Ortsbeschreibung Indonesien

Region auswählen:
Ort auswählen:

Jakarta

Die Hauptstadt von Indonesien liegt an der Nordwestküste der Insel Java in der gleichnamigen Bucht von Jakarta. Sie ist wirtschaftliches und politisches Zentrum des Landes und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte auf Java. Jakarta ist die größte Metropole des gewaltigen Inselreiches  und verfügt über einen internationalen Flughafen sowie über mehrere Häfen.
Jakarta kommt eher einer Provinz als einer Stadt gleich und wird deshalb auch von einem Gouverneur geführt. Sie ist verwaltungstechnisch in die fünf Stadtbezirke Nord-, Ost-, Süd-, West- und Zentraljakarta eingeteilt und diese in weitere Untergruppen: Distrikte - Gemeinden - Wohnviertel - Nachbarschaften. Auf einer Fläche von mehr als 650 km² leben fast zehn Millionen Einwohner, im gesamten Ballungszentrum inklusive der Städte Bogor, Depok, Tangerang und Bekasi sind es nahezu 30 Millionen, was Jakarta zur dichtbesiedelsten Metropole in Indonesien macht. Zusammen mit dem überlasteten Straßensystem scheint Jakarta im sprichwörtlichen Sinne „aus den Nähten zu platzen“ - Verkehrschaos und Luftverschmutzung gehören hier zum Alltag.

Nationaldenkmal in Jakarta


Dennoch scheint die Stadt nie still zu stehen, Vieles verändert sich, Altes behält seinen Platz und Neues kommt hinzu. So findet man modernste Hochhäuser mit Glasfassaden neben kolonialen Gebäuden oder einfachsten Hütten in den Dorfgemeinschaften (Kampungs) oder Nobelretaurants neben traditionellen Straßenküchen.
Jakarta dient oft nur als Drehkreuz auf der Weiterreise zu den indonesischen Inseln oder für eine Zwischenübernachtung auf einer Java Rundreise, die Stadt hat aber durchaus mehr zu bieten und wer etwas Zeit mitbringt, kann sich hier gut zwei bis drei Tage beschäftigen. Jakarta zeigt kulturelle Vielfalt mit seinen Museen und Theatern, hat verschiedenste Einkaufsmöglichkeiten und überrascht mit alten Stadtvierteln und beeindruckenden Bauwerken. Kleine Parks und Grünanlagen lockern das Stadtbild auf.

altes Gebäude in Jakarta


Geschichte Jakarta
Sunda Kelapa, so der einstige Name des heutigen Jakarta, war im 15. Jahrhunderts eine kleine Stadt im Königreich Pajajaran mit einem geschäftigen Hafen. Später herrschten hier die Portugiesen bis ein muslimischer Prinz aus Zentrajava über die strategisch bedeutende Stadt siegte und Jayakarta (übersetzt „der große Sieg“) gründete. Im 16. Jahrhundert landeten holländische Seefahrer auf der bekannten Handelsroute zwischen Europa und den indonesischen Gewürzinseln und zu Beginn des 17. Jahrhunderts nahm die holländische Ost-Indien-Kompanie die Hafenstadt in ihren Besitz und nannte sie Batavia. Von hier aus wurden die Geschäftsbeziehungen zwischen den indonesischen Inseln kontrolliert. Aufgrund des immensen Handels wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein zweiter Hafen eröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Batavia von den Japanern besetzt, die am 17.08.1945 ihre Macht aufgaben und Indonesien wurde damit unabhängig. Erster Präsident Indonesiens war Soekarno, er regierte Indonesien bis 1967.


Klima Jakarta
Jakarta hat tropisches Klima, mit zwei Jahreszeiten. Die Regenzeit ist zwischen Dezember und März vorherrschend und bringt sehr viel Regen im Januar und Februar, was in Jakarta oft zu Überschwemmungen führt. Die durschnittlichen Temperaturen liegen um 26 Grad.

 

Sehenswertes Jakarta
Ein Besuch der Altstadt von Jakarta (Kota Tua) sollte bei einem Aufenthalt in der Hauptstadt nicht versäumt werden. Sie kann gut bei einem Spaziergang erkundet werden und über eine Fußgängerzone nördlich des Bahnhofs wird der Taman Fatahillah, der alte Rathausplatz, erreicht. Neben hut erhaltenen Gebäuden im Kolonial-Stil kann hier das Geschichtliche Museum bewundert werden. Es befindet sich in einem der ältesten Gebäude (1710) Jakartas, was einst als Rathaus diente. Kunstinteressierte Gäste wird das Wayang Museum beeindrucken, was die kunstvoll gefertigten javanischen Puppen und Figuren zeigt. Der Fatahillah Platz wird auch von Einheimischen gern besucht, insbesondere an den Wochenden. Dann ändert sich die Szenerie und wird durch zahlreiche Garküchen ergänzt, an denen allerlei Köstliches angeboten wird. Sonntags gibt es zusätzlich auch Aufführungen des traditionellen Schattenspiels.
Am so genannten Großen Kanal können alte Handelshäuser und Lager bewundert werden -  Überbleibsel aus der holländischen Vergangenheit. In einigen der alten Lagerhallen befindet sich heute das Museum der Schifffahrt mit interessanten Ausstellungsstücken. Wer zu den Frühaufstehern gehört, kann in den frühen Morgenstunden das emsige Treiben auf dem Fischmarkt beobachten.Eines der Highlights von Jakarta ist der alte Segelschiffhafen Sunda Kelapa.
Hier liegen die alten Phinisi Schoner und die beeindruckenden Segelschiffe werden be- und entladen und versprühen noch heute den Charme vergangener Tage.
Je nach Interesse und Zeit können das chinesische Viertel (Glodok) oder das Nationaldenkmal auf dem Merdeka Platz, was auch über eine Aussichtsplattform in 115 m Höhe verfügt, besucht werden.
 

Markt im Stadtteil Glodok in Jakarta

Museum auf dem Fatahillah Square in Jakarta

Sunda Kelapa, Hafen in Jakarta


Unser Tipp: Wer viel Zeit mitbringt und sich für die Geschichte Indonesiens, die Traditionen und Völker des Inselstaates  sowie Kunst interessiert, sollte den Besuch im Nationalmuseum nicht versäumen, was auf eindrucksvolle Weise und anhand authentischer Ausstellungsstücke viel über Indonesien verrät. Es sollte mindestens ein halber Tag dafür geplant werden.