Der wilde Westen Indiens – auf den Spuren der letzten Löwen

Unterwegs durch Gujarat bis zum Gir Nationalpark

Der wilde Westen Indiens – auf den Spuren der letzten Löwen

Produktcode: AMDR5001
Dauer: 15 Tage / 14 Nächte
p.P. schon ab 0,-€

Gujarat ist nicht nur der westlichste Bundesstaat Indiens, hat die längste Küstenlinie entlang des arabischen Meeres, sondern ist auch die Heimat der letzten Löwen des Subkontinents. Gujarat zählt zu den unvergleichlichen Geheimtipps in Indien. Wer nach Gujarat reist hat meist schon viel vom Land gesehen und ist auf der Suche nach dem etwas anderen Indien - was man hier auch mit Sicherheit findet. Doch auch wenn es Ihre erste Indien Reise ist verzaubert Gujarat mit unbändiger Naturschönheit, artenreichen Tierwelten, herzlicher Gastlichkeit, gigantischen Kulturgütern, architektonischen Meisterleistungen und faszinierender Geschichte. Hier können Sie fernab des Touristenrummels Rajasthans ein unvergleichliches, authentisches Indienerlebnis genießen.

Der feine Unterschied

  • Ahmedabad – eine Stadt voller Geschichte erleben
  • Besuch des Gandhi Ashrams, Calico Museum, Adalaj Vav, Hatheesing Temple, …
  • Velavadar Blackbuck National Park
  • Diu Fort – koloniales Erbe bestaunen
  • im Gir Nationalpark den Löwen auf der Fährte
  • die Oldtimersammlung des Maharadschas
  • Safari durch die Salzsümpfe des Little Rann of Kutch
  • UNESCO Weltkulturerbe Brunnen Rani ki Vav
  • Sonnuntergang am Mount Abu
  • Udaipur – das Venedig des Ostens

Detailbeschreibung

Tag
1

Ankunft Ahmedabad

Nach der Ankunft am internationalen Flughafen Ahmedabads werden Sie bereits am Ausgang von Ihrem Fahrer erwartet. Dieser wird Sie nach einer herzlichen Begrüßung in Ihr Hotel bringen. Der restliche Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Erholen Sie sich ganz entspannt im Hotel oder nutzen Sie die Gelegenheit erst Eindrücke von Indischen Subkontinent zu sammeln.

Tag
2

Ahmedabad

Ahmedabad wurde im 16. Jahrhundert als eine der schönsten Städte Indiens bezeichnet, allerdings sind diese Zeiten in der von der Textilindustrie geprägten Stadt längst Vergangenheit. Doch auch wenn die Stadt vielleicht nicht mehr als die schönste des Landes gilt, hat sie dennoch ihren Reiz nicht verloren, denn kulturhistorische Schmuckstücke gibt es hier in Hülle und Fülle.  Nach dem Frühstück geht es los zum historischen Rundgang durch die Stadt. Die Tour führt Sie von der beeindruckenden Swaminarayan Tempelanlage in Kalupur vorbei an prächtigen Havelis, geschäftigen Handwerkerstätten, den verschiedensten Jain- und Hindutempeln bis zur Jumma Masjid Moschee. Havelis sind meist herrschaftliche Stadthäuser, die zu Zeiten der Maharradschas entsanden und auf eine spannende Geschichte zurückblicken können. Prächtige Holzschnitzereien, Steinskulpturen, verspielte Erker zieren die Fassaden und Zeugen vom damaligen Reichtum ihrer Erbauer. Besonders schöne Beispiele sind der Doshiwada ni Pol, Zaveri Vad, Chaumukhji ni Pol sowie der Harkunvar Shethani ni Haveli die natürlich auf Ihrem Weg liegen. Über die historische Fernandez Brücke geht es zum Manek Chowk Markt. Hier erwartet Sie ein wahres Fest für die Sinne. Sie tauchen ein in das bunte Markttreiben, erleben wie Händler und Käufer um die besten Preise feilschen, die verschiedensten Gewürze ihren Duft versprühen und schmackhafte kulinarische Köstlichkeiten frisch zubereitet werden. Wer möchte kann natürlich auch das eine oder andere traditionelle Gericht probieren. Auch besichtigen Sie das Calico Textilmuseum (montags geschlossen) - ein Muss in einer Stadt, die so von diesem Industriezweig geprägt ist. Das 1949 erbaute Museum zeigt einige herausragende moderne und antike Ausstellungstücke, wie Teppiche, farbenfrohe Saris oder Gewänder der Maharajas, aber auch alte Webmaschinen oder eine Sammlung beeindruckender Mogul-Zelte. Anschließend geht es nach Adalaj. Die Stadt liegt etwa 19 km nördlich von Ahmedabad und wurde 1499 von der Königin Rudabai erbaut, um passierenden Reisenden einen kühlen und angenehmen Zufluchtsort vor der Sommerhitze zu bieten. Highlight ist der fünf Geschosse tiefe Adalaj Stufenbrunnen mit Steinsäulen und Bogengängen, in die dekorative, teils erotische Motive sowie filigrane Muster gemeißelt sind. Nach diesem kurzen Abstecher geht es wieder zurück in die Stadt zur Sidi Sayed Moschee. Sie wurde 1573 erbaut und ist eine der berühmtesten Moscheen von Ahmedabad. Sie wird noch vollständig genutzt und verfügt über prächtige Zeugnisse der islamischen Kunst, zwei kunstvoll gearbeitete Jali Fenster. Weitere Besichtigungspunkte sind der Hatheesing Tempel, das Mausoleum von Ahmed Shah I, sowie die Minarette von Sidi Bashir und der imposante Stufenbrunnen Dada Harini Vav.  Zum krönenden Abschluss des Tages geht es zum Gandhi Ashram, der auch unter dem Namen „Harijan Ashram“ oder „Sabarmati Ashram“ bekannt ist. Der wunderschöne Aschram-Komplex mit seinen schattigen Bäumen, die von tausenden Sittichen, Treibern, Sonnenvögeln und Eichhörnchen bevölkert werden, bietet Zuflucht vor den lauten Straßen der Stadt. Einst war der 1915 gegründete Ashram Gandhis Hauptquartier während des langen Kampfes für die indische Unabhängigkeit. Noch heute werden hier Kunsthandwerk, Büttenpapier und Spinnräder angefertigt. Übernachtung in Ahmedabad. (F)

Tag
3

Ahmedabad – Nalsarovar Vogelreservat – Lothal - Velavadar

Fahrstrecke: ca. 180 km
Heute heißt es früh aufstehen, denn nach eine zeitigen Frühstück geht es auch schon direkt zum ca. 50 km entfernten Nalsarovar Vogelschutzgebiet. Jedes Jahr zwischen November und Februar sammeln sich hier unzählige Vogelarten um hier zu überwintern und das reichhaltige Angebot an Wasser und Fisch zu genießen. Rund 210 verschiedene Vogelarten sind in dem 1969 zum Vogelschutzgebiet erklärten Feuchtgebiet anzutreffen. Neben Pelikanen, Flamingos, Störchen, Rostgänsen und vielen weiteren Vogelarten sind auch Wildesel Herden sowie Hirschziegenantilopen hier beheimatet. Nach dem Abstecher ins Reich der Vögel geht es weiter nach Lothal, eine wichtige Stadt der antiken Indus-Kultur. Die Stadt wurde bereits im 24. Jahrhundert v. Chr. errichtet und ist somit Indiens wichtigste archäologische Stätte mit Relikten aus der Harappan Kultur. Nur erahnen kann man hier welch blühende Stadt Lothal einst gewesen sein muss. Denn der Handel mit Perlen, Edelsteinen und kunstvollen Schmuckstücken von Afrika bis nach Westasien hatte Lothal erblühen lassen. Weiter geht es nach Velavadar in den gleichnamigen Nationalpark. Der Park umfasst eine Fläche von knapp 35 km² und ist hauptsächlich von flachem, offenem Grasland geprägt. Er wird auch als „Blackbuck-Nationalpark" bezeichnet - Blackbuck ist das englische Wort für eine Hirschziegenantilope - zu deren Schutz er hauptsächlich gegründet wurde. Neben dieser Antilopenart, die man hier in Heerscharen antreffen kann, gibt es auch noch die seltenen indischen Wölfe, die man am Tag allerdings eher selten sieht sowie Wildschweine, verschiedene Katzenarten und Schakale. Nach der Ankunft in Velavadar steht Ihnen der restliche Tag zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel in Velavadar. (F)

Tag
4

Velavadar - Diu

Fahrstrecke: ca. 250 km
Ein Hauch von Afrika – erleben Sie heute in den frühen Morgenstunden. Denn das ist die beste Zeit um auf Pirsch in den Velavadar Nationalpark zu gehen. Mit dem Jeep geht es durch die Savannen Indiens, wo Ihnen sicher neben den stolzen Hirschziegenantilopen auch noch der eine oder andere Vogel den Weg kreuzt und weitere Tier den Blick anziehen. Zurück im Hotel erwartet Sie bereit das Frühstück, bei dem Sie sich für restlichen Tag stärken können. Anschließend führt Sie die Reise weiter nach Diu, einer verschlafenen, portugiesisch geprägten Küstenstadt. Das Stadtbild ist geprägt von Palmen, Kirchen und charmanten Landvillen – die mediterrane Atmosphäre lässt sich hier nicht verleugnen. In Diu angekommen besuchen Sie die größte Kirche der Stadt, die St. Pauls Kirche, die mit ihrer strahlend weißen Fassade schon von der Zeit der portugiesischen Besatzer zeugt. Sie wurde im gotischen Stil im Jahr 1610 erbaut und ist ein imposantes Beispiel der damaligen Handwerkskunst. Ein Bollwerk aus dickem Stein und auf drei Seiten umringt vom Meer ist das Diu Fort. Das im Jahr 1535 errichtete Fort wurde von den Portugiesen und dem Sultan von Gujarat erbaut um die Halbinsel Diu vor dem Mughal Herrscher Humayun zu schützen. Sie besichtigen die mächtige Wehranlage und genießen von dort den herrlichen Blick über das Meer und die Stadt. Übernachtung in Diu. (F)

Tag
5

Diu - Somnath - Sasangir

Fahrstrecke: ca. 250 km
Nach dem Frühstück verlassen Sie die charmante kleine Stadt Diu wieder, um Ihre Gujarat Rundreise in Richtung Sasangir fortzusetzten. Zwischendurch legen Sie einen Stopp am Somnath Tempel ein. Dieser liegt in Prabhas Patan an der Westküste des Bundesstaates, mit einem traumhaften Blick auf das Meer. Somnath bedeutet übersetzt so viel wie „Schützer des Mondgottes“. Die Pilgerstätte gilt als der erste Jyotirlinga Tempel der insgesamt 12 heiligsten Tempel der Shiva-Tempel Indiens. Im Laufe der Zeit wurde der Tempel sechs Mal zerstört und jedes Mal noch prunkvoller wieder errichtet. So soll der erste Bau sogar noch vor Christi Geburt entstanden sein. Reißen Sie sich vom Zauber des rötlichen Sandsteintempels los und freuen Sie sich bereits auf das nächste Ziel. Denn es geht weiter nach Sasangir, der Heimat der letzten indischen Löwen. Im Gir Nationalpark hat sich der Bestand der imposanten Raubkatzen über die vergangen Jahre erholt und so leben in dem rund 258 km² großen Gebiet heute wieder rund 400 Exemplare. Nach der Ankunft steht Ihnen der restliche Tag zur freien Verfügung. So können Sie auf eigene Faust die Umgebung erkunden oder bei einem kühlen Getränk im Hotel einfach ganz entspannt den Tag ausklingen lassen. (F)

Tag
6-7

Sasangir

Wer hätte das gedacht, dass es in Indien noch Löwen gibt. Doch das unglaubliche ist wahr! Doch für die großen Raubkatzen mit der zotteligen Mähne sah es nicht immer so rosig aus, denn zur Zeit der Maharadschas waren Sie eine beliebte Jagdtrophäe und wurden erbarmungslos gejagt. So hatte sich im Jahr 1913 der Bestand auf etwa 20 Löwen verringert. Erst als im Jahr 1960 die Jagd auf Löwen verboten wurde, konnte sich deren Bestand langsam wieder erholen. Heute und morgen brechen Sie in den frühen Morgenstunden auf in das Herz des Schutzgebietes um mit etwas Glück eine der anmutigen Tiere in freier Wildbahn zu erhaschen. Die Chance dafür steht auch gar nicht schlecht denn mittlerweile leben wieder ca. 400 Löwen im Gir Nationalpark und dem dazugehörigen Schutzgebiet. Mit dem Jeep fahren Sie durch die sanfte Hügellandschaft des Parks, das von Mischwäldern und Graslandschaften geprägt ist die einen leicht an die Savanne Afrikas erinnern. Neben Löwen fühlen sich hier auch verschiedene Hirscharten, Antilopen, Wildschweine, Languren um nur einige Tierarten zu nennen auch wohl und können mit etwas Glück im Dickicht erspäht werden. Anschließend kehren Sie zurück ins Hotel wo Sie sich beim Frühstück stärken können. Gegen Abend brechen Sie dann erneut zur Wildtiersafari in den Gir Nationalpark auf. Übernachtung in Sasangir. (F/M/A)

Tag
8

Sasangir - Junagadh - Gondal

Fahrstrecke: ca. 125 km
Heute heißt es zwar Abschied nehmen von der idyllischen Landschaft Sasangirs, doch Sie können sich bereits auf ein Tag voll spannender Höhepunkte erfreuen. Erstes Tagesziel ist die Stadt Jonagadh am Fuße der Girnar-Berge. Sie besuchen das Upperkot Fort, auch bekannt als Upper Fort. Es wurde 319 v Chr. von Chandragupta Maurya erbaut und immer wieder von seinen zahlreichen Bewohnern erweitert und verändert. Das Fort thront am Rande einer Bergkuppe und seine dicken Schutzmauern wurden teils direkt in den Felsen geschlagen. Bestaunen Sie hier nicht nur die faszinierende Bauweise der Anlage sondern genießen Sie auch von den Festungsmauern einen faszinierenden Blick über die Stadt und die Umgebung. Weiter geht es zu den Felsinschriften des indischen Herrschers Ashoka. Er war der dritte Monarch der Maurya Dynastie und regierte um 269 nach Christus. Bei den Inschriften handelt es sich um sogenannte Edikte, die neben praktischen Instruktionen wie beispielsweise Anleitungen zur Bewässerung auch moralische Umgangsformen für ein friedliches Miteinander abhandeln. Anschließend besuchen Sie den Mahabt Maqbara Palast. Dabei handelt es sich nicht wie man vermuten würde um einen Palast, sondern um ein Mausoleum von Bahaduddinbhai Hasinbhai. Die Architektur des Mausoleums scheint gar der Märchenwelt eines Walt Disney Film entsprungen zu sein. Kleine verschlungene Türmchen, kugelrunde Kuppeln und eine üppig verzierte Fassade ziehen hier den Blick gar magisch an und schaffen eine zauberhafte Atmosphäre.

Ein weiteres Märchenhaftes Gebäude erwartet Sie in Gondal. Dort besuchen Sie den Naulakha Palast. Der Palast ein Hort der Ruhe inmitten der quirligen Stadt. Durch ein großes Tor betritt man den begrünten Innenhof der umrahmt von Verwaltungsgebäuden, großen Treppenaufgängen und kunstvoll geschnitzten Pavillions ist. Der Palast war einst ein Geschenk an den damaligen Maharadschas Bhagwat Sinh ji zu Ehren seines Silberjubiläums als Herrscher des Fürstentums Gondal. Weiter geht es zu den königlichen Garagen, wo man die erstaunliche Sammelleidenschaft des Maharadschas bestaunen kann. Eine Vielzahl an Oldtimer, Limousinen, Sportwagen, amerikanische Klassiker, sowie eine Flotte an Allradfahrzeugen aus den Jahren 1910 bis 1960 wurden hier mit viel Liebe zum Detail restauriert und tragen teilweise sogar noch die originalen Nummernschilder. Nächster Stopp ist dann der Swaminarayan Tempel. Swaminarayan, war ein indischer Yogi und Asket sowie Namensgeber der hinduistischen Sekte die sich der Spiritualität, der Charakterbildung und dem humanistischen Wohlergehen widmet. Weltweit hat die Organisation rund 55 000 Anhänger, 3.300 Tempel und Gemeinschaften. Der Tempel in Gondal entstand rund um den Akshar Deri, dem Grav von Gunatitanand Swami, dem ersten Nachfolger von Swaminarayan. In der Bhuvaneswari Ayurvedic Apotheke erhalten Sie Einblicke in eine jahrtausendealte Heilkunst die sich heutzutage auch außerhalb Asiens immer größerer Beliebtheit erfreut. Die Apotheke ist bereits seit über 250 Jahren in Familienbesitz und die traditionellen Anwendungsformen und Herstellung verschiedener ayurvedischer Medizin wird von Generation zu Generation weiteregegeben. Vielleicht haben Sie ja Glück und erfahren hier das eine oder andere lang gehütete Geheimnis über die beliebte Heilkunst. Übernachtung in Gondal. (F)

Tag
9

Gondal - Dasada

Fahrstrecke: ca. 250 km
Sie können heute gemütlich bei einem guten Frühstück in den Tag starten bevor Sie die nächste Etappe der Gujarat Rundreise antreten. Von Gondal geht die Fahrt in das ca. 250 km entfernte Dasada. Im Hotel angekommen steht Ihnen der restliche Tag zur freien Verfügung. Übernachtung in Dasada. (F/M/A)

Tag
10

Dasada

Der Tag startet ganz im Zeichen der Natur. Sie unternehmen am Morgen eine Safari durch den Nationalpark „Little Rann of Kutch“, der an der Grenze zu Pakistan gelegen ist. Das Gebiet ist die Heimat des asiatischen Wildesels, Verwandter des afrikanischen Zebras und leider vom Aussterben bedroht. Wenn überhaupt, sind diese oft nur in kleinen Herden zu beobachten. Außerdem findet man hier eine artenreiche Vogelwelt - ein wahres Paradies. Es gibt Flamingo- und Pelikanarten, aber auch Löffler, Kraniche, Adler, Störche und Enten, die beste Zeit die Vögel zu beobachten ist in den Monaten Oktober bis März. Weitere Wildtiere, die gesichtet werden können, sind Antilopen, Wölfe, Füchse, aber auch verschiedene Schlangenarten, wie Kobra, Boa oder Viper. Ursprünglich war die Rann of Kutch ein flache Bucht des Arabischen Meeres und als sich der Meeresboden anhob verwandelte sich die Gegend in einen riesigen Salzsee. Dieser versumpfte jedoch immer mehr und so kann man hier neben einer artenreichen Tierwelt, die sich den unwirtlichen Lebensbedingungen angepasst haben, auch ein beeindruckende Naturlandschaft bewundern die einer Wüste gleicht.  Von der Wüstensafari geht es weiter zur Dorfsafari. Rund um Dasada am Rande der Salzwüste haben sich einige kleine Volksgruppen gegründet, die nicht nur vom Salz der Wüste leben sondern auch bekannt sind für Ihre überragenden Handwerkskünste. Während die Männer oft als Viehhirten durch die Lande streifen haben die Frauen über Generationen die Kunst des Stickens und Webens vervollkommnet. Unweit von Dasada lebt auch die Volksgruppe der Padhars. Sie bestreiten Ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch den Fischfang. Zudem statten Sie auch den Siddis, Jaths und Banjanias sowie den Mirs, die ein Halbnomaden Leben führen, einen Besuch ab. Tauchen Sie in die verschiedenen Dorfgemeinschaften ein und erleben Sie hautnah die herzliche Gastfreundlichkeit kennen. Übernachtung in Dasada. (F)

Tag
11

Dasada – Modhera – Patan – Siddhpur - Poshina

Fahrstrecke: ca. 250 km
Nach dem Frühstück im Camp, Check-out fahren Sie zum Modhera Sun Tempel. Er gilt als einer der schönsten Tempel Gujarats und das zu Recht! Der Sonnentempel entstand in den Jahren 1026 bis 1027 und zeigt einige wunderschöne Steinmetzarbeiten und um einen riesigen Tempelteich kunstvolle Relieffiguren und Schreine. Eine Besonderheit der imposanten Hindu-Architektur ist, dass der erste Sonnenstrahl zum Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche auf die Gottheit fällt. Die „Königin“ der Seidenweberei ist das sogenannte Patan Patola. Nur noch wenige Familien beherrschen diese uralte Art der Seidenweberei, die aus Patan stammt. So machen Sie einen Stopp in Patan um den Frauen bei der kunstvollen Arbeit über die Schulter zu schauen. Patola Saris gehören beispielsweise zu den teuersten Saris die man kaufen kann. Die leuchtenden Seidenstoffe werden auch heute noch traditionell mit Naturfarben hergestellt und waren einst nur den Angehörigen aristokratischer und königlicher Familien vorbehalten. Reisen Sie sich von den glänzend-weichen Stoffen los denn es erwartet Sie bereits ein weiterer Höhepunkt, das UNESCO Weltkulturerbe Rani Ki Vav. Der Stufenbrunnen wurde im 11.Jahrhundert von der Königin Udayamati zu Ehren Ihres verstorbenen Gatten Bhimadeva I errichtet. Das wahrlich königliches Bauwerk schraubt sich über mehrere Stockwerke, die über und über mit Skulpturen und Ornamenten verziert sind in die Tiefe.  Vom Rani ki Vav geht es weiter nach Siddhpur. Die Heilige Stadt liegt links des Saraswati Flusses und war im 15.Jahrhundert die Hauptstadt Gujarats. Ihren Namen verdankt Sie dem mächtigen Herrscher Siddhraj Jaisinh, der aus der Solanki Dynastie stammt. Da hier auch der einer der fünf heiligen Seen, der Bindu Sarovar, gelegen ist zieht die Stadt jährlich tausende Pilger an. Zu Ehren ihrer Vorfahren halten Sie hier traditionelle Trauerfeiern ab mit Opfergaben um für das Wohlergehen der Verstorbenen in ihrer himmlischen Wohnstatt zu bitten. Neben den Hindus haben auch die Bohra Muslime zur Prägung des Stadtbildes beigetragen. Denn sie haben zahlreiche Villen und Havelis errichtet, die bis heute noch in ihrem unvergleichlichen Prunk erstrahlen. So erkunden Sie bei einem Spaziergang durch die „Bohra Vad“ die opulenten Wohnhäuser, die mit ihrem viktorianisch angehauchten Äußeren an eine Novelle von Dickenson erinnern. Weiterfahrt nach Poshina. Übernachtung im Hotel. (F)

Tag
12

Poshina – Mount Abu

Fahrstrecke: ca. 80 km
Lassen Sie sich entführen in eine Welt des einfachen, konventionellen Lebens. Bei einer Tour durch Poshina entdecken Sie noch das authentische Indien abseits der üblichen Touristenpfade. Zahlreiche Volksstämme wie die Rabaris, Bhils oder Garasias leben hier in harmonischem Einklang Tür an Tür und sorgen mit ihrer farbenfrohen Kleidung für ein buntes Bild. So erleben Sie auf der Tour auch den einen oder anderen kleinen Tempel der einzelnen Stämme kennen. Zum Staunen sind die tausende Terrakotta-Pferde, die akkurat in Form gestellt wurden als Opfergabe an die Götter. Einen Einblick in die Stammeskultur erhaschen Sie auch beim Besuch der Töpfer die, die markanten Pferdeskulpturen kreieren. Anschließend geht es weiter zum Berg Abu. Mit Blick auf den Nakki See können Sie hier dabei sein, wenn langsam die gleisende Sonne langsam den Horizont in warmen orange, rot Tönen färbt, bis Sie schließlich ganz hinter den Bergkuppen versinkt. Übernachtung in Mount Abu. (F)

Tag
13

Mount Abu - Udaipur

Fahrstrecke: ca. 180 km
Heute werden Tempelträume wahr, denn in und um Mount Abu stehen zahlreiche, beeindruckende Tempel denen Sie einen Besuch abstatten werden. Als erstes geht es zum Dilwara Tempel, der ein prunkvolles Zeugnis der jainistischen Kunst ist und daher auch als eine der bedeutendsten Pilgerstätten der Jains im ganzen Land gilt. Wohlhabende Kaufleute und Minister der Solanki-Dynastie ließen den Tempel zwischen dem 11. bis 16. Jahrhundert errichten. Der aus fünf Tempel bestehende Komplex ist mit prunkvollen Hallen, Portalen und Kuppeln die über und über mit Ornamenten und Skulpturen verziert sind, ein unvergleichliches Beispiel der filigranen Handwerkskunst der damaligen Zeit. Nach einem kurzen Spaziergang um den Nakki See der idyllisch inmitten der Berge eingebettet ist geht es weiter zum Gaumukh Tempel. Übersetzt bedeutet Gaumukh „Mund der Kuh“  und so findet man hier auch eine großen, marmornen Kuhkopf aus deren Mund eine natürliche Quelle Wasser hervorsprudeln lässt. Der Tempel ist dem Heiligen Vashishtha geweiht der hier deiner Legende zufolge in einer Yagna, eine vor offenem Feuer abgehaltene Opferzeremonie, die 4 großen Rajput Clans erschaffen hat. Als nächstes steht dann der Adhar Devi Tempel auf dem Programm. Über mehrere hundert Stufen geht es bergauf bis zu dem in den Felsen geschlagenen Tempel, doch die Mühe lohnt gewiss, denn nicht nur der Tempel wartet mit zahlreichen beeindruckenden Skulpturen auf, auch der Blick über die von dichtem grün überzogenen Berghänge und Mount Abu bezaubert. Am Abend haben Sie dann erneut die Gelegenheit von einer Aussichtsstelle oberhalb des Nakki Sees dem Sonnenuntergang beizuwohnen. Nachdem die Sonne am Horizont versunken ist fahren Sie nach Udaipur. Übernachtung in Udaipur. (F)

Tag
14

Udaipur

Udaipur wohnt ein ganz besonderer Zauber innen und das liegt bestimmt auch an der einzigartigen Lage direkt am Pichola See und den in der Ferne glitzernden Bergrücken des Aravalligebirge. Da verwundert es auch nicht, dass Udaipur als eine der romantischsten Städte Indien gilt und unzählige Besucher in Ihren Bann zieht. Liebevoll wird die Stadt auch oft als „Stadt der Träume“, „Märchenland“ oder „Venedig des Ostens“ bezeichnet, doch ihr eigentlicher Name stammt von der Stadtgründerin Maharana Udai Singh. Morgens erstrahlen die Häuser der Stadt in leuchtendem Weiß, bei Sonnenuntergang werden der Pichola See und seine Umgebung in ein atemberaubendes Violett getaucht. Aber ganz gleich, wann Sie Ihre Eindrücke sammeln, dass Zusammenspiel von Bergkulisse, See, Altstadt und Palästen sind ein Meisterwerk an Schönheit. Mehr von dieser einzigartigen Schönheit erleben Sie beim Besuch des Stadtpalastes. Er ist der größte Palast Rajasthans und wurde vor rund 400 Jahren erbaut. Über die Jahrzehnte hinweg wurde der Palast immer größer denn seine zahlreichen, königlichen Bewohner haben sich jeweils mit ihrem ganz eigenen Geschmack verewigt. Der Palast wird in drei Bereiche gegliedert. Im Palastmuseum können unter anderem die reich verzierten Balkone und Erker, sowie beeindruckende Miniaturmalereien und Mosaikarbeiten bestaunt werden. Der zweite Teil dient noch immer als Residenz der ehemaligen Maharadschafamilie und der dritte Teil beherbergt heutzutage ein Hotel. Inmitten des hektischen Stadtlebens ist der Saheliyon-ki-Bari ein Hort der Ruhe. Einst war die idyllische Gartenanlage nur den adligen Frauen vorbehalten, die hier der Sommerhitze zu entfliehen versuchten. Schlendern Sie entspannt vorbei an großen Springbrunnen, saftigen Grünflächen und bunten Blumenbeeten. Nur zu gut kann man sich dabei vorstellen wie sich die feinen Damen hier ihre Zeit vergnüglich gestaltet haben. Am Nachmittag geht es bei einer Bootsfahrt über den Pichola See bis zur Jag Mandir, die „Lustinsel“. Auf der kleinen Insel befindet sich neben einem schönen Palast auch eine liebevoll gestaltete Gartenanlage mit Rosen und Springbrunnen. Angelegt wurde die Insel von Maharana Karan Singhji im Jahr 1622 um dort Partys und Empfänge zu geben. Ein Jahr nach Erbauung diente der Palast als Zufluchtsort für den Prinzen Shah Jahan der nach einem Disput mit seinem Vater auf die Insel floh. Übernachtung in Udaipur. (F)

Tag
15

Udaipur – Ahmedabad - Abreise

Fahrstrecke: ca. 270 km
Genießen Sie ein entspanntes Frühstück und werfen Sie einen letzten Blick auf die malerische Kulisse der Stadt bevor es dann zurück nach Ahmedabad geht. Mit dem Transfer zur internationalen Flughafen Ahmedabads endet dann die Rundreise, es sei denn Sie haben ein Anschlussprogramm gebucht. (F)

Vorbehaltlich Routen- und Tourenänderungen. Geringfügige Änderungen aufgrund von nicht beeinflussbaren Ereignissen (hoher Gewalt, ordnungsrelevanten Maßnahmen), die den Gesamtinhalt der Reise nicht maßgeblich verändern, sind vorbehalten.

Tourplan

Karte zur Rundreise Der wilde Westen Indiens – auf den Spuren der letzten Löwen
Sina Rathmann
Sie haben eine Frage?
Ich berate Sie gern.
Sie erreichen mich montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr, sowie samstags von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr.
03491 50788–20

Der wilde Westen Indiens – auf den Spuren der letzten Löwen

Produktcode: AMDR5001
Dauer: 15 Tage / 14 Nächte
p.P. schon ab 0,-€

Art der Durchführung

Buchbar als Privattour zu frei wählbaren Terminen, keine Mindestteilnehmerzahl. Preise für Alleinreisende im Einzelzimmer immer auf Anfrage und nur gültig nach Rückbestätigung. Der angegebene Preis im Einzelzimmer bezieht sich auf die Buchung von zwei Einzelreisenden bei einer Buchung.

Hotels während der Reise

Ahmedabad: Le Grande Residency (Executive Zimmer)
Velavadar: Black Buck Lodge (Super Deluxe Cottage Zimmer)
Diu: Radhika Beach Resort (Komfortzimmer)
Sasangir: Gir Birding Lodge (AC Cottage Zimmer)
Gondal: Orchard/Riverside Palace (AC Palace Zimmer)
Dasada: Rann Riders (AC Cooba Zimmer)
Poshina: Darbargadh Palace (Semi Deluxe Zimmer)
Mount Abu: Connaught House (Cottage Zimmer)
Udaipur: Rajdarshan (Standard Zimmer)

Die Hotels können sich aufgrund örtlicher Gegebenheiten geringfügig und kurzfristig ändern, es wird dann eine vergleichbare Alternative gewählt.

Eingeschlossene Leistungen

  • Programm wie beschrieben
  • alle Transfers in klimatisierten Fahrzeugen
  • 14 Übernachtungen in den unten aufgeführten Hotels
  • Mahlzeiten wie beschrieben (F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen)
  • alle Eintritte und Abgaben wie im Programm beschrieben
  • lokale, deutsch sprechende Reiseleitung während der Besichtigungen in Udaipur
  • lokale, englisch sprechende Reiseleitung während der Besichtigungen in Ahmedabad

Asiamar by ID Reisewelt Plus

  • ein Reiseführer Nordindien bei Buchung im Rahmen einer Pauschalreise
  • englisch sprechende Reiseleitung und 24h Notrufnummer vor Ort

Bemerkungen

Bei dieser Rundreise ist nur in Ahmedabad und Udaipur ein Reiseleiter inkludiert. Für den Rest der Tour sind Sie nur mit einem Fahrer unterwegs. Ein deutschsprachiger Escortservice kann auf Anfrage hinzugebucht werden.

Bitte beachten Sie, dass die Rundreise nicht von Mitte Juni bis Mitte Oktober durchgeführt wird, da die Nationalparks in der Zeit geschlossen sind.

Bemerkungen
Gujarat zählt zu den weniger bereisten Regionen in Indien, ist aber eine wirkliche Schatzkammer an Sehenswürdigkeiten, imposanten Palästen und Tempeln sowie einigen der schönsten Nationalparks Indiens. Die Menschen sind liebenswürdig, kleiden sich mit farbenfrohen Gewändern und sind Meister der verschiedensten Handwerkskünste.

Eine Reise durch Gujarat bringt ganz besondere Erfahrungen mit sich, wenn man offen, tolerant und neugierig gegenüber allem Fremden  ist und auch mal auf die gewohnten Standards verzichten kann. Die Übernachtungen und Verpflegungsleistungen sind in der Regel sehr einfach, längere Fahrzeiten auf Grund großer Distanzen müssen in Kauf genommen werden. Wenn man bereit ist, dies zu akzeptieren und auch mal Unregelmässigkeiten in Kauf nimmt, wird man am Ende belohnt mit einzigartigen Erlebnissen, die man so nicht wieder findet.

Bitte beachten Sie, dass viele Museen und Sehenswürdigkeiten an bestimmten Tagen geschlossen haben:
Sollten Sie an den aufgeführten Tagen an diesen Sehenswürdigkeiten sein, entfällt der Programmteil ersatzlos.

  • Ahmedabad - Utensilien Museum - montags geschlossen
  • Lothal - freitags sowie an Feiertagen geschlossen
  • Der Gir Nationalpark ist während des Monsuns ( ca. Ende Juni - Mitte Oktober) geschlossen

Auf Grund der Struktur des Landes werden in Indien unterschiedliche Reiseleiter in den Destinationen eingesetzt, dabei treten regionale Unterschiede auf, die in der Herkunft, Bildung und in den Dialekten der Muttersprache begründet sind, so dass objektiv kein einheitlicher Standard angenommen werden kann.

Bitte beachten Sie, dass gegebenenfalls Saisonzuschläge sowie obligatorische Dinner anfallen können. Diese erhalten Sie auf Anfrage.

Tourverlauf

Start: Ahmedabad Flughafen
Ende: Ahmedabad Flughafen

Preisinformationen

Wichtige Informationen:

Übermittlung der Passdaten

Bitte beachten Sie, dass nach den lokalen gesetzlichen Vorschriften, für die Teilnahme an diesem Programm  die Übermittlung der Passdaten aller Teilnehmer nötig sind. Die Passdaten benötigen wir nach Buchung, wir informieren entsprechend. Bitte kennzeichnen Sie  uns übersandte Kopien deutlich als solche. Ein Beispiel finden sie unter „FAQ“ auf unserer Webseite. Die Daten werden vertraulich und gemäss den gesetzlichen Vorschriften behandelt. Eine Weitergabe an unberechtigte Dritte erfolgt nicht. Bitte beachten Sie weiterhin, dass die Teilnahme nur mit dem Passdokument möglich ist, das Sie uns  übermittelt haben.

Start- & Endtage der Privattour

jeweils täglich:
  • Montag bis Montag
  • Dienstag bis Dienstag
  • Mittwoch bis Mittwoch
  • Donnerstag bis Donnerstag
  • Freitag bis Freitag
  • Samstag bis Samstag
  • Sonntag bis Sonntag

Die Einreise erfolgt in folgendes Land

  • Indien

Informationen zur Barrierefreiheit

Dieses Produkt ist nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet.