Ortsbeschreibung Indonesien

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Nusa Lembongan Ortsbeschreibung


Nur wenige Seemeilen südöstlich vor Bali liegt mitten im Indischen Ozean das kleine Inselparadies Nusa Lembongan. Mit einer Fläche von nur acht Quadratkilometern ist Nusa Lembonagn überschaubar und die Einwohnerzahl beläuft sich auf geschätzte 5000, der Großteil der Bewohner sind - ähnlich wie auf Bali - Hindus.

Das Klima auf Nusa Lembongan unterteilt sich, typisch für die Tropen, in zwei Hauptjahreszeiten - die Regenzeit, die sich von November bis Anfang April zeigt und die Trockenzeit, von Mitte April bis Oktober - die beliebteste Zeit für eine Indonesienreise, denn dann kann fast immer mit Sonnenschein gerechnet werden. Während der Monsunzeit ist die Niederschlagsmenge teilweise enorm, aber so schnell wie die Regenfälle kommen, verschwinden sie auch wieder und auch diese Zeit hat durchaus ihre Vorzüge der: beinah menschenleere Traumstrände und viel Ruhe ganz ohne Stress sind nur einige davon.

Alle Boote nach Nusa Lembongan starten von Sanur, im Süden Balis. Die Schnellboote sind sehr empfehlenswert für die kurze, etwa 30-minütige Überfahrt zur Insel im Vergleich zu den öffentlichen Booten. Diese stellen zwar eine sehr authentisch Art des Reisens dar, aber die Fahrt zwischen Hühnern und allerhand Proviant auf improvisierten Sitzbänken dauert länger und kann sehr unruhig werden. Es gibt auch einige Boote, die Nusa Lembongan und Gili Trawangan vor Lombok verbinden, was weitere Kombinationsmöglichkeiten und das „hüpfen“ zwischen den Inseln ermöglicht.
Auf der Insel selbst fahren elektrisch angetriebene Buggys, eines davon operiert öffentlich und fährt eine Schleife zwischen den wichtigsten touristischen Orten. Es können Mopeds auf Lembongan geliehen werden.

Überfahrt nach Nusa Lembongan

Blick auf Nusa Lembongan

Die äußerst kleine, aber sehr vielfältige Insel besticht durch pudrig weiche, weiße Sandstrände mit kristallklarem Wasser, das bereits erste Blicke auf die Unterwasserwelt Preis gibt, für die Nusa Lembongan bekannt ist. Hier versteckt sich ein wahrhaftes Paradies für Taucher. Unter vereinzelten, schlaftrunkenen an den Ufern sacht hin und her wippende Holzbooten befinden sich farbenfrohe Korallen und bunte, flinke Fischschwärme ziehen ihre Bahnen durchs Meer rund um Lembongan.

Außerhalb des Meeres bietet sich ein besonders interessantes Bild am örtlichen Dream Beach. Dieser macht seinem Namen alle Ehre und die traumhafte, fast schon schneeweiße Landzunge ist eingeschlossen von üppigem Grün und tosende Wellen, die mit einer enormen Kraft gegen die schroffen Klippen prallen und alles mit sich reißen wollen. Dies ist ein wirklich einzigartiger Anblick, das Baden ist hier jedoch unmöglich. Die Mushroom Bay, eine entzückende kleine Bucht, ist das ganze Gegenteil. Das Meer ist hier verhältnismäßig ruhig und die Wellen glitzern eher sanft im Tageslicht, perfekt zum gemütlichen Schwimmen und Seele baumeln lassen.
Der Norden und Nordosten der charmanten Insel Lembongan ist hingegen geprägt von dichten Mangrovenbäumen entlang kleiner, versteckter Buchten. Zu abendlichen Stunden sieht man hier Einheimische auf ihren Booten treiben und ihre Netze aufspannen, um für einen guten Fang zu sorgen. Und noch eine weitere Besonderheit fällt hier ins Auge: entlang der Ufer reihen sich zahlreiche Plantagen die wie botanische Gärten mitten in den Gewässern ausschauen. Nach traditionellen Methoden wird hier auf Nusa Lembongan Algenzucht betrieben. Nachdem die Algen im Wasser gepflanzt wurden, machen sich die Bewohner nach etwa einem Monat zur Ernte auf und reihen die Algen an den Stränden aneinander, damit sie in den wärmenden Strahlen der Mittagssonne trocknen. Diese ursprüngliche Form der Algenzucht ist von sehr großer Bedeutung, da sie neben dem Fischfang die Haupteinnahmequelle auf Lembongan darstellt und die Bewohner mittlerweile zu Produzenten für zahlreiche Länder weltweit geworden sind. Ein Großteil der Ernte wird ans benachbarte Bali geliefert, wo die getrockneten Algen für Nahrungsmittel und diverse Kosmetika weiterverarbeitet werden.
Ein touristisches Zentrum ist im Nordwesten von Nusa Lembongan enstanden, rund um den Strand von Jungut Batu. Durch eine gute Auswahl an Hotels, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten lassen sich hier ein paar Tage verbringen und es kann der Bali Urlaub mit Lembongan kombiniert werden. Im Vergleich zu anderen Stränden auf Lembongan eignet sich hier das Meer auch bestens zum Schwimmen.

Nusa Lembongan ist winzig, so winzig, dass man die Insel fast schon zu Fuß oder mit einem geliehenen Fahrrad oder Moped erkunden kann. Schmale Pfade schlängeln sich kreuz und quer durch die atemberaubende Landschaft mit kleinen Hügeln und lokalen Dörfern.
Die meisten Unterkünfte und verschiedene Restaurants erstrecken sich an der Nordwestküste in der Nähe des Dorfes Jungut Batu. Der gleichnamige Strand bietet einen besonders reizvollen Panoramablick auf Ostbali und die majestätischen Silhouette des Gunug Agung, den höchsten Vulkan auf Bali.  Weitere kleine Touristenzentren mit Hotels und einfachen Unterkünften haben sich auf Nusa Lembongan am Mushroom Beach, Tamarind Beach sowie am Song Lambung Beach entwickelt.

Wer etwas mehr Zeit auf Nusa Lembongan verbringt, hat auch Gelegenheit die Umgebung zu entdecken. So gelangt man beispielsweise über eine Brücke im Südosten von Lembongan auf die noch kleinere, aber mindestens genauso ursprüngliche Insel Nusa Ceningan, die definitiv einen Besuch wert ist.

Nusa Lembongan ist noch ein echter Geheimtipp für Indonesien Reisende und alle, die ihren Urlaub auf Bali mit der charmanten Insel kombinieren möchten. Die Uhren ticken auf Lembongan langsamer und die entspannte Gelassenheit der Insulaner wirkt ansteckend.

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