Sehenswürdigkeiten in Indones ien

Vielseitige Landschaften, eine faszinierende Unterwasserwelt und eine unvergleichbare kulturelle Vielfalt sind nicht alles, was der abwechslungsreiche Inselstaat Indonesien zu bieten hat. Die kleinen und großen Eilande beherbergen oft mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Jede Insel lockt mit besonderen Highlights die ihre speziellen Charaktere auszeichnen und bei einem Besuch keinesfalls fehlen sollten. Aus diesem Grund wollen wir Ihnen anschließend einige der wichtigsten Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten näher bringen.

Sehenswürdigkeiten auf Bali

Klein aber fein – Bali liegt nahezu zentral in Indonesien und hält viel Sehenswertes für Besucher parat. Bereits die unterschiedlichen Beinamen der Insel wie „Götterinsel“ oder „Insel der 1000 Tempel“ lassen vermuten, was das Bild Balis prägt. Laut Schätzungen soll es mehr als 20.000 Tempel auf der Insel geben, welche sehr abwechslungsreich gestaltet sind. Die Entwicklung der Religionen im indonesischen Raum trug maßgeblich zur Entstehung dieser beeindruckenden Bauten bei, denn nur auf Bali konnte sich der Hinduismus in dieser Fülle herausbilden. Da man im hinduistischen Glauben in jeder noch so kleinen sozialen Gemeinschaft einen Versammlungsort errichten muss, finden sich auf Bali selbst in den entlegensten Regionen zahlreiche kleine und größere Tempelbauten. Bei einem Besuch Balis sollte auf jeden Fall einer dieser Tempel besichtigt werden, da diese den Charakter der kleinen Insel ausmachen. Doch achten Sie auf ein paar Benimmregeln beim Tempelbesuch, um nicht in mögliche Fettnäpfchen zu tappen

Das Highlight des balinesischen Tempelkults ist der Meerestempel Pura Tanah Lot. Wie sein Name bereits verrät, ist er von Wasser umgeben, das nur bei Ebbe etwas zurückgeht. Aus diesem Grund lässt sich der Tempel im Südwesten Balis nur zu dieser Tageszeit auf trockenen Fuß erkunden. Er liegt auf einer Felsspitze direkt am Ufer und kann lediglich über einen kleinen Pfad mit rundgewaschenen Steinen erreicht werden.

Aber wieso wurde genau an dieser schwer erreichbaren Stelle ein Tempel errichtet?

Einer Legende nach soll ein javanischer Hindupriester, mit Namen Danghyang Niratha, während seiner Flucht vor dem Islam auf Bali angekommen sein. Eines Tages sah er ein Licht im Südwesten aufsteigen und pilgerte immer weiter in die Richtung dieses Lichtes. Als er das Licht erreichte, bemerkte er eine Felseninsel vor dem Festland, die eine mystische Ausstrahlung auf ihn hatte. Daraufhin legte er eine Rast ein und meditierte. Bald schon versammelten sich viele ebenfalls Gläubige um ihn herum und traten seiner Meditation bei. Später darauf verlegte die Meditationsgruppe ihren Gebetsort direkt auf die kleine felsige Insel. Obwohl man den Tempel nur teilweise besichtigen darf sollte er unbedingt auf der Liste für Besichtigungen auf Bali stehen. Denn unterhalb des Tanah Lot befinden sich zwei geheimnisvolle Höhlen die erkundet werden können.

Meerestempel Tanah Lot

Beide werden als geheiligt angesehen und von Priestern bewacht. In einer Höhle befindet sich eine Süßwasserquelle, die praktisch direkt im Meer entspringt. Da dies genauso kurios ist wie es klingt, wird diese Höhle von den Gläubigen als Besonderheit angesehen. In der zweiten Höhle mit dem Namen Ular Suci, welche näher am Festland liegt, leben dagegen einige heilige Schlangen.

Doch neben den herrlichen Tempelanlagen, sind es auch die sattgrünen Reisterrassenlandschaften, die Balis Charakter prägen. Die wohl weitläufigste Anlage aus Reisterrassen haben die Bauern bei Jatiluwhi geschaffen, welche etwa 850 Meter über den Meeresspiegel liegt. Erst durch das ausgeklügelte Bewässerungssystem konnte sich diese Pracht entwickeln...mehr

Diese und viele weitere Highlights auf Bali warten nur darauf von Ihnen entdeckt zu werden. So lockt das kleine Eiland Bali zum Beispiel mit einem weiteren Höhepunkt, der es ebenfalls auf die UNSECO-Welterbe-Liste geschafft hat, der Pura Besakih. Dieses hinduistische Heiligtum, wird auch als „Muttertempel“ aller balinesischen Tempelbauten bezeichnet, da er als Sitz der Götter angsehen wird und symbolisch den Mittelpunkt des Universums darstellt.

Die Farbenpracht der indonesischen Unterwasserwelt

Bunte Unterwasserwelt im Komodo National Park

Vielleicht sind Sie aber auch ein Tauchfreund und begeistern sich für die vielen Facetten des Indischen Ozeans. Für alle jene gibt es vor Balis Küste eine faszinierende Unterwasserwelt zu entdecken. Hier kommen sowohl erfahrene Taucher, als auch Anfänger auf ihre Kosten. Neben farbenfrohen Korallenriffen erlebt man hier diverse Tierarten hautnah und kann die unterschiedlichste Erinnerungen sammeln.

Wer aber die wahre Schönheit der indonesischen Unterwasserwelt kennenlernen will, sollte einen Besuch im Komodo National Park einplanen. Hier erlebt man das Tauchen auf eine besondere Art, da man selten eine solche Vielzahl unterschiedlicher Korallenformationen oder auch verschiedener Fischarten in dieser Fülle beobachten kann...mehr

Sulawesis geheimnisvolles Toraja Hochland

Für Abenteuerlustige, die auf Spurensuche nach längst vergessenen Kulturen und Naturschönheiten gehen wollen, bietet Indonesien einige noch touristisch unentdeckte Regionen. Dabei zeigen sich die wirklichen Highlights oftmals nur denen, die danach suchen.

Das Hochland Tanah Toraja liegt abgelegen in den zentralen Gebirgszügen Sulawesis und ist die Heimat der Torajas. Dieses Naturvolk hat sich in die Hochebenen Sulawesis zurückgezogen und lebt geprägt durch den überlieferten Glauben an Geister, Dämonen und mystischen Ritualen. Besonders bekannt sind sie jedoch für ihren außergewöhnlichen Ahnenkult, mit opulenten Festen und einmaligen Bräuchen, der hautnah auf einer Rundreise erlebt werden kann. Bei der Toraja-Kultur wird davon ausgegangen, dass das Erdenleben nur eine Übergangsphase für das Leben nach dem Tod ist. Aus diesem Grund hat das Jenseits für die Torajas eine besondere Bedeutung und wird dementsprechend durch Rituale gefeiert. Verstirbt ein Stammesmitglied, wird dieser mit wertvollen Gaben ausgestattet und für das Jenseits vorbereitet. Die reichen Opfergaben werden mit in die Grabkammern gelegt, welche, geschützt vor möglichen Plünderern, in die steilen Felswände des Hochlandes gebaut wurden. Vor diesen Gräbern findet sich eine Besonderheit die nur auf Sulawesi verbreitet ist, die Tau-Tau Puppen. Diese werden extra für den Verstorbenen angefertigt zeigen dessen Abbild, gleichzeitig werden auf diese Weise Opfergaben für sein Leben nach dem Tod gefordert.

Tau-Tau Puppen im Toraja Hochland in Sulawesi

Java- die beeindruckende Vulkaninsel

Die Vulkanlandschaft Javas umhüllt von Nebelfeldern

Zu einem weiteren Highlight in Indonesien gehört die Insel Java, die durch ihre vulkanische Landschaft einen besonderen Charme ausstrahlt.Der berühmteste Vulkankrater ist wohl der des 2330 Meter hohen Mount Bromo, welcher im Osten der Insel liegt. Mystische Sagen machen ihn zu einem beliebten Besucherziel. Vor allem der Blick auf den noch aktiven Semeru Vulkan ist dabei unvergesslich. Wenn aus den von Nebelschwaden umgebenen Vulkanhügeln die eine oder andere Aschewolke in die Luft geschleudert wird, zeigt Java auf eindrucksvolle Art seine gefährlich anmutende Seite. Auch das auf etwa 2000 Metern Höhe liegende Dieng-Plateau unterstreicht mit seiner Landschaft die Bedeutung Javas als Vulkaninsel. Durch die vulkanische Entstehung ist die Erde in diesem Gebiet sehr fruchtbar, weshalb es intensiv für landwirtschaftliche Zwecke genutzt wird. Außerdem befinden sich auf der Hochebene einige sehr alte hinduistische Tempelkomplexe, die für Touristen geöffnet sind. Bemerkenswerte Blickfänge bietet Java auch fern ab der brodelnden Vulkanlandschaften im Osten. Nahe Yogyakarta zieht beispielsweise der Tempel Borobudur jeden Besucher in seinen Bann...mehr

Eine weitere Besonderheit ist der hinduistische Tempel Prambanan, der Java eine zusätzliche Platzierung auf der Liste der UNSCO Weltkulturerben verschafft. Ebenfalls nur wenige Kilometer außerhalb von Yogyakarta, findet sich die Anlage, die wie der Borobudur aus der Zeit um 850 n.Chr. stammt.

Typisch für hinduistische Tempel wurden auch hier um ein Hauptgebäude zahlreiche Einzeltempel in spitzer Bauform errichtet. Besonders eindrucksvoll sind die Fassaden der Tempel und Schreine des Borobudur. Die drei größten Schreine der Anlage wurden den Göttern Shiva, Vishnu und Brahma geweiht, was auch in vielen anderen hinduistischen Tempelanlagen in Indonesien wiederkehrt.

Hindutempel Prambanan auf Bali

Da sich Indonesien nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell vielseitig entwickeln konnte, finden sich nahezu auf jeder einzelnen Insel andere Besonderheiten und Highlights. Der Inselstaat bietet dadurch für jeden Reisenden interessante Regionen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Finden Sie selbst Ihr persönliches Nonplusultra auf den verschiedenen indonesischen Inseln und wagen Sie das Abenteuer auf einer Rundreise oder Kreuzfahrt. Für weitere Tipps schauen Sie doch einfach mal bei unseren Reiseempfehlungen vorbei.