Indien Informationen & Indien Reisetipps

Reisen zwischen Bollywood, Ayurveda und Religion

Buddha Statue des Likir Klosters in Uley Tokpo

Mumbai Gateway of India

Kathakali Tanzvorführung in Cochin

Der Subkontinent Indien ist nicht nur die zweitgrößte Nation des Planeten, sondern auch ein Mix aus vielen Kulturen und Religionen, begrenzt im Norden durch den Himalaya und im Süden durch die unendlichen Weiten des Indischen Ozeans. Indien, Subkontinent und so vielfältig, dass das Land auch nach unzähligen Reisen immer noch und immer wieder neue Geheimnisse preisgeben wird, worüber die nachfolgenden allgemeinen Informationen einen Überblick verschaffen sollen. Indien muss man entdecken, Indien ist Harmonie und Widerspruch in einem. Indien, das sind liebenswerte Menschen, alle Weltreligionen, grandiose Architektur, unbeschreibliche Naturschauspiele und bitterste Armut in einem. Indien ist ein Reiseland, das man mit Ruhe und Gelassenheit gewinnen muss, dann wird man seine Vielfalt und Vielschichtigkeit, seinen kulturellen, natürlichen und religiösen Reichtum erahnen und lieben. Indien ist ein Land das betören und süchtig machen kann.

Nordindien, das ist mehr als Rajasthan, mehr als das Taj Mahal und der Palast der Winde. Das sind auch die Bergregionen im Himalaya, der Sitz des Dalai Lama, das sind die Orte Rishikesh und Haridwar, an denen der Ganges den Himalaya verlässt und wegen seiner Reinheit dort diese beiden Orte zum Heiligsten für gläubige Hindus gemacht hat. Das Industal ist der Ursprung der ältesten Weltreligion und die Tempel von Khajuraho sind nicht nur Weltkulturerbe, sondern Abbild des Kamasutra von vor mehr als 1000 Jahren. Wer weiter nach Osten reist, der kommt in das spirituelle und mystische Varanasi und wen die Reise bis an die Grenze zu Bhutan oder noch weiter verschlägt, der wird sich von den einsamen Bergregionen des Sikkim, der Geburtsregion von Buddha inspirieren lassen oder in das Land des Tees, nach Darjeeling reisen. Nordindien, das sind Abenteuer, Berge und Kultur, alle Weltreligionen auf einem Fleck, das ist Erlebnis pur.

Südindien, das bedeutet für viele Goa, Aussteigeratmosphäre und Batikshirts. Für einige bedeutet es auch noch Kerala, die Region der Ayurveda Medizin und des Kanalsystems der Backwaters. Aber der Süden hat noch viel mehr zu bieten. In Südindien wurde der aus dem Industal im Norden stammende Hinduismus weiter entwickelt, hier finden sich heute noch immer die uralten Traditionen und Rituale, duftende Gewürzmärkte genauso wie endlose Kokosnusshaine. Südindien ist einerseits bekannt für seine farbenfrohen Tempelbauten mit den typisch aufragenden Türmen, den Gopurams,  und anderseits für geschichtsträchtige Städte, wie z.B. Cochin, wo der berühmte Seefahrer Vasco da Gama starb. Hier im Süden findet man außerdem riesige Nationalparks, in denen es noch immer Tiger und Elefanten gibt. Südindien, das ist der heiße Teil des Subkontinents mit seiner berühmten Chilliküche, mystischen Kathakali Tanzvorführungen und endlosen Stränden zum Genießen.

indiens Geographie

Indien ist nicht nur eines der kontrastreichsten Länder der Erde, sondern mit einer Fläche von 3,29 Millionen km², einer Nord-Süd-Ausdehnung von 3.214 Kilometern und einer Ost-West-Ausdehnung von 2.933 Kilometern auch der siebtgrößte Staat der Welt. Das Land ist in 29 Bundesstaaten und sieben Unionsterritorien gegliedert.
Indien liegt auf dem Indischen Subkontinent und grenzt im Norden an Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Myanmar und Bangladesch. Natürliche Grenzen bilden das Arabische Meer im Westen, der Golf von Bengalen im Osten und der Indische Ozean im Süden.

Das zweitbevölkerungsreichste Land kann in drei Landschaftszonen gegliedert werden. Im Norden befindet sich mit dem Himalaya das höchste Gebirge der Welt, das Indien von China, Nepal und Bhutan trennt. Idyllisch anmutende Täler wie das Kulu-Tal in Himachal Pradesh oder das Hochtal von Kashmir und einige der höchsten Berge der Welt zeichnen die Region Indiens aus, die für Trekkingtouren, Jeepreisen und tibetischen Einfluss bekannt ist. So befindet sich der dritthöchste Berg der Welt, der Kanchenjunga, der gleichzeitig mit ca. 8.528 Metern der höchste Berg Indiens ist, im Bundesstaat Sikkim, auf der Grenze zu Nepal. Der höchste, ganz in Indien gelegene Berg ist Nanda Devi mit ca. 7.822 Metern.

Unmittelbar an die Himalayaregion schließt sich die Nordindische Tiefebene an. Hier befinden sich die Tiefländer der Flüsse Ganges, Indus und Brahmaputra, die fruchtbares Schwemmland entstehen lassen. Dabei ist die Region um den heiligen Ganges am dichtesten besiedelt. Kein Wunder also, dass sich hier auch die wichtigsten Ziele für eine Reise befinden. Der stetig anwachsenden Bevölkerungszahl mussten immer mehr Pflanzen weichen, wodurch heute nur noch in den weniger dicht besiedelten Grenzgebieten in Nordostindien flächendeckende Wälder zu finden sind. Im Westen, im Bundesstaat Rajasthan, befindet sich die Wüste Thar, die bis nach Pakistan reicht. Östlich von Thar verläuft das Aravalligebirge und südlich der Wüste der Rann von Kachchh, eine Salzwüste, die während des Monsuns überflutet wird und einen Salzsumpf entstehen lässt. Dieses Gebiet befindet sich in Gujarat und grenzt im Norden direkt an Pakistan.

Das Vindhya- und das Satpuragebirge grenzen Südindien von der Gangesebene im Norden ab. Das Hochland von Dekkan wird im Westen von den Westghats, die eine Höhe von bis zu 2.600 Meter erreichen und im Osten von den bis zu 1.600 Meter Höhe erreichenden Ostghats begrenzt. West- und Ostghats treffen dann im Süden am Kap Komorin aufeinander, die Westghats fallen dann zur Konkan- und Malabarküste am Arabischen Meer ab. Der Süden ist sehr fruchtbar und wird von mehreren Flüssen mit Wasser versorgt. Die Flüsse Narmada und Tabti fließen ins Arabische Meer und die Ströme Mahandi, Godawari, Krishna und Kauveri münden in den Golf von Bengalen. Im Süden des Landes befinden sich auch die bekannten Badeorte Mahabalipuram, Mararikulam, Kovalam und Goa, die, je nach persönlichen Interessen, Ruhe und Abwechslung bieten.

Zu Indien gehören auch drei Inselgruppen: die Lakkadiven westlich von Indien sowie die Andamanen und Nikobaren östlich Indiens.

Karte Indien



























Strand von Goa
 

Landschaft der Himalayaregion

indiens Geschichte

Die bewegte Geschichte Indiens reicht weit in die Vergangenheit zurück. Diese Übersicht beginnt mit der Entstehung eines Systems für Indien, das noch heute eine große Bedeutung hat – das Kastensystem. Es begann etwa um 1.500 v. Chr., als die Arier, die damals schon stark gesellschaftlich gegliedert waren, das fruchtbare Industal besiedelten. Die Bevölkerung wurde in vier Schichten eingeteilt. An erster Stelle stehen sich zwei Kasten gegenüber: die Brahmanen (Priester) und die Kshatriyas (Krieger und Adlige), darunter folgten die Vaishyas, der Großteil der Bevölkerung mit Viehzüchtern, Bauern und Händlern. Die unterste Klasse bilden die Shudras, die die schwersten Feldarbeiten ausübten und Handwerker und Tagelöhner waren. Die Shudras gelten als minderwertiges Volk, da sie nicht arischer Abstammung sind. Hinweise deuten darauf hin, dass es sich um die Ureinwohner Indiens handelte.

Das 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. waren Jahrhunderte des Umbruchs und der religiösen Weiterentwicklung. Der Jainismus und der Buddhismus entstanden.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. gelang es dem Herrscher Ashoka, dessen Grundsätze auf dem Buddhismus basierten, ein großindisches Reich zu gründen. Unter seiner Herrschaft standen Bewohner mit verschiedenen regionalen Kulturen, Glaubensrichtungen und unterschiedlicher Kasten- und Stammeszugehörigkeit. Um in diesem Gebilde ein harmonisches Miteinander zu schaffen, forderte er von jedem einzelnen Toleranz dem anderen gegenüber.

Das bis heute einflussreichste hinduistische Reich ist das Chola Imperium, dessen Blütezeit vom 9. bis zum 13. Jahrhundert reicht. Im 11. Jahrhundert begannen die Plünderungszüge der afghanischen Muslime. Diese wurden von Mahmud von Ghazna angeführt und errungen den Sieg über die Rajputen-Könige. Im 13. Und 14. Jahrhundert wurde ihr politisches System immer weiter etabliert, sodass in den darauffolgenden Jahrhunderten auch der Süden unter die Herrschaft der Muslime gebracht wurde und das von 1336-1565 existierende Hindureich Vijayanagar besiegte.

Bild der indischen Mythologie

das Taj Mahal in Agra

Zahiruddin Mohammed Babur aus dem heutigen Usbekistan vertrieb im 16. Jahrhundert den Herrscher Ibrahim Lodi aus Delhi und gründete das Mogul-Reich. Seinem Enkel Akbar gelang es, das Reich während seiner Regierungszeit von 1556 bis 1605 auf dem Subkontinent zu stabilisieren. Akbar richtete auch die Kaste der Adligen ein (mansabdari), die aus den Herrschern aus Persien, Zentralasien, den islamischen und hinduistischen Landbesitzern, als auch den Rajputen bestand. Unter ihm wurde das Mogul-Reich zum reichsten Staat der damaligen Welt. Auch er zeigte sich tolerant anderen Religionen und Kulturen gegenüber. Die Stabilität des Reiches wirkte sich auch positiv auf die Wirtschaft aus, die im 17. und 18. Jahrhundert durchaus als fortschrittlich gesehen werden konnte.

Unter dem Herrscher Aurangzeb zerbrach das Reich der Moguln, während im Süden das Reich der Maharaten unter Shivaji entstand, das letzte Großreich Indiens vor der Kolonialisierung.

Anfang des 18. Jahrhunderts begann Europa mit Indien Handel zu betreiben. Daraus entstanden mehrere Handelsgesellschaften, die bedeutendste war aber die Ostindienkompanie der Briten. Da ihre Handelsgeschäfte auch immer mehr ins Landesinnere ausbreitete, wuchs ihre wirtschaftliche, aber auch politische Macht, die bereits Ende des 18. Jahrhunderts in den Händen der Briten lag, auch wenn die Franzosen und Holländer anfangs die wirtschaftlichen und politischen Einflüsse vorantrieben. Unter der Kolonialherrschaft brachen die einheimischen Industrien immer mehr zusammen, in Folge dessen starben rund 40 Millionen Menschen an Hunger. Positive Überbleibsel der britischen Herrschaft sind Straßen und Eisenbahnlinien, die damals zum Abtransport der Rohstoffe genutzt wurden. Auch die Einführung der Schulpflicht und wissenschaftliche Erkenntnisse können den Briten positiv zugeteilt werden. Aus dieser indischen Bildungsschicht heraus wurden Stimmen gegen eine Fremdherrschaft immer lauter. Es bildeten sich mehrere Organisationen gegen die Fremdherrschaft, die sich 1885 zum Indischen Nationalkongress zusammenschlossen. Aus der indischen Unabhängigkeitsbewegung trat immer mehr ein Mann in den Vordergrund, der noch heute als „Vater der indischen Nation“ verehrt wird – Mahatma Gandhi. Sein Widerstand folgte dem Prinzip der Gewaltlosigkeit, satyagraha, was übersetzt so viel bedeutet wie Macht der Wahrheit. Er vereinte die Armen und Reichen, die sich gemeinsam gegen die britische Herrschaft auflehnten, ohne Gewalt anzuwenden. Gandhi gewann mit seiner Widerstandsbewegung immer mehr Anhänger und führte am 15. August 1947 zur Unabhängigkeit Indiens.

Mit der Unabhängigkeit wurde aber auch der Subkontinent geteilt. Neben Indien entstand der islamische Staat Pakistan, zu dem auch das heutige Bangladesch gehörte. Die neue Grenzregion Kashmir war von beiden Seiten hart umkämpft, Mahatma Gandhi versuchte bis zu seinem Tod die Teilung zu verhindern. 1948 wurde Gandhi von einem Hindufanatiker ermordet.

Von 1947 bis 1964 regierte unter dem Premierminister Nehru die Kongresspartei, Oppositionen hatten kaum eine Chance, sich politisch zu etablieren. 1966 wurde Nehrus Tochter, Indira Gandhi, Premierministerin Indiens und machte sich die wirtschaftlichen und sozialen Probleme, unter der das Land unter der Herrschaft ihres Vaters weiter litt, zugute. Mit einer radikaleren Regierungsweise schaffte sie es, nicht nur den Hunger zu besiegen, sondern auch Überschüsse zu erwirtschaften und die Industrie zur wichtigsten Säule des Landes zu machen. Den Unmut der Bevölkerung über Indira Gandhi, die 1975 die Verfassung außer Kraft setzte und unter Notstandsgesetzen weiter regierte, bekam Sie bei den nächsten Wahlen zu spüren, als die Opposition die Macht gewann. Aber bereits 1980 wurde Indira Gandhi mit bedeutender Mehrheit wiedergewählt. Als sie 1984 den Sturm auf den Goldenen Tempel in Amritsar befahl, in dem sich militante Sikh-Separatisten verschanzten, musste Indira dafür mit ihrem Leben bezahlen. Sie wurde von ihren eigenen Leibwächter, ebenfalls ein Sikh, umgebracht. Ihr Sohn Rajiv übernahm die Geschäfte, wurde aber 1991 ebenfalls Opfer eines Anschlags. Unter seinem Nachfolger P. V. Narasimha Rao und dem Finanzminister Manmohan Singh, der 2004 Premierminister wird, beginnt der wirtschaftliche Aufschwung Indiens.

indiens Bevölkerung

Laut Volkszählung (Stand 2011) leben etwa 1,2 Milliarden Menschen in Indien, allein in der Hauptstadt Indiens, Neu-Delhi und dem gesamten National Capital Territory of Delhi leben ca. 13 Millionen Menschen, in Mumbai, der größten indischen Stadt, sogar über 20 Millionen.

Indien ist ein Vielvölkerstaat, in dem es nicht nur Unterscheide zu Nord- und Südindien gibt, viele weitere kleine Völkergruppen haben sich in der Vergangenheit angesiedelt. Die Nordinder sind von indoarischer, die Südinder von dravidischer Abstammung. Vor allem in der Himalayaregion sowie in Nordost- und Ostindien sind Tibeto-Birmanen, Mon-Khmer- und Munda-Völker beheimatet. Gerade einmal 8,6 Prozent der Bevölkerung gehören noch zu den indigenen Stämmen, die sich Adivasi nennen. Da sich die Adivasi in verschiedenen Regionen niedergelassen haben, bestehen auch innerhalb dieser Stammesbevölkerung große ethnische Unterschiede. Viele der Stämme leben abgeschottet vom restlichen Indien und leben so noch heute nach ihren alten Gebräuchen. Der Glaube an die Sonnen- und Mondgötter, Tieropferungen und Kopfjäger gehören noch zum Alltag. So sind die Ureinwohner Indiens hauptsächlich im Nordosten, aber auch in ostindischen und zentralindischen Bundesstaaten zu finden. Nagaland, Meghalaya, Arunachal Pradesh, Orissa, Sikkim und Madhya Pradesh sind nur einige dieser Bundesstaaten.

Insgesamt sind von der Regierung über 600 Stämme anerkannt. Zudem leben etwa 100.000 Exiltibeter im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh. In Dharamsala leben nicht nur aus Tibet geflüchtete Mönche, sondern auch der Dalai Lama.

indisches Kind beim Tragen eines Sackes auf dem Kopf

indiens Religionen

Die Vielfalt der Religionen in Indien ist immens, kaum ein anderer Staat bietet ein solches multireligiöses Spektrum. Nahezu alle Inder gehören einen Glauben an, aber sie sind nicht nur einfach Gläubig, sondern leben die Religion ganz intensiv, was in den zahlrechen Tempeln des Landes beobachtet werden kann. Über 80% der Gesamtbevölkerung gehören dem Hinduismus an. Ca. 13% der Inder sind Muslime, die Christen machen etwa 2,3% der Bevölkerung aus. Weitere Religionen sind der Sikhismus (ca. 1,9%), der Buddhismus (ca. 0,8%) und der Jainismus (etwa 0,5%). Mit gerade einmal 60.000 Anhängern sind die Parsen die kleinste Religionsgemeinschaft des Landes.

Vishnu Statue

indiens Sprachen

Es werden im gesamten Land über 100 unterschiedliche Sprachen gesprochen. Über 50% der Bevölkerung spricht Hindi und auch Englisch wird von den meisten gut verstanden und gesprochen. Beide Sprachen sind überregionale Amtssprachen und Englisch wird zusätzlich als Verwaltungs-, Unterrichts- und Wirtschaftssprache genutzt. 21 weitere Sprachen sind anerkannt.

Währung/ Zahlungsmittel/ Umtausch in  indien

Die Landeswährung Indiens ist die Rupie, welche jeweils 100 Paisa entspricht. Es gibt Münzen im Wert von 10, 25, und 50 Paisa und außerdem 1, 2 und 5 Rupien. Scheine sind im Wert von 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Rupien im Umlauf. Man darf indisches Geld weder Ein-, noch Ausführen. Kreditkarten werden von Hotels, Autovermietungen und in touristischen Gebieten sowie größeren Städten weitestgehend akzeptiert. In Großstädten sind Geldautomaten vorhanden bei denen man mit Kreditkarte und teilweise auch EC-Karte Geld abheben kann. Bei Reisen in abgelegene, ländliche oder bergige Regionen empfiehlt sich Bargeld. Getauscht wird in Banken und autorisierten Wechselstuben. Euro sind willkommen.

Stromversorgung in indien

Die Stromspannung in Indien beträgt 220 Volt 50 Hz, in einigen Gebieten gibt es auch Gleichstrom. Es muss mit Spannungsschwankungen und Stromausfällen gerechnet werden. Da die Steckdosenformen variieren ist es ratsam, einen Multi-Reiseadapter im Gepäck zu haben.

Infrastruktur in indien und regionale Flüge

Toy Train in Darjeeling

Das Reisen innerhalb Indiens findet hauptsächlich mit Flügen, Bahnverkehr und auch Bussen statt. Indien besitzt mehrere Flughäfen, die international angeflogen werden. Dazu gehören Delhi, Mumbai, Kolkata, Chennai und Trivandrum, aber auch Amritsar, Bangalore, Ahmedabad und Goa. Hinzu kommen etliche Flughäfen, die über Inlandsflüge erreicht werden.

Indien besitzt das zweitgrößte Bahnverkehrsnetz der Welt, weshalb das Zugfahren hier eine einmalige Erfahrung ist. Mehr als 7000 Bahnhöfe werden teilweise noch von alten Dampflokomotiven angefahren und zwischen den größeren Städten verkehren Expresszüge. Bei der Planung von Zugreisen in Indien muss beachtet werden, dass es wegen starker Nebelperioden und anderen, nicht vorhersehbaren Umständen zu großen Zugverspätungen oder Ausfällen kommen kann. Mehrere Zugfahrten oder sich anschließende Flüge sollten deshalb nicht zu kurz hintereinander geplant werden.

In vielen Regionen, darunter Delhi und Mumbai, gibt es inzwischen zahlreiche Taxiunternehmen, die von Frauen geführt werden und wo auch Frauen am Steuer sitzen, um weibliche Fahrgäste von A nach B zu befördern. Nährere Informationen inklusive der Kontaktdetails finden Sie hier.

Auch ein flächendeckendes Busnetzwerk verbindet Orte in ganz Indien miteinander. Weiterhin kann man innerhalb der Städte auch mit Taxis und Auto-Rikschas fahren oder einen Chauffeurservice nutzen.

Bitte beachten Sie bei separat von Ihrem Langstreckenflug gebuchten Inlands- oder Regionalflügen (z.B. so genannte Billigflieger, Airpässe oder nur lokal operierende Fluggesellschaften), dass Sie nicht auf die Regelungen Ihres Langstreckentickets Bezug nehmen können. Oft haben lokale Fluggesellschaften deutlich kleinere Flugzeuge im Einsatz oder wegen der Flughafenstrukturen können keine Großraumflugzeuge eingesetzt werden. Auf vielen Inlandsstrecken zwischen Inseln oder zu kleinen Flughäfen haben Sie oft nur 10 kg Freigepäck inklusive. Auch haben Sie in solchen Fällen keine abgestimmten Beförderungsbedingungen zwischen den regionalen Fluggesellschaften und der Langstreckenfluggesellschaft. Außerdem operieren Regionalfluggesellschaften oft nicht von denselben, großen, internationalen Flughäfen oder Terminals, so dass für Umsteigeverbindungen deutlich größere Umsteigezeiten gewählt oder zusätzliche Zwischenübernachtungen geplant werden müssen.
Wir empfehlen stets so viele Flüge wie möglich mit renommierten Fluggesellschaften in Anspruch zu nehmen und wenn möglich alle geflogenen Strecken in das Langstreckenticket aufzunehmen, um die größtmögliche Beförderungs- und Umsteigegarantie zu erreichen und Unannehmlichkeiten wie z.B. Freigepäckreduzierungen zu vermeiden.

Sicherheit/ Reise mit Kindern in indien

Die Sicherheitslage in Indien bleibt angespannt. In den letzten sechs Monaten ist zwar eine gewisse Beruhigung festzustellen, nichts desto trotz wird weiterhin generell zu erhöhter Wachsamkeit geraten, besonders beim Besuch von Märkten, öffentlichen Plätzen und großen Menschenansammlungen sowie Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen.
Das allgemeine kriminelle Risiko für Ausländer in den touristisch stärker erschlossenen Gegenden Indiens ist eher gering. Reisende, insbesondere Frauen, sollten jedoch auch dort stets Vorsicht walten lassen.
Inder sind grundsätzlich neugierig und kinderlieb, weshalb man damit rechnen muss, angesprochen zu werden. Das Reisen mit Kindern kann für diese sehr anstrengend sein und man sollte darauf achten, die Kinder zu beschäftigen und die allgemeinen Verhaltensregeln einzuhalten.