Reiseknigge für Indonesien

Sitten, Gebräuche & andere Fettnäpfchen

Überall dort wo fremde Kulturen aufeinandertreffen, ist es äußerst wichtig, sich stets respektvoll gegenüber zu treten. Jedes Land und Region hat ihre speziellen Gebräuche, Verhaltensformen und auch Rituale. Das Gleiche gilt für den Inselstaat Indonesien, der durch seine zersplitterte geografische Aufteilung eine gesonderte Form darstellt. Da sich die Inseln unabhängig voneinander entwickelten, ähneln sie sich nur wenig und zum Teil gar nicht. Auch die kulturellen Ansichten wie Sitten und Bräuche, sind von Region zu Region unterschiedlich. Außerdem sind einige Teile des Inselstaates noch weitestgehend touristisch unberührt und haben sich somit ihren eigenen Charakter und ihre Gepflogenheiten über Jahre bewahrt. Um als Gast in Indonesien nicht in mögliche Fettnäpfchen zu treten und einige Tabus im menschlichen Miteinander zu kennen, haben wir im Folgenden die wichtigsten für sie parat gestellt.

Kleidung in Indonesien

Durch die tropische Hitze in Indonesien ist es für uns Europäer oft schwer, die richtige Kleidung zu finden. Leichte Kleidung ist immer von Vorteil, sollte allerdings nicht zu freizügig sein. Da Indonesien ein muslimischer Staat ist, wird ein freizügiges Auftreten in vielen Regionen nicht gern gesehen. In den touristischen Regionen wie auf Bali oder auch Java, steht man Touristen und ihrer Kleidung dagegen recht  tolerant gegenüber. Dennoch achten die Indonesier selbst stets auf korrekte Kleidung.

Religiöse Tempelzeremonie auf Bali

Besuch in Religiösen Einrichtungen

Besonders bei religiösen Veranstaltungen und Besuchen von Moscheen legen die Indonesier großen Wert auf entsprechende Kleidung. Hierbei werden vor dem Betreten der Tempel oder Moscheen die Schuhe ausgezogen und darauf geachtet die Arme und Beine bedeckt zu haben. Die Gläubigen hüllen sich dazu in einen Sarong, eine Art Wickelrock der aus einer Stoffbahn besteht. Auch für Gäste und Touristen besteht die Pflicht einen solchen Sarong zu tragen. Diese stehen meistens vor den Tempeln zum Ausleihen bereit oder können gegen wenig Geld auf den Märkten erstanden werden. Des Weiteren sollte beim Besuch dieser religiösen Bauten darauf geachtet werden, Betende und Priester bei Ihren Gebeten nicht zu stören und sich auch bei Zeremonien mit dem nötigen Respekt zu verhalten.

Fotografieren und Filmen

Wie auch die Europäer mögen es die Indonesier nicht, wenn man sie ohne ihre Erlaubnis fotografiert oder filmt. Dennoch sind sie sehr aufgeschlossen und haben meist kein Problem damit als Fotomotiv parat zu stehen. In Tempelanlagen und weiteren religiösen Gebäuden ist es teilweise verboten Fotos zu schießen. Informieren Sie sich deshalb stets vor dem Betreten der Gebäude.

Restaurantbesuch in Indonesien

Für die meisten Indonesier ist Essen mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme. Vielerorts wird ein Essen ausführlich zelebriert und für die Pflege der sozialen Kontakte genutzt. Die gemeinschaftliche  Mahlzeit wird dadurch nicht nur bei festlichen Anlässen als wichtig angesehen. Oftmals sitzen Männer und Frauen getrennt voneinander. Ist dies nicht der Fall, wird den Männern in der Regel zuerst serviert. Meistens werden viele unterschiedliche Gerichte gleichzeitig aufgetragen, wobei auf ein geschmacklich ausgewogenes Verhältnis geachtet wird.
Gegessen wird in Indonesien mit Gabel und Löffel, wobei der Löffel in die rechte Hand und die Gabel in die linke Hand gehört. Auf dem Löffel wird das Essen zum Mund geführt, die Gabel dient lediglich dafür, die Mahlzeit auf den Löffel zu schieben. Wird mit der Hand gegessen sollte immer darauf geachtet werden, die rechte dafür zu nutzen.

Anfrage stellen    |   Suche   |   Ihr Reiseplan