Ein unvergesslicher Tag in der Patara Elephant Farm im Norden von Thailand

 

Mein Leben lang träume ich schon davon, dass ich große und wilde Tiere einmal hautnah erleben darf. Vor allem die liebenswerten Dickhäuter haben es mir ganz besonders angetan. Mit ihrer unfassbaren Größe und der Ruhe, die Elefanten trotz dessen ausstrahlen.  Mein Name ist Wilhelmine. Zusammen mit meiner Kollegin Janine gehöre ich zum Thailand Team von Asiamar und bin für euch in Thailand unterwegs, um verschiedene Neuheiten von uns näher kennen zu lernen und für euch zu testen.
Heute ist es endlich soweit!  Wir verbringen unseren Tag zusammen mit den Elefanten auf der Patara Elephant Farm. Die ganze Nacht habe ich vor Aufregung kaum ein Auge geschlossen.  Auch mein Frühstück fiel relativ spärlich aus, da meine Aufregung einfach zu groß war und ich ungeduldig darauf hin fieberte, dass wir endlich losfahren.  Von unserem Hotel, dem Banthai Village in Chiang Mai dauerte die Fahrt nach Ban Pong, wo sich die Patara Elephant Farm befindet, ca. 45 min.

 

Die Farm hat ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen.  Bei ihrem speziellen Programm „Elephant Owner for a Day“, lerne ich (und Ihr natürlich auch), was es bedeutet, die Verantwortung für solch ein Lebewesen zu tragen. Man übernimmt für einen Tag die tägliche Routine der Mahouts und lernt dabei unglaublich viel.  Ein unvergessliches Erlebnis für jeden, der diese ehrfürchtigen Wesen einmal selbst hautnah erleben möchte.  Aber damit nicht genug!  Patara hat es sich außerdem zum Ziel gesetzt, die Tiere zu retten, zu pflegen und für deren Fortpflanzung zu sorgen, um sie schließlich in ihrem ursprünglichen Lebensraum wieder ansiedeln zu können.  

 

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Als wir selbst auf der Farm angekommen sind,  haben  wir uns mit den anderen Gästen erst einmal an einer Sammelstelle wiedergefunden, wo bereits die erste kleine Elefantenfamilie mit Zuckerrohr gefüttert wurde.

Hier findet das erste „kennen lernen “ der Tiere statt. Kaum hatte ich meine Sachen abgestellt, kam auch schon ein 4 Monate altes Elefantenbaby laut und ungestüm auf uns zu gelaufen, wurde allerdings von seinem Mahout vorsichtig abgefangen, damit es uns nicht in seinem Übermut umrennt. Ganz besonders die  Jungtiere sind noch sehr verspielt und übermütig. Sie können Ihre eigene Kraft noch nicht einschätzen.
Der erste nähere  Kontakt mit den Tieren war unbeschreiblich.  Einer der Mahouts hat mir geschlagenes Zuckerrohr in die Hand gedrückt und mir gezeigt, wie ich es der Elefantendame am besten übergebe.
Ein sehr eigenartiges Gefühl, wie einem das Futter zielsicher mit dem riesigen Rüssel abgenommen wird. Keiner von uns beiden konnte ab da an genug davon bekommen.

Umso schöner war es dafür, als ich ganz nah an die Elefantendame herantreten durfte und sie vorsichtig „in den Arm nehmen durfte“.


Ich wusste ja, dass die Tiere enorm groß sind, aber trotzdem bin ich schwer beeindruckt wie riesig sie wirklich sind, wenn man unmittelbar vor ihnen steht.

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Nachdem jeder der Gäste das erste Mal vorsichtig Kontakt zu den Elefanten aufgenommen hatte, folgte für uns eine Einweisung mit unglaublich vielen Informationen. Angefangen von allgemeinen Fakten, aber auch darüber wie die Tiere gepflegt werden, wie sie auf der Farm leben, was es für medizinische Versorgung gibt, woran man ein gesundes Tier erkennt und wie das Auswilderungsprogramm abläuft.  Ausserdem erfuhren wir hier, dass es auf der Patara Elephant Farm nie dazu kommt, dass Tier zu lange und zu oft mit Menschen in Kontakt kommen und dass  nur Elefanten mit Menschen in Berührung kommen, die in „entsprechender Stimmung“ sind. Im Anschluss wurden wir in 2 Gruppen eingeteilt und sind dann mit einem Minibus weiter gefahren, bis wir zu einem kleinen Areal kamen.  Hier warteten bereits einige Elefanten mit Ihren Mahouts auf uns. Schon vom weiten war es unglaublich faszinierend beobachten zu können, wie vertraut und kameradschaftlich die Tiere miteinander umgehen.
Nach einer erneuten Einweisung haben wir alle ein Tier zugeteilt bekommen, um das es sich ab jetzt zu kümmern galt! 
Für meine Kollegin und mich wurde eine schwangere Elefantendame mit dem Namen Maquan unsere Begleiterin.


Für meine Kollegin und mich wurde eine schwangere Elefantendame mit dem Namen Maquan unsere Begleiterin.
Ein unglaublich herzliches Tier. Sie war unglaublich ruhig und behutsam mit uns, als wüsste sie genau wie klein und zerbrechlich wir im Vergleich zu ihr sind. Es war atemberaubend an Ihrem Bauch zu spüren, wie sich ihr Baby in ihr bewegt.  Begonnen haben wir mit der Fütterung eines großen Korbes Bananen. Ich hab jede Frucht einzeln in das Maul von Maquan gelegt und ihr dabei  jedes Mal die Anweisung gegeben ihr Maul zu öffnen. 

Bereits nach wenigen Malen dieser Anweisung hat Maquan ihr Maul ganz von selbst wieder geöffnet, um schnellstmöglich Nachschub zu erhalten.
Die Zunge von ihr war mindestens so breit wie der Arm eines gut gebauten Mannes und sie fühlte sich so unglaublich weich und klebrig an.

Da war ich nur ein paar Sekunden zu lange in Ihre Augen vertieft und hab dabei doch tatsächlich vergessen sie weiter zu füttern. Diesen Moment nutzte sie, um sich zu bewegen und den Korb mit den Bananen auf den Boden zu stossen.

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Und die Chance ließ sich Maquan natürlich nicht entgehen und  so hat sie so viele Bananen wie nur möglich mit ihrem Rüssel eingesammelt und verschlungen. Da war sie einfach schneller als ich. 
Nach der Fütterung von "unserem" Tier haben wir uns noch ein wenig mit den anderen Elefanten beschäftigt.Auch hier war wieder ein Babyelefant dabei, er war allerdings schon 1,5 Jahre alt und nicht mehr ganz so ungestüm.

Dafür hatte er aber unglaublich Spaß daran, uns mit seinem Rüssel zu necken, mit dem er uns immer wieder angestupst und angepustet hat.
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Im Anschluss an die Fütterung  haben wir eine Art Grasbündel erhalten, mit dem wir unser Tier von getrockneter  Erde befreien sollten. Elefanten haben die Angewohnheit sich mit Sand zu bewerfen, um Parasiten fern zu halten.  Nach und nach hat man nur noch Staubwolken aufsteigen sehen, weil jeder versuchte, seinen Elefanten bestmöglich zu säubern.  So großzügig hätten wir es gar nicht machen brauchen! Denn direkt danach hieß es ab ins kalte Wasser.

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Und das Wasser war wirklich kalt, ein Wasserfall mitten in den Bergen des Nordens. Unserem Tier hat das natürlich überhaupt nichts ausgemacht, Maquan war ganz schnell im Wasser verschwunden.

Der Mahout von Maquan hat uns eine Schale übergeben, mit der wir Wasser über sie schütten sollten, sowie eine kleine Bürste, mit der wir sie gründlich schrubben konnten.

Das Baden mit den Elefanten war mein persönliches Highlight, wie ihr sicher seht. Ich habe mich so sehr mit Maquan verbunden gefühlt, als ich im Wasser auf ihr saß um sie sauber zu schrubben.  Und die tiefen Seufzer, die sie immer wieder von sich gegeben hat, ließen mich ziemlich sicher sein, dass sie es ebenso genossen hat.

Als ein Mahout seinem Tier das erste Mal die Anweisung gab mit seinem Rüssel Wasser über uns zu prusten, war das nicht nur sehr kalt, meine Kollegin und ich haben uns beide auch ganz schön erschrocken, aber konnten nicht aufhören, herzlich zu lachen.

 

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„Zurück an Land“ ging es auch schon gleich weiter!
Jetzt hieß es allen Mut zusammen zu nehmen um auf den Rücken der Tiere zu klettern.  Etwas unbeholfen haben Janine und ich den Versuch gestartet auf unsere Elefantenkuh zu gelangen. Aber auch hier hat uns Maquan liebevoll mit ihrem Rüssel unterstützt.


Nun  stand uns ein unglaublich wackeliger Ritt quer durch den Dschungel bevor.

Von soweit oben sieht alles auf einmal ganz anders aus! Ohne eine Möglichkeit zum Festhalten war es gar nicht so einfach sich selbst auf dem Rücken der Tiere zu halten.

Auf Elefanten zu reiten macht unheimlich Spaß. Dabei ist es aber sehr wichtig zum Wohl der Tiere auf die Bequemlichkeit eines Sattels oder gar Korbes zu verzichten. Solch eine Befestigung auf dem Rücken schadet den Nerven an der Wirbelsäule der Elefanten. 

Ich persönlich finde es auch viel authentischer, ganz ohne Hilfsmittel auf dem Rücken der Tiere bergauf und bergab quer durch den Dschungel zu reiten. 

Eine unglaubliche Erfahrung, die sich mit absolut Nichts vergleichen lässt ! 

   
Und genau solche Erlebnisse machen diese Farm zu etwas ganz Besonderem.
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Und genau solche Erlebnisse machen diese Farm zu etwas ganz Besonderem. Es wurde eine wunderbare Symbiose geschaffen und damit etwas Nützliches und Gutes mit Elefanten und einem sehr sanften, nachhaltigen, touristischen Ansatz zu bewirken.

PATARA Elephant Farm hat als einziges tierorientiertes Projekt mehr Elefanten als maximale Besucher, so dass Tiere nicht in Kontakt mit Menschen kommen müssen, wenn sie nicht möchten oder es ihrer Gesundheit nicht zuträglich wäre. Die Zeit, die Elefanten dort in Kontakt mit Menschen kommen, ist streng begrenzt und die Tiere haben mindestens 60 Prozent des Tages für sich, ohne Kontakt zum Menschen. Und Ziel ist es nicht, Elefanten für den Tourismus zu erhalten, sondern den Wildbestand mit  natürlich geborenen Jungelefanten zu erhöhen und so zum Erhalt des asiatischen Elefanten beizutragen.

Wie oft habe ich mir grausige Geschichten von Touristen anhören müssen, die ein Elefanten Camp besucht haben, indem die Tiere auf engstem Raum angekettet gehalten werden. Und wenn die Elefanten in solch einem Camp nicht das tun, was die Besitzer verlangen, bekommen sie vereinzelt sogar Drogen gespritzt.  So etwas sollte niemand unterstützen, dem die Tiere auch nur annähernd etwas bedeuten und wir als Asiamar arbeiten ganz strikt gegen jede Art von Tierquälerei und versuchen solche Methoden zu bekämpfen. Helft ihr uns?

Wir möchten  unseren Gästen die Möglichkeit geben die liebenswürdigen Dickhäuter  selbst einmal intensiv und hautnah zu erleben und dabei etwas Gutes zu bewirken!
Ein Aufenthalt in Patara lässt sich perfekt mit einem Aufenthalt in Nordthailand kombinieren und macht Ihre Reise zu einem noch unvergesslicheren Erlebnis. 

Bei unserer 
Nordthailand aktiv erleben & Elefanten hautnah Rundreise verbringt Ihr nicht nur einen unvergesslichen Tag mit den Elefanten aus Patara, sondern erlebt auch viele weitere spannende  Abenteuer in der Bergwildnis von Thailand.

 


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