Ortsbeschreibung Indonesien

Region auswählen:
Ort auswählen:

 

Sumatra - VULKANSEEN & ORANG UTANS ERLEBEN

Spuren verschwinden, Erinnerungen halten ewig.
Herkunft unbekannt

Sumatra ist mit 473.482 km² die sechstgrößte Insel der Welt und wird mittig durch den Äquator getrennt. Nur wenig erschlossen fordert Sumatra allen Reisenden neben Entdeckergeist auch Toleranz und sehr viel Geduld ab. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt mit einer Reise auf der Insel der Superlative, die hier scheinbar kein Ende finden.
Sumatra und seine unzähligen vorgelagerten Inseln sind wahre Naturparadiese. Hier finden sich einige der am einfachsten zu erwandernden Vulkane, hier dampft es aus Schwefelquellen und die Natur ist mit unglaublicher Vielfalt gesegnet: Canyons, reißende Bergflüsse, tropische Primärwälder, die letzten Orang Utans unseres Planeten und der größte Vulkankratersee der Erde. Ein bunter Mix aus allen Weltreligionen und einheimischer Naturglaube gehören zu den besonderen Erlebnissen einer Sumatra-Reise. Einigen Völkern auf den vorgelagerten Inseln wird bis heute Kannibalismus nachgesagt, was aber in das Reich der Fantasie gehört. Real sind dagegen Naturglaube, Schamanentum und Bergdörfer, die eher an die Schweiz, als an die Tropen erinnern.

Haus des Batak Volkes am Lake Toba, Sumatra

Die Ostküste zwischen Medan im Norden und Palembang im Süden besteht größtenteils aus Sumpfgebiet, tropischer Regenwald schließt sich an und entlang der Westküste zieht sich das gewaltige Barisan Gebirge mit dem höchsten Berg auf Sumatra, dem 3.805 Meter hohen Mt. Kerinci. Auf Sumatra gibt es noch heute etwa 35 aktive Vulkane.
Eines der beeindruckenden Naturhighlights auf Sumatra ist der Lake Toba - das Resultat des unvorstellbaren Ausbruchs des gleichnamigen Supervulkans vor etwa 75.000 Jahren. Der Lake Toba ist nicht nur der größte See in Südostasien, sondern auch einer der größten und tiefsten Bergseen auf der Welt. Mitten im See befindet sich die Insel Samosir. Mit einer Größe von ca. 650 km² fast so groß wie die Mittelmeerinsel Menorca.
Große Teile des Dschungels mussten tristen Ölpalm-Plantagen weichen, aber es gibt sie noch auf Sumatra, die tropischen Regenwälder, die aufgrund der tierischen Artenvielfalt und des Pflanzenreichtums zum UNESCO Weltnaturerbe zählen, allen voran der Gunung Leuser Nationalpark im Norden der Insel, der zu den größten Natur Reservaten in Indonesien zählt. Er ist Heimat von Orang Utans, Nashörnern, Tapiren sowie den seltenen Sumatra Tigern und Sumatra Elefanten. Darüber hinaus gibt es unzählige Vögel, Schmetterlinge, Insekten und Reptilien sowie mehr als 3.500 Pflanzenarten, darunter die berühmte Rafflesia, die größte Blume der Welt.

Sumatra zählt etwa 50 Millionen Einwohner, was viel klingt, aber wenn man die Bevölkerungsdichte auf der größten indonesischen Insel mit Java vergleicht, dann ist diese auf Sumatra lediglich ein Zehntel der Nachbarinsel. Die ethnische Vielfalt ist einzigartig auf Sumatra. Neben den strengen Moslems rund um Aceh, gibt es die matrilinear lebenden Minangkabao in Westsumatra, die sich auch zum Islam bekennen, aber einem vollkommen anderen Lebensstil folgen. Rund um den Lake Toba und in Nordsumatra leben die Batak. Einige wurden zu Christen missioniert, Ahnenverehrung und Geisterglaube sind aber bis heute lebendig. Auf der Insel Nias gibt es noch heute Megalithkulturen und die Bewohner des Mentawai Archipels, einer Inselgruppe westlich vor Padang, leben archaisch und nahezu autark im Einklang mit ihrer Umgebung.

Sumatra hat Äquatorialklima mit ganzjährig warmen Temperaturen zwischen 25° und 27° Grad Celsius, die Schwankungen sind gering. Lediglich in den Gebirgsregionen sind die Temperaturen niedriger und es kann nachts auch mal empfindlich kalt werden. Es gibt keine eindeutig ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten, der Südwestmonsun bringt fast das ganze Jahr Feuchtigkeit vom Indischen Ozean und so ist es bei hoher Luftfeuchtigkeit sehr schwül.
Der meiste Regen fällt in den Monaten Oktober bis April, was aber regional sehr unterschiedlich sein kann. Insbesondere die Südwestküste und die sich anschließenden Gebirge erhalten viel Regen, was im November und Dezember zu unpassierbaren Straßen führen kann. Aufgrund der immer noch verbreiteten Brandrodungen in der Landwirtschaft und Holzindustrie kann es insbesondere in sehr trockenen Jahren von Ende August bis Ende Oktober zu einer erhöhten Belastung der Luft durch Staub- und Rußpartikel (Smog) kommen.

 

Orang Utans - das Highlight einer Sumatra-Reise

Die Menschenaffen leben nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra und sind vom Aussterben bedroht. Im Gegensatz zu den Borneo-Orang-Utans sind die Affen auf Sumatra etwas kleiner, haben rötlicheres Fell und leben fast ausschließlich auf Bäumen. Sie sind Pflanzenfresser, tagaktiv und schlafen nachts in selbst gebauten Blätternestern. Die Orang Utans stehen mit nur noch 5.000 bis 7.000 Exemplaren auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten und werden daher in mehreren Parks auf Sumatra geschützt.

Orang Utans auf Sumatra