Hongkong Informationen & Hongkong Reisetipps

Die Metropole am Südchinesischen Meer

Hongkong Victoria Harbour

Uhrenturm in Kowloon

Hongkong

Einem Missverständnis ist es geschuldet, dass Hongkong heute Hongkong heißt. Als die Briten in das damalige Fischerdorf kamen und nahe Aberdeen Frischwasser lagerten, fragten die Briten, wie der Ort hieße, an dem sie sich befinden. Ein Bootsmann sagte Hongkong, das übersetzt Weihrauchhafen bedeutet. Gemeint war allerdings nicht die ganze Insel, wie die Briten annahmen, sondern nur Aberdeen, dem Umschlagplatz für Adlerholz. Seitdem wird Hongkong auch als „Duftender Hafen“ bezeichnet.
Von den Ursprüngen des einstigen Fischerdorfs ist in der heutigen Millionenmetropole kaum noch etwas zu sehen. Die Stadt ist hochmodern, wirkt international, ist aber dennoch chinesisch und versprüht einen Hauch exotisches Flair. Eine der aufregendsten Städte der Welt präsentiert sich dem Besucher mit einer faszinierenden Geschichte und reicher Kultur.
Hongkong - eine aufregend pulsierende Metropole, deren Hochhäuser und Tempel eingebettet zwischen grünen Bergen und Wasser liegen. Nirgendwo sonst verschmelzen die Kulturen von Ost und West besser zu einem stimmigen Ganzen, als hier und ist dabei so abwechslungsreich. Auf der einen Seite findet man den geschäftigen Victoria Hafen sowie Einkaufs- und Geschäftsmöglichkeiten, auf der anderen Seite aber auch eine abwechslungsreiche Landschaft mit sattgrünen Hügellandschaften und kleinen Dörfern am Rand der Millionenstadt. Dazwischen bleibt viel Platz für Bräuche, bunte Märkte, köstliches Essen und beeindruckende Tempel.
Hier treffen Tradition und Moderne wie in kaum einer anderen asiatischen Stadt aufeinander. Erleben Sie Hong Kong bei Tag und bei Nacht und lassen Sie sich von einer einzigartigen Metropole in den Bann ziehen.

Hongkongs Geographie

 Hongkong Übersichtskarte

Südlich von China, dort, wo sich das Südchinesische Meer und das Perlflussdelta treffen, befindet sich die Sonderverwaltungsregion Hongkong. Hongkong besteht aus Hongkong Island, die durch den Victoria Hafen von der zu Hongkong gehörenden Halbinsel Kowloon getrennt ist, den New Territories, die sich nördlich von Kowloon bis zur chinesischen Grenze ausdehnen, sowie den 235 vorgelagerten Inseln, die zusammenfassend als outlying Islands bekannt sind. Insgesamt erstreckt sich Hongkong über 1.100 km², allerdings ist nur ein geringer teil bebaut, da die Landschaft sehr bergig ist und es nur wenige ebene Flächen gibt. Der höchste Berg Hongkongs ist mit ca. 957 Metern der Tai Mo Shan im Zentrum der New Territories gelegen, der bekannte Victoria Peak auf Hongkong Island schafft es hingegen nur auf 552 Meter Höhe.

Hongkongs Geschichte

Die Anfänge Hongkongs liegen in der Fischerei. Einst ein kleines, unscheinbares Fischerdorf, das als Unterschlupf für Piraten diente. Unter der Tang-Dynastie gewann der Hafen Hongkongs große Bedeutung und die Perlenzucht sowie die Salzgewinnung wuchsen zu einem wichtigen Wirtschaftszweig. Dennoch setzte die erste Besiedlung aus Nordchina erst mit der Song-Dynastie ein. Seit dem 10. bis ins 13. Jahrhundert wurde damit das Gebiet immer wieder von chinesischen Dynastien besiedelt. Als 1276 die Mongolen, als Yuan-Dynastie bekannt, die Song besiegten und kurz darauf auch die Macht über Hongkong übernahmen, kam die nächste Einwanderungswelle aus dem Norden Chinas nach Hongkong. An der abgeschiedenen Lage änderte sich allerdings wenig, weshalb die Bevölkerung weiterhin von der Perlenzucht und vom Fischfang lebte.

Bereits 1514 beginnen die Handelsbeziehungen mit Europa, als die Portugiesen in Tuen Mun landeten, welches sich im heutigen Hongkong befindet. Die Ost-Indien Kompanie Großbritanniens erreichte Hongkong das erste Mal 1699. Ab da an wuchs der Handel so sehr, dass 1711 ein britischer Handelsstützpunkt errichtet wurde. Die Briten fingen an, mit Opium für chinesische Seide und Gewürze zu handeln, was die chinesische Regierung zu unterbinden versuchte. Es kam 1840 zum ersten Opiumkrieg, den die Qing-Dynastie Chinas 1842 verlor. Der Sieg der Briten führt dazu, dass China Hongkong Island abtritt und als britische Kronkolonie gilt. Von 1856-1858 wütete der zweite Opiumkrieg, den abermals die Briten gewannen und denen daraufhin 1860 Kowloon und Stonecutters Island überschrieben werden. Um die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser weiterhin zu gewährleisten, schließen die Chinesen und die Briten einen Pachtvertrag über die New Territories und die vorgelagerten Inseln für insgesamt 99 Jahre. Damit entwickelt sich Hongkong immer weiter zu einem wichtigen Handelszentrum.

Zu einem großen Flüchtlingsansturm aus China kommt es aufgrund von Unruhen und Kriegen zwischen 1911 und 1949, was einen rasanten Anstieg der Bevölkerung zur Folge hat.

Kurz nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im asiatischen Raum wurde Hongkong von Japan angegriffen. Die Truppen Hongkongs waren in deutlicher Unterzahl und mussten nach etwa zwei Wochen Kampf gegen die Japaner am 25. Dezember 1941 kapitulieren. Über drei Jahre lang war Hongkong unter japanischer Besetzung. Zurück blieb eine stark zerstörte Stadt, in der Armut herrschte. Nach der Kapitulation Japans im August 1945 kehrten die Briten schnell nach Hongkong zurück. 1946 nahm die koloniale Regierung bereits das Amt wieder auf.

Derweil brach in China 1945 ein Bürgerkrieg aus, der 1949 mit den Sieg der Kommunisten und der Gründung der Volksrepublik China endete. Folge war, dass unzählige Revolutionsgegner nach Hongkong flohen. Ebenfalls die ausländischen Firmen verlegten ihren Sitz von Shanghai nach Hongkong, was wieder zu einem wirtschaftlichen Aufschwung der Region führte und Waren in die ganze Welt exportiert wurden.

Boot im Hafen von Aberdeen

Seitdem ist Hongkong als einer der sogenannten Tigerstaaten bekannt.

In den 1980er Jahren steigt Hongkong nun auch zum Finanzzentrum auf und gehört zu den zehn wichtigsten der Welt. 1984 unterzeichnen China und Großbritannien die Sino-British Joint Declaration, in der die Zukunft Hongkongs festgelegt wird. Auf dieser Erklärung basierend wird Hongkong am 1. Juli 1997 Sonderverwaltungsregion (SAR) Chinas. „Ein Land, zwei Systeme“ heißt das Prinzip, nach dem Hongkong von China regiert wird. Darunter behält Hongkong für mindestens 50 Jahre sein Wirtschafts- und Sozialsystem und bleibt damit auch in Sachen Meinungsfreiheit, Handel und Recht weitestgehend unabhängig.

Erster Regierungschef der Sonderverwaltungszone war bis 2005 Tung Chee-hwa, danach folgte bis 2012 Donald Tsang. Seit Juli 2012 hält Leung Chun-ying die Regierungsgeschäfte in der Hand.

Noch heute ist Honkong ein international wichtiges Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum

Hongkongs Bevölkerung

In der Sonderverwaltungszone leben über sieben Millionen Einwohner, wovon ca. 94% Chinesen sind. Die restlichen sechs Prozent verteilen sich auf Zugewanderte aus anderen asiatischen Ländern wie Indonesien oder die Philippinen und einige wenige aus Nordamerika oder Großbritannien.

Hongkongs Religionen

Lantau Island Po Lin Tempel

Die Bewohner Hongkongs gehören vor allem den buddhistischen und taoistischen Glauben als auch den Konfuzianismus an. Der größte Unterschied zwischen Buddhismus und Taoismus ist die Einstellung zum Leben. Während im Buddhismus das Streben zum Nirwana das Leben der Gläubigen bestimmt, wird im Taoismus das Ziel der endgültigen Verwandlung verfolgt. Im taoistischen Glauben stirbt die Seele nicht, sondern kann nach dem Tod weiter in der Welt der Unsterblichen reisen. Der Taoismus ist der traditionelle chinesische Glaube. Eine wichtige Bedeutung nimmt der Konfuzianismus ein, der die Systeme Chinas stark prägten. Die Lehren von Konfuzius beziehen sich auf Traditionen und das zwischenmenschliche Leben. Ziel ist es nach Konfuzius nicht, asketisch zu leben, sondern ein weltoffener Gelehrter zu sein, der die Lehre von Maß und Mitte befolgt. Der Besitz von Gütern und eine hohe berufliche Anstellung sind erlaubt, solange der Gläubige moralische Grundsätze, Sitten und Aufrichtigkeit praktiziert und bereit ist, seinen Besitz wegen dieser aufzugeben. Aufgrund der Kolonialisierung ist auch das Christentum mit etwa zehn Prozent relativ weit verbreitet, nur wenige Menschen folgen dem Islam, dem Judentum oder auch dem Hinduismus und Sikhismus.  

Hongkongs Sprachen

Etwa 88% der in Hongkong lebenden Chinesen sprechen Kantonesisch. Auch weitere Dialekte wie Mandarin oder Hakka werden gesprochen. Dank der langen Kolonialzeit und Hongkongs Bedeutung als internationales Handelszentrum, ist Englisch ebenfalls weit verbreitet. Auch Hinweisschilder, Anzeigen und Restaurantkarten sind zweisprachig beschreiben.

Währung/ Zahlungsmittel/ Umtausch in Hongkong

Die Währung Hongkongs ist der Hongkong-Dollar (HKD), der mit einem Wert von 7,8:1 fest an den US-Dollar gekoppelt ist, gegenüber dem Euro aber schwankt. Derzeit gibt es Banknoten in den Wertstufen 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 HK$. Silber- und Bronzemünzen gibt es in den Werten 10 Cent, 20 Cent, 50 Cent, 1 HK$, 2 HK$, 5 HK$ und 10 HK$.
In Restaurants, Hotels und den meisten Geschäften werden nahezu alle Kreditkarten akzeptiert. Ein Hinweisschild am Eingang zeigen üblicherweise die akzeptierten Kreditkarten. Reiseschecks können in den meisten Banken und Hotels getauscht werden. Bargeldabhebungen an Geldautomaten sind mit Kreditkarte nahezu überall möglich. An einigen HSBC Geldautomaten kann sogar rund um die Uhr Bargeld mit der Visa- oder MasterCard abgehoben werden. Auch mit der EC-Karte kann an gekennzeichneten Automaten (mit Maestro-Symbol) bequem Geld abgehoben werden.
Es kommt aber auch mitunter vor, dass mit unterschriebenen Rechnungen kopierte Kreditkarten gefälscht werden. Der sicherste Weg ist, mit der Kreditkarte Geld vom Automaten abzuheben, die Karte im Hotelsafe zu deponieren und dann bar zu bezahlen.

Stromversorgung in Hongkong

Die Stromspannung in Hongkong liegt bei 220 Volt 50 Hz, die Steckdosen entsprechen der britischen Norm, ein Adapter wird benötigt. In den größeren Hotels kann ein Adapter ausgeliehen werden oder in Geschäften günstig erworben werden.

Infrastruktur in Hongkong und regionale Flüge

Straßenschild in Hongkong

Durch die britische Kolonialherrschaft in Hongkong herrscht auch hier Linksverkehr. Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse, U-Bahn, Straßenbahn und Fähren haben ein dicht ausgebautes Netz, womit Sie einfach von einem Ort zum anderen gelangen.

Zudem sind Taxifahrten ebenfalls sehr günstig und sind wohl das bequemste Fortbewegungsmittel.

Bitte beachten Sie bei separat von Ihrem Langstreckenflug gebuchten Inlands- oder Regionalflügen (z.B. so genannte Billigflieger, Airpässe oder nur lokal operierende Fluggesellschaften), dass Sie nicht auf die Regelungen Ihres Langstreckentickets Bezug nehmen können. Oft haben lokale Fluggesellschaften deutlich kleinere Flugzeuge im Einsatz oder wegen der Flughafenstrukturen können keine Großraumflugzeuge eingesetzt werden. Auf vielen Inlandsstrecken zwischen Inseln oder zu kleinen Flughäfen haben Sie oft nur 10 kg Freigepäck inklusive. Auch haben Sie in solchen Fällen keine abgestimmten Beförderungsbedingungen zwischen den regionalen Fluggesellschaften und der Langstreckenfluggesellschaft. Außerdem operieren Regionalfluggesellschaften oft nicht von denselben, großen, internationalen Flughäfen oder Terminals, so dass für Umsteigeverbindungen deutlich größere Umsteigezeiten gewählt oder zusätzliche Zwischenübernachtungen geplant werden müssen.
Wir empfehlen stets so viele Flüge wie möglich mit renommierten Fluggesellschaften in Anspruch zu nehmen und wenn möglich alle geflogenen Strecken in das Langstreckenticket aufzunehmen, um die größtmögliche Beförderungs- und Umsteigegarantie zu erreichen und Unannehmlichkeiten wie z.B. Freigepäckreduzierungen zu vermeiden.

Sicherheit/ Reise mit Kindern in Hongkong

Hongkong gilt im internationalen Vergleich als sichere Stadt, da es nur eine sehr niedrige Verbrechensrate gibt. Sogar abends kann man sich ohne Bedenken auch allein in der Stadt fortbewegen. Im Nachtleben sollte aber auch in Hongkong Vorsicht walten, da es auch hier zur Betäubung mit K.O.-Tropfen kommen kann. Zu beachten ist außerdem, dass der Besitz, Genuss oder Handel von Rauschgift und ähnlichem als Vergehen gilt und mit harten Strafen belegt wird.
Wer mit Kindern reist wird überrascht sein, wie viel Hongkong für die kleinen Gäste zu bieten hat. Diverse Parks, interessante Museen, Zoos und natürlich Disneyland lassen Kinderaugen strahlen.