Dubai Information & Dubai Reisetipps


Dubai – die Stadt der Superlative inmitten der Wüste. Sie bietet hohe Wolkenkratzer, hypermoderne Einkaufspassagen, das welthöchste Gebäude und die weltberühmte „The Jumeirah Palm“. Aber auch kleine verträumte Gassen, orientalische Souqs (Märkte) und Sandstrände sind Teil Dubais, der oft vergessen wird. Die Wüste im Hinterland bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich bei einer Quad-Tour auszutoben oder gar in einem Zelt zu übernachten. Dubai begeistert mit einer Vielfalt, die Besuchern abwechslungsreiche Tage verspricht.

Kamele am Jumeirah Strand in Dubai

GEOGRAPHIE



Der moderne Stadtstaat Dubai erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 4.114 km² und ist damit der zweitgrößte der Vereinigten Arabischen Emirate. Zu den Emiraten zählen neben Dubai auch Abu Dhabi, Ras Al Khaimah, Ajman, Um Al Quwain, Sharjah und Fujairah.
Im Süden und Südwesten Dubais grenzt der Stadtstaat Abu Dhabi an, während das Emirat Sharjah im Osten und Nordosten die Grenze bildet. Etwa 75 km der Landesgrenze Dubais wird durch die Küste des Persischen Golfs gebildet.
Die Mehrheit der Landesfläche des kleinen Emirats Dubai ist flaches und größtenteils unbewohntes Wüstenland. Im Osten breitet sich die große arabische Rub-al-Khali Wüste aus , die auch unter dem Namen „Leeres Viertel“ bekannt ist, während der östliche Teil des Emirats von der Gebirgskette Jebel Hajar bestimmt wird. Diese erstreckt sich über mehrere Emirate und erreicht eine Höhe von bis zu 2.000 m.
Sie staut die Regenwolken, die aus Richtung des Persischen Golfes aus Richtung des Oman heranziehen, daher regnet es in dieser Region nahe der Gebirge mehr als im Rest des Emirats Dubai. Auf der westlichen Seite der Gebirgskette Jebel Hajar befindet sich noch vor der Grenze zum Oman die Oase Hatta, die zum Emirat Dubai gehört und ein beliebtes Ausflugsziel darstellt.

Übersichtskarte Dubai und Vereinigte Arabische Emirate in der Übersicht

BEVÖLKERUNG

Die Einwohner Dubais bestehen zum großen Teil aus Zuwanderern, nur die wenigsten sind Nachfolger der einheimischen Beduinen, die die Stadt im Jahr 1833 gründeten. Ein Großteil der heute in Dubai lebenden Menschen sind Gastarbeiter aus mehr als 60 Ländern. Daraus lässt sich auch die ungleichmäßige Geschlechterverteilung zurückführen, denn lediglich 25% der Einwohner sind Frauen. Das dürfte vor allem daran liegen, dass Gastarbeiter meist männlich sind und ohne ihre Familien nach Dubai kommen. Die „echten“ Einheimischen sind Nachfolger der Beduinenstämme, hier gibt es eine klare Rollenverteilung. Die emiratischen Männer sorgen für das Wohlergehen der Familie und kümmern sich um Probleme innerhalb der Gemeinde bzw. des Stammes. Die Frauen sind nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen, sie wahren Distanz – genießen aber dennoch ein sehr hohes Ansehen innerhalb der Gemeinden und Familien. Vor allem Frauen mit vielen Söhnen, aber auch Schwiegermütter, genießen Respekt und werden bei Problemen gerne zu Rat gezogen.

ALLGEMEIN FAKTEN DUBAI

Hauptstadt des Emirats: Dubai
Einwohnerzahl des Emirats Dubai: ca. 2,2 Million
Fläche des Emirats Dubai: ca. 4.114 km²
Zeitverschiebung: Winter: MEZ+3 Stunden / Sommer: MEZ+2 Stunden
Sprache: Arabisch
Hauptreligion: Islam
Währung: Dirham

Kamel-Wüstensafari im Emirat Dubai

STADTTEILE IN DUBAI

Jumeirah
Der Stadtteil Jumeriah befindet sich direkt an der Küste des Persischen Golfs mit den vorgelagerten, künstlich angelegten Inseln The Palm Jumeirah und The World. Oft werden auch die benachbarten Stadtteile Umm Suqeim und Al-Sufouh zu Jumeirah gezählt, dabei scheint deren Existenz nahezu in Vergessenheit geraten zu sein. Diese liegen zwischen dem eigentlichen Stadtteil Jumeirah und dem Creek, der natürlichen, ca. 14 km langen Meeresbucht, die sich in das Landesinnere schlängelt. Jumeirah ist die beliebteste Wohngegend in Dubai, direkt an der 9km langen Küste zum Persischen Golf liegen die Nobelunterkünfte, Einkaufszentren, ein Yachthafen und zahlreiche Arztpraxen (nicht umsonst wird Jumeirah als das medizinische Zentrum Dubais bezeichnet). Am Jumeirah Open Beach stehen Gästen Snackbars, Duschen, Volleyballfelder und ein Strandclub zur Verfügung. Von hier genießt man auch einen Ausblick auf den Burj Al Arab und weitere Hochhäuser in anderen Stadtteilen. In Jumeirah selbst findet man keine hohen Bauten. Im Jumeirah Beach Park stehen Grill- und Spielplätze sowie große Grünflächen zur Verfügung.

Sehenswürdigkeiten in Jumeirah:

  • Jumeirah Moschee
  • Majlis Ghorfat Umm Al Sheif (Sommerresidenz des Scheichs Rashid bin Saeed Al Maktoun)

The Palm Jumeirah – Die Insel der Superlative
Drei künstliche Palmeninseln wurden vor Dubais Küste im Persischen Golf geplant. Die einzige bisher fertig gestellte Sandinsel ist die Palm Jumeirah mit zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten und Hotel- sowie luxuriöse Apartmentanlagen.
Es ist die größte, je künstlich angelegte Insel der Welt und somit genießt die Jumeirah Palm nicht nur unter Luxusreisenden sondern auch bei Architekten aus aller Welt ein sehr hohes Ansehen und dient als Vorreiter für zukünftige Anlagen dieser Art. 2001 begann man mit dem Bau der Palmeninsel, zu deren Erschaffung man unglaubliche 94 Kubikmeter Sand und sieben Millionen Tonnen Felsbrocken benötigte. Feierlich eröffnet wurde The Jumeirah Palm im Jahr 2008, das erste Hotel war das Atlantis***** - bekannt aus zahlreichen Verfilmungen und Werbungen für das Emirat Dubai. Die im Süden des Stadtteils Jumeirah gelegene Insel hat einen Durchmesser von etwa sechs Kilometern. Die eigentliche „Palme“ der Jumeirah Palm besteht aus dem etwa drei Kilometer langen, ca. 450 m breiten Stamm „The Trunk“, der in die „The Crown“  übergeht, von der insgesamt 17 Palmenblätter, die sogenannten The Fonds“ abgehen, auf denen sich luxuriöse Apartmentanlagen befinden. Umgeben ist die komplette Palme von einem etwa elf Kilometer langen Wellenbrechen, der halbrund um die Palme verläuft. Dieser Kranz wird als „The Crescent“ bezeichnet, an dessen vordersten Punkt sich das berühmte Atlantis**** befindet. Auf den 560 Hektar der Jumeirah Palm befinden sich neben Luxushotels und –apartments auch moderne Wolkenkratzer, Einkaufspassagen und Villen sowie Vergnügungsanlagen, Parks,  komfortable Wellness-Spas und Marinas.

The Creek
Der etwa 12 Kilometer lange Meeresarm bahnt sich im Norden des Emirates seinen Weg ins Landesinnere und teilt die historische Altstadt. Während sich nördlich des Creeks der Stadtteil Deira befindet, liegt Bur Dubai auf der andere Uferseite des Creek (südlich). Dieser natürliche Meeresarm ist zwischen 100 und 1.300 Meter breit und kann daher nur mit Booten, durch den Shindagha Tunnel oder über eine der Autobrücken überquert werden.
An beiden Creek-Ufern kann man immer wieder die traditionellen Dhaus sehen, Warenschiffe aus Holz, die aus anderen Emiraten der Halbinsel, Indien, Iran oder gar aus Kenia und Somalia stammen.
Das südliche Ende des Creeks steht als Wild- und Vogelpark unter Schutz. In diesem Ras Al-Khor Wildlife Sanctuary kann man auf einer Fläche von etwa sechs Quadratkilometern ganzjährig 67 verschiedene Vogelarten von Aussichtstürmen beobachten, in den Wintermonaten überwintern zahlreiche weitere Vögel hier zwischen den Mangroven, die sich besonders gut als Nahrungsquelle und Brutplätze eignen.

Deira
Der Stadtteil Deira ist der alte Teil Dubais, die historische Altstadt. Das Kernstück des am nördlichen Ufer des Creek gelegenen Stadtteils ist die Halbinsel Al-Ras, die dem Creek seine markante Biegung verliehen hat. Besonders bekannt ist Deira wegen der großen Souqs, die Märkte Dubais. Vor allem der Goldmarkt oder der große Gewürzmarkt sind beliebte Ausflugsziele. In den schmalen Gassen und zwischen alten Gebäuden bahnt man sich den Weg zum Sikkat Al-Khail St., dem Goldmarkt. Mehr als 300 Geschäfte verkaufen schillernden Goldschmuck, Juwelen und zahlreiche andere Schmuckstücke. Ein wahres Mekka für alle Schmuckliebhaber, egal ob als Körperschmuck oder – wie es bei arabischen Familien üblich ist – als Wertanlage.

Bur Dubai
Der Stadtteil Bur Dubai bildet das südliche Ufer des Creeks. Hier befindet sich eines der ältesten Gebäude der Stadt Dubai – das Fort. Es wurde bereits 1787 errichtet und diente einst als Sitz des Herrschers, heute ist es ein modernes Museum. Es ist das einzige originale historische Gebäude in Bur Dubai, andere, alt aussehende  Bauwerke und Gebäude sind wieder aufgebaut und restauriert worden.  Auch auf dieser Seite des Creeks sind die typischen Souqs zu finden, wenn auch nicht in dem Umfang wie es sie in Deira gibt. Zahlreiche Moscheen wurden in Bur Dubai errichtet, darunter die Große Moschee mit dem größten Minarett der Stadt, die blaugeflieste iranische Moschee und der einzige Hindutempel des Emirats.

E11 - Sheikh Zayed Road
Die E11 ist die längste Straße der Emirate, sie verläuft parallel zur Küste des Persischen Golfs.  Sie führt vom Emirat Abu Dhabi bis ins Emirat Ras Al-Khaimah und verbindet damit die Megacities Abu Dhabi und Dubai. In jedem Emirat hat die bis zu 16-spurige Straße einen anderen Namen:

  • Emirat Abu Dhabi: Sheikh Maktoun Road
  • Emirat Dubai: Sheikh Zayed Road
  • Emirat Ras Al-Khaimah: Sheikh Muhammed bin Salem Road

In Dubai ranken sich rund um die Sheikh Zayed  modern Wolkenkratzer wie die Emirates Towers und Shopping Malls. Die verbindet die wichtigsten Stadtteile Dubais miteinander und ist Hauptverkehrsader im Emirat.

Dubai Marina
Direkt am „Fuße“ der Jumeirah Palme befindet sich Dubai Marina. Wie der Name schon vermuten lässt umfasst dieses Gebiet einen Yachthafen, präsentiert sich aber als modernes Strandviertel mit Strandhotels, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Bars. Teure Apartments und Wohnhäuser stehen hier zur Miete, ein etwa vier Kilometer langer, künstlich angelegter Kanal umgibt die Dubai Marina.

Downtown Dubai mit Burj Khalifa
Wer das Wahrzeichen Dubais besuchen will, kommt am Stadtteil Downtown Dubai nicht vorbei. Etwa 750.000 Menschen leben in diesem Gebiet, das sich in vier verschiedene Bereiche unterteilen lässt, die alle zu Fuße des imposanten Burj Khalifa liegen:

  • The Old Town: Auch wenn es der Name vermuten lässt, hier ist nichts alt. Dieser neue Teil Dubais wurde im traditionellen, arabischen Stil erbaut und gestaltet. Die schmalen Gassen und romantischen Bogengänge versprühen einen dörflichen Charakter.
  • The Old Town Island: Dieses Gebiet wurde halb von Wasser umspült.
  • Souq Al Bahar: Der sogenannte „Meeressouq“ bietet etwa 100 orientalische Geschäfte, zahlreiche Restaurants, die Köstlichkeiten aus aller Welt servieren und kleine Cafés, von denen man die modernen Wolkenkratzer bestaunen kann.
  • Dubai Mall: Diese ist die weltgrößte Einkaufsstraße, sie befindet sich gegenüber dem Souq Al Bahar.

Traditionelle Daus im Dubai Creek nahe der Altstadt Dubais

Dubais berühmte Skyline im Morgengrauen

Religion

Fast alle Bewohner Dubais sind Anhänger des Islams, sogenannte Muslime.  Die Bezeichnung „Islam“ ist gleichbedeutend wie „Heilzustand“ und eine vollständige Hingabe, Ergebung und Unterwerfung vor dem Willen Gottes. Sie leben nach den Regeln des Korans („Heilige Schriften“), dessen Inhalte der Prophet Mohammed als Verkündungen von Allah über einen Zeitraum von 23 Jahren empfing und weiter verbreitete. Muslime glauben an einen Gott, der im Islam „Allah“ heißt, was aus dem Arabischen übersetzt so viel bedeutet wie „einziger Gott“. Wie es im Koran verankert ist, essen Muslime kein Schweinefleisch und trinken keinen Alkohol. Während des Fastenmonats Ramadan darf nur nach Sonnenuntergang gegessen werden. Fünfmal täglich zu festgelegten Zeiten ertönt der Ruf des Muezzins, der zum Gebet aufruft, dieser ist in der gesamten Stadt Dubai hörbar. [Hier klicken für detaillierte Informationen zur Weltreligion Islam]

Öffnungszeiten

Entgegen deutscher Gewohnheit, erstreckt sich die Arbeitswoche in Dubai von Sonntag bis Donnerstag. In der Fastenzeit im Ramadan und an gesetzlichen Feiertagen können die Öffnungszeiten variieren – vor allem in den kleinen Souqs. Öffentliche Behörden, Schulen und die meisten privaten Geschäfte haben am Freitag und Samstag geschlossen.
Geschäfte: Sonntag – Donnerstag, 08.00-18.00 Uhr. Einige der Geschäfte schließen zum Nachmittag zwischen 13.00-16.00 Uhr. Es gibt einige wenige Geschäfte, die am Samstag geöffnet haben, dies ist aber nicht die Norm
Banken: Sonntag – Donnerstag, 08.00-13.00 Uhr. Einige der Banken haben auch nachmittags geöffnet und einige wenige sogar am Samstag geöffnet.
Behörden und Regierungsgebäude: Sonntag – Donnerstag, 07.00-14.30 Uhr
Einkaufszentren und die Malls:  Von Sonntag  bis Dienstag zwischen 10.00-22.00 Uhr geöffnet und Donnerstag bis Samstag von 10.00-12.00 Uhr geöffnet
Souqs: Samstag-Donnerstag von 10.00-13.00 und von 16.00-22.10 Uhr geöffnet. Am Freitag von 16.00-22.00 Uhr geöffnet