Hongkongs Sehenswürdigkeiten

Hongkong ist nicht nur ein „duftender Hafen“, sondern auch eine Weltstadt der Gegensätze. Kaum irgendwo sonst konnte sich die chinesische und westliche Kultur besser zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenfügen, wie in der Metropole am Südchinesischen Meer. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte ist Hongkong eine der grünsten Metropolen Asiens, was wiederum an der bergigen Topographie des Gebietes liegt. Somit eröffnen sich dem Besucher ungeahnte Möglichkeiten, die Megacity zu erkunden. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zusammengefasst.

Ngong Ping Village

Lantau Island Big BuddhaLantau Island Po Lin KlosterAuf Lantau Island befinden sich gleich vier weitere Highlights Hongkongs – das Ngong Ping Village, der Wisdom Path, das Po Lin Kloster und der Big Buddha. Zuerst geht es mit der Ngong Ping Seilbahn in schwindelerregende Höhen. Von der Gondel aus kann Lantau Island von oben besichtigt werden, bevor das Ngong Ping Village, ein kulturelles, auf eineinhalb Hektar Fläche geschaffenes Dorf mit zahlreichen Geschäften und Restaurants erreicht wird. Von hier erreichen Sie innerhalb weniger Minuten zu Fuß den Wisdom Path, den Pfad der Weisheit. Hier sind 38 Holzsäulen mit Versen der Herz-Sutra beschriftet, was eine Art des chinesischen Gebets gleicht. Die Stelen bilden zusammen das Unendlichkeitszeichen.

Nur einen etwa fünfminütigen Spaziergang vom Dorf ist das Po Lin Kloster und die Big Buddha Statue entfernt. Über allem scheint die insgesamt 34 Meter hohe, auf einem Lotusthron sitzende Buddha Figur in die grüne Berglandschaft erbaut zu sein. Der Bau der Bronzestatue, die offiziell Tian Tan Buddha heißt, nahm insgesamt zwölf Jahre in Anspruch und blickt Richtung Festlandchina. Über 268 Stufen wird die Plattform erreicht, von der man eine schöne Aussicht hat. Um die freisitzende Statue befinden sich acht kleinere Abbilder Buddhas.

Direkt gegenüber befindet sich das Po Lin Kloster, eines der wohl bedeutendsten buddhistischen Stätte Hongkongs. Übersetzt bedeutet Po Lin kostbarer Lotus und diese Beschreibung passt ideal zu der friedlichen Anlage, die in einem Garten mit wundervoller Blütenpracht gelegen ist. Das Kloster wurde 1924 gegründet und besteht aus mehreren Hallen und Tempeln. Im Inneren des ersten Tempels sitzt beispielsweise ein lachender, dicker Buddha, während sich im Haupttempel drei Statuen des vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Buddhas befinden. Außerdem besteht die Anlage aus Meditationsräumen für die Nonnen und Mönche des Po Lin Klosters.

Victoria Peak

Hongkongs Hausberg, so wird der Victoria Peak liebevoll genannt, der über der Stadt thront und einen atemberaubenden Blick auf die Skyline Hongkongs eröffnet. Seit der britischen Kolonialzeit ist der Berg auf Hongkong Island die beliebteste Wohngegend für die Schönen und Reichen. Mehrere Aussichtspunkte, wie die Aussichtsterrasse auf dem The Peak Tower oder am Lion View Point Pavillon versprechen eine grandiose Aussicht. Wer sich bewegen möchte, kann auf dem etwa dreieinhalb Kilometer langen Wanderweg den Gipfel des Peaks umrunden. Verfeinern lässt sich der Besuch mit einer Fahrt mit der Peak Tram, einer historischen Drahtseilbahn, die während der Fahrt nach oben einmalige Ausblicke auf die Wolkenkratzer der Stadt zulässt – und das in einem 45 Grad Winkel.

Wer an der Geschichte der Bahn interessiert ist, schaut in der Peak Tram Historical Gallery vorbei, die sich am Fuße des Victoria Peaks befindet und die Geschichte der Entwicklung der Bahn erzählt. Die Peak Tram ist seit 1888 in Betrieb und wird auch heute, über 120 Jahre später, noch genutzt.

Man Mo Tempel

Der Komplex des von außen eher unscheinbaren Man Mo Temples, in dessen Nähe sich unzählige Kunst- und Antiquitätenhändler nieder gelassen haben, besteht aus drei Gebäuden und ist hauptsächlich den Gott der Literatur und den Gott des Krieges geweiht. Der Tempel wurde 1847 erbaut und ist damit einer der ältesten Tempel der Stadt. Man heißt übersetzt Zivil während Mo für Militär steht. So ist Man Choeng der Gott der Literatur, dessen Figur an der Schreibfeder in der Hand zu erkennen ist und  Mo Kwan Kung ist der Kriegsgott, der in vielen gesellschaftlichen Schichten als Beschützer angesehen wird. Schon zu Zeiten des kaiserlichen Chinas wurden diese beiden Götter von Studenten für eine erfolgreiche Prüfung angebetet. Heute kommen vor allem Eltern zum Frühlingsfest in diesen Tempel, um für den Erfolg ihrer Kinder in der Schule zu beten. Im Hauptraum des Taoistentempels hängen hunderte Raucherspiralen von der Decke hinab, die den Raum in einen angenehmen Duft hüllen. In der Mitte der Spiralen hängen auf kleinen Zetteln die Wünsche und Gebete der Gläubigen, die durch den Weihrauch zu den Göttern getragen werden sollen. Zu dem Komplex gehört auch der Lit Shing Kung Tempel. Dieser ist verschiedenen Göttern geweiht, vor allem aber Guanyin, der Göttin der Barmherzigkeit. Hier befinden sich viele Wahrsager, die einen die Zukunft voraussagen können.

Aberdeen

Chin Lin Kloster in Hongknog

Hongkong Avenue of Stars

Aberdeen

Dort wo Tradition und Moderne aufeinander treffen und Hochhäuser die Stadt auf dem Wasser umrahmen, dort befindet sich Aberdeen, der Ort auf Hongkong Island, wo das Leben in Hausbooten stattfindet. Schon in der Vergangenheit war Aberdeen eine wichtige Hafenstadt und der Umschlagplatz für Adlerholz, dem Grundstoff für Weihrauch. Hier liegt auch der Ursprung von Hongkong, das übersetzt „Weihrauchhafen“ bedeutet.

Aberdeen war Hemiat für Generationen der Tanka und Hoklo Clans, denen es verboten war, an Land zu leben. Deshalb wurden diese Menschen an Bord der Sampanboote und Dschunken geboren, heirateten auf diesen und starben sogar auf ihnen. Heute leben nur noch wenige der Tanka und Hoklos auf den Hausbooten. Aber nicht nur das Leben auf dem Wasser kann hier während einer Bootsfahrt intensiv beobachtet werden, auch die kulinarische Welt Aberdeens ist sehr verlockend. Denn hier befindet sich eines der größten schwimmenden Restaurants der Welt, in dem eine große Vielfalt an Meeresfrüchten und Fischgerichten offeriert wird.

Avenue of Stars

Der berühmte Hollywood Walk of Fame in Los Angeles/USA diente der Avenue of Stars in Kowloon als Vorbild. Direkt auf der Hafenpromenade am Victoria Harbour wurde im April 2004 die Avenue of Stars eröffnet und zollt heute mit Sternen den bedeutenden chinesischen Schauspielern alle Ehre. Ganz nach dem amerikanischen Vorbild sind ebenfalls die Handabdrücke der Stars verewigt. Flanieren Sie ganz entspannt über die wunderschön gestaltete Promendae mit Blick auf die Skyline Hongkongs. Einige Souvenirgeschäfte laden zum Bummeln ein, während die Skulpturen aus der Filmbranche tolle Fotomotive abgeben. Auch Abends, wenn die Sonne untergegangen ist, ist die Avenue of Stars einen Besuch wert. Denn dann verwandelt sich die Promenade dank Lichteffekten in eine beeindruckende Sternengalaxie.

Tempel der 10.000 Buddhas

Auf einen Hügel in den New Territories, der über eine steile Treppe erklommen werden kann, befindet sich der Tempel der 10.000 Buddhas, auch Fat Sze Kloster genannt. Die Klosteranlage wurde 1950 von einem Mönch aus Peking gegründet, der Bau der Anlage wurde 1957 beendet. Als der Mönch Yuet Kai wenige Jahre später verstarb, wurde der Leichnam von seinen Anhängern mit Gold überzogen und anschließend in der Tempelhalle aufgestellt. Seinen Namen verdankt der Tempel den etwa 13.000 kleinen Buddhastatuen, die an den Wänden des Baus aufgereiht sind. Zudem ist 10.000 die größte Zähleinheit in China und ist gleichbedeutend mit „unendlich viel“. Der gesamte Klosterkomplex besteht aus fünf Tempeln, vier Pavillons und einer neunstöckigen Pagode, von der aus sich ein wundervoller Blick über Sha Tin und das Tal eröffnet. Dabei bildet der Tempel der 10.000 Buddhas den Hauptteil der Anlage. Zudem stehen im Hof 18 Statuen, die die wichtigsten Schüler Buddhas darstellen. Wer sich stärken möchte ist in der Klosterküche gut aufgehoben. Hier wird günstiges vegetarisches Essen ausgegeben. Auch in diesem Tempel kann von Wahrsagern ein Blick in ihre die Zukunft geworfen werden.