Die Al-Jumeirah Moschee


Die Al-Jumeirah Moschee wurde am Beginn der gleichnamigen Jumeirah Road von der Herrscherfamilie Maktoum in der Zeit von 1975-1978 erbaut und ist seither das religiöse Wahrzeichen Dubais.  Noch heute kommen Angehörige der Herrscherfamilie hin und wieder zum Freitagsgebet und so kann man diese mit etwas Glück bei einem Besuch sehen. Sie gilt mit der elfenbeinfarbenen Fassadenfarbe, den zwei anmutigen 70 m hohen Minaretten und den fünf Kuppeln als schönste und größte Moschee der Metropole. Umgeben von Palmen und Grünflächen ist sie ein idealer Rückzugsort für gläubige Muslime.
Die Al-Jumeirah Moschee in Dubai ist eine der wenigen Moscheen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die auch von Nicht-Muslimen besucht werden kann. Und so öffnet sie an sechs Tagen in der Woche (Freitag geschlossen) die Türen und zeigt Besuchern eine zauberhafte Welt zwischen orientalischem Charme und tiefer Religiosität. Nicht-muslimische Besucher dürfen die Moschee zu den Gebetszeiten nicht betreten, um die Gläubigen bei Ihren gebeten nicht zu stören oder abzulenken.
Betritt man die Moschee fallen bereits in der Vorhalle große, schwere Deckenleuchter auf, die von dem großen Kronleuchter in der Gebetshalle noch überboten werden. Die große Kuppel, die man von außen schon sehen konnte, bildet die Decke der Gebetshalle und ist mit Beige-, Gelb- und Blautönen verziert. Gestützt wird diese Kuppel von Säulen und Arkaden, ein blauer Teppich mit dunkelblauen Streifen hilft den Muslimen zur besseren Orientierung gen Mekka bei den täglichen drei Gebeten. Überall kann man architektonische Einflüsse aus Ägypten und der Türkei erkennen, auch wenn die Einrichtung sehr minimalistisch gehalten ist, um die Gläubigen nicht vom eigentlichen Gebet abzulenken. Messinglampen und Stuck im Inneren bringen zudem einen Hauch marokkanisches Gefühl mit in die Jumeirah Moschee. Die Minbar (Kanzel) des Chatip (Prediger) thront über der Halle der Männer, von dieser wird am Freitag die bedeutende Chutba (Predigt) gehalten.
Die von außen sichtbaren vier kleineren Kuppeln auf dem Dach befinden sich über den Seitenschiffen, in einem der linken Seiten schiffe erreicht man durch einen schmalen Gang den Gebetsraum der Frauen – die Gebetsräume sind wie in vielen Moscheen nach Geschlechtern getrennt. Insgesamt finden bis zu 1.200 Menschen im Inneren der Moschee Platz.
Entgegen vieler anderer religiöser Bauwerke, ist es in der Al-Jumeirah Moschee erlaubt, Fotos im Inneren zu machen, solange man niemanden damit belästigt oder beschämt.

Verhaltensregeln in der Moschee

Es gibt zahlreiche Regeln für das angemessene Verhalten in einer Moschee. So gibt es beispielsweise feste Kleiderordnungen. Vor der Moschee werden auch angemessene Kleidungsstücke ausgeliehen für Besucher, die nicht angemessen gekleidet sind.

Männer:             

  • lange, weite Hosen
  • Oberteile, die die schultern bedecken (im optimalen Fall langärmlig)

Frauen:

  • Lange, weite Hosen oder Röcke
  • Oberteile, die die Schultern bedecken (im optimalen Fall langärmelig)
  • Ein Kopftuch

Zudem müssen die Schuhe vor dem Betreten der Gebetshalle ausgezogen werden.  Diese können in extra hierfür gestellte Regale untergebracht werden. Kinder unter fünf Jahren sollten nicht mit in die Moschee genommen werden.

Al Jumeirah Moschee in Dubai