Wetter- und Klimainformationen zu Indonesien

Indonesien Reisewetter

Der indonesische Archipel erstreckt sich über zwei Kontinente, ist in seiner Gesamtausdehnung fast doppelt so groß wie Australien und besteht aus mehr als 17.000 Inseln. So groß wie die Anzahl der Inseln und die Ausdehnung des Inselreichs, so viele Mikro Klimazonen weist der Archipel, der historisch unter der Bezeichnung „Sundainseln“ bekannt wurde, auf. Die Inseln, von Sumatra im Westen bis Papua Barat (Westpapua) im Osten fädeln sich wie eine Kette entlang des Äquators auf. Grundsätzlich  können auch im 17.000 Inseln umfassenden Archipel zwei Jahreszeiten, Trockenzeit und Regenzeit, unterschieden werden. Dafür sind die Monsunperioden schwach bis gar nicht ausgeprägt, da die meisten Inseln in den so genannten Doldrums liegen, in denen schwere tropische Wirbelstürme weitestgehend unbekannt sind.

Bali - Delfinbeobachtung vor Lovina

Als beste Reisezeit für Indonesien und damit für den allergrößten Teil des Archipels kann der Zeitraum von Mitte April bis Ende Oktober bezeichnet werden. Das gilt insbesondere für die viel besuchten Inseln Bali, Java, Lombok und Sulawesi, aber auch für die immer bekannter werdenden Inseln Komodo, Rinca, Flores und Westpapua. Je weiter ostwärts man kommt, desto stärker ausgeprägt ist die Trockenheit in den Monaten Juli bis Anfang Oktober. Die Bergregionen in Sulawesi bleiben ganzjährig etwas feuchter, aber auch hier gelten die Monate im europäischen Sommer als die besten Reisemonate.

Im indonesischen Teil der Insel Borneo, Kalimantan, der insgesamt etwas mehr Regentage aufweist als der Durchschnitt der Inseln, beginnt die Trockenzeit erst im Juni und endet wie auf den meisten Inseln im Oktober.

Auf der fünftgrößten Insel der Erde, Sumatra, sind Trocken- und Regenzeit noch unklarer voneinander abzugrenzen, da der Südwestpassat ganzjährig etwas mehr Feuchtigkeit mitbringt. Mehr Niederschläge fallen zwischen Oktober und März, wobei dies auf Sumatra regional noch einmal deutlich unterschiedlich ist und sehr stark von der Lage zu den hohen, inländischen Gebirgszügen, wie z.B. um den Gunung Leuser, abhängig ist.

Als Regenzeit gelten in Indonesien allgemein die Monate November bis Ende März, der April ist insbesondere auf Sulawesi und in Kalimantan noch regenreicher. Die heftigsten Regenfälle treten zwischen Mitte November und Ende Januar auf, wobei Sumbawa, Flores und auch Westpapua besonders stark betroffen sind. Auf Bali treten zu dieser Zeit besonders starke Regenfälle im Gebiet der Vulkane, dem Gunung Batur und dem Gunung Agung auf.

Dafür sind echte Monsunperioden auf den Sundainseln weitestgehend unbekannt und gerade im Übergang von Regenzeit zu Trockenzeit von März bis April sind auch wenige Gewitterstürme zu erwarten. Im Gegensatz zu anderen tropischen Regionen gibt es keine gravierenden Wettererscheinungen in den Übergangsperioden.

Aktuelles Wetterdiagramm für Indonesien

Aktuelles Wetter in Indonesien