die Lüfte fliegen. Eine künstliche Futterstation sorgt dafür, dass die zarten Tierchen gut versorgt werden. Am Ausgang des Schmetterlingsparks lädt ein kleines Café zum Entspannen ein.

 

Kuang Si Wasserfälle

Kuang Si Wasserfälle

 

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