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Laos: Ursprünglichkeit und Authentizität

  

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„ Die Vietnamesen pflanzen den Reis, die Khmer schauen zu und die Laoten lauschen, wie er wächst " 

Während Thailand als verblüffend , Vietnam als „geschäftig“ und die Tempel Kambodschas als „beeindruckend“ gelten, kann das Adjektiv für Laos nur „authentisch“ sein.
Laos strahlt eine unglaubliche Ruhe, Gelassenheit und Ursprünglichkeit aus. Auf der Reise von Norden nach Süden kann man eine atemberaubende Natur erleben. Die Flusslandschaft entlang des Mekong ist einzigartig und dabei immer wieder abwechslungsreich. Der Mekong ist die Lebensader des Landes und entsprechend viel „Leben" spielt sich auf und am Fluss ab. Laos ist ein Agrar-Land, überall laufen Rinder, Ziegen, Hühner, Schweine und anderes Getier frei herum, was bei dem wenigen Verkehr auch kein Problem ist. Natürlich wird auch vierlerorts Reis angebaut. Besonders die sehr freundlichen Menschen, die reiche Kultur, die grandiosen Landschaften, die gute Küche und nicht zuletzt die für Südostasien untypische, gelassene Atmosphäre begeistern in Laos.

Laos Geographie 

Laos befindet sich in Südostasien und grenzt im Norden an China, im Osten an Vietnam, im Süden an Kambodscha und im Westen an Thailand und Myanmar. Eine besondere Grenze bildet der mächtige Mekong zwischen Laos und Thailand. Somit hat das Binnenland Laos keinen Zugang zum Meer und wird nur von Landmassen eingeschlossen.  

Das tropische Land erstreckt sich zwischen 22° und 14° nördlicher Breite und 100° und 108° östlicher Länge. Laos hat somit eine Längenausdehnung von mehr als 1000 km von Nordwesten nach Südosten. In Laos leben auf einer Fläche von etwa 236.800 km² ca. 6,6 Millionen Einwohner (rund 22 Einwohner auf einem km²). Damit ist es das dünn besiedelste Land in Südostasien.

Die größte Stadt und zugleich die Hauptstadt von Laos ist Vientiane. Sie befindet sich im Westen des Landes, nahe der Grenze zu Thailand. Die idyllische Hauptstadt sollte auf jeder Reise besucht werden.  Sie bildet  im Vergleich zum Rest des Landes einen kontrastreichen und „turbulenten“ Standort.

Städte, die außerdem auf keinen Fall vernachlässigt werden sollten, sind: Luang Prabang – die alte Königsstadt, Nong Kiau – das Naturparadies im Norden und Pakse die Perle des Südens.

Laos teilt sich geographisch  in zwei verschiedene Regionen. Im Norden befindet sich das Traminplateau (ca. 2817m) und im Süden das  Bolovenplateau (etwa 2000m hoch). Laos weist Höhen von bis zu 500m auf. Insgesamt sind mehr als 75% der Landesfläche, davon der größte Teil im Norden, sehr  bergig und teilweise dicht bewaldet.

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Schroffe Felsen und steile Abgründe prägen das Landschaftsbild. Die höchste Erhebung in Laos ist der Phu Bai, dessen Höhe 2850m beträgt.

Die Flusslandschaft des Mekong, welche die natürliche Grenze zwischen Laos und Thailand bildet, ist ebenfalls eine Besonderheit des Landes. Die Länge des Grenzabschnittes ist ca. 200km lang. Der mächtige Mekong, an dem nicht nur Laos sondern auch noch China, Myanmar, Thailand, Kambodscha und Vietnam Anteil haben, erstreckt sich auf insgesamt 4500km Länge durch alle fünf Länder. Ein Drittel seines Weges legt er dabei in Laos zurück. Außerdem münden 15 Nebenflüsse in diesen mächtigen Fluss.
Liebevoll wird der Mekong auch als „Die Lebensader Laos“ bezeichnet. Nicht nur die Schifffahrt, die vor allem zum Zweck des Tourismus betrieben wird, sondern auch die Landwirtschaft profitiert maßgeblich von ihm. Große Reis- und Getreidefelder versorgt der Mekong mit ausreichend Wasser. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, von denen die Bevölkerung lebt, können so hergestellt werden, denn das Umland am Mekong ist im Vergleich zu anderen Teilen des Landes sehr fruchtbar.

Laos ist „die Ruhe selbst“ und steht für nahezu vollkommene Natürlichkeit und Ursprünglichkeit. So findet man kaum Bauprojekte wie große Autobahnen, Eisenbahnen oder Industrien, die das Landschaftsbild trüben. Laos ist authentisch bis auf den letzten Zentimeter.

Laos Geschichte 

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Laos entstand im 14. Jahrhundert. Fa Ngum gründete das Königreich Lan Xang, was übersetzt das „Reich der Millionen Elefanten“ bedeutet. Dieses Königreich umfasste nicht nur das heutige Laos, sondern auch Teile des heutigen Nordthailands und Myanmars. Bis ins 18. Jahrhundert bestand das Königreich Lan Xang. Danach zerfiel es in drei Dynastien, die miteinander nicht in Harmonie regierten.  Die drei Dynastien waren Luang Prabang, Champasak und Vientiane. Diese wurde immer wieder von den angrenzenden Ländern Siam, Burma und Vietnam angegriffen.  Die angrenzenden Länder, vor allem das mächtige Siam (heutige Thailand), waren so mächtig und einflussreich, dass Laos schließlich unter Siams Macht stand und die Laoten gezwungen wurden, sich in thailändischem Gebiet anzusiedeln und zu leben. Ab dem 19. Jahrhundert suchten viele europäische Länder nach Rohstoffquellen im asiatischen Raum, vorzugsweise in China. Frankreich reiste daher über den Mekong und den roten Fluss und fand heraus, dass auch Laos und die umliegenden Länder einige wertvolle Rohstoffe zur Verfügung hatten. Nachdem Frankreich schon Einfluss auf Vietnam und Kambodscha ausgeübt hatte sollte dies durch Eroberungen in Laos fortgesetzt werden. Nach einigen Auseinandersetzungen mit England und Siam konnte die Kolonialmacht Frankreich die „linke“ Seite des Mekong einnehmen und Siam dazu bringen, den Mekong als Grenze zwischen beiden Ländern anzuerkennen. So wurde das heutige Laos in die französischen Kolonien Indochina eingegliedert. Weitere wirtschaftliche Pläne wurden jedoch von keinem Erfolg gekrönt. Vor allem die von Ho Chi Minh 1930 gegründete kommunistische Partei Indochina, war ein Grund dafür. Diese hatte sich zum Ziel gesetzt, alle Kolonialherren aus dem Land zu vertreiben.

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde Laos von Japan besetzt. Schon im Herbst 1945 mussten Japan unwiderruflich kapitulieren. So zogen die japanischen Truppen wieder von dem Land ab. Infolgedessen erklärte Laos im Oktober 1945 die Unabhängigkeit. Von nicht allzu langer Dauer konnte Laos diesen Status halten, bis das Land kurz darauf wieder von französischen Truppen heimgesucht wurde und sich wieder in das französische Kolonialreich eingliedern musste. Erst mit Ende des ersten Indochina Krieges im Jahr 1954, gab Frankreich, auf der Indochina Konferenz in Genf, seine Ansprüche an Laos ab. So zogen alle französischen Truppen ab und Laos wurde die vollkommende Souveränität zugesprochen. Von 1955 – 1975 war der Vietnamkrieg, welcher auch als zweiter Indochina Krieg bekannt ist, da er sich auf ganz Indochina ausbreitete. In dieser Zeit verhielt sich Laos neutral und die Vereinigten Staaten erklärten Laos nicht offiziell den Krieg. Trotzdem wurde das Land stark bombardiert. Die Nordvietnamesen nutzten das Land zur Überquerung und auch der Ho-Chi-Minh-Pfad, der über laotisches Territorium führte, trug dazu bei. So gehörte Laos zu den am stärksten bombardierten Ländern. Vor allem auch amerikanische Truppen waren hieran beteiligt. Jedoch wurde dies nie offiziell und so spricht man von „Amerikas geheimen Krieg“. Nach langen Jahren des Leids und der Zerstörung übernahm die kommunistische Bewegung "Pathet Lao" die politische Macht und gründete die heutige Demokratische Volksrepublik PDR Laos. Das Land blieb weiterhin unsicher und instabil. So gab es nur noch eine geringe Bevölkerungszahl und viel Gewalttaten im Land. Ab 1986 wurde Maßnahmen zur Änderung der Wirtschafsformen eingeführt.  Der Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft sollte eingeführt werden. Viele Kontakte zum Ausland wurden hergestellt um die Wirtschaft des Landes zu stärken. Heute hat sich Laos stark weiterentwickelt. Seit 1997 ist Laos Mitglied der Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN – Association of South East Asian Nations – international Organisation südostasiatischer Staaten mit Sitz in Jakarta) Diese beschäftig sich mit Themen wie: Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenarbeit, Sicherheitsfragen, Kulturthemen und Umweltangelegenheiten.

Laos Bevölkerung

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Vielfältige Bevölkerung und Minderheiten in Laos

In Laos leben rund 6,6 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung verteilt sich über das ganze Land. Laos ist demnach sehr dünn und ungleichmäßig besiedelt. So leben durchschnittlich nur 22 Einwohner auf einem Quadratkilometer. In den fruchtbaren Ebenen  nahe des Mekong, im Süden Laos,  leben ca. zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. 70 % - zumeist selbstversorgende Bauern- erwirtschaften vor allem die Reisernte. Im Vergleich dazu leben nur etwa 20 % der Gesamtbevölkerung in den größeren Städten wie Vientiane oder Luang Prabang. Die Bevölkerung lässt sich außerdem in drei Gruppen einteilen.  Die größte Gruppe (ca. 55 % Anteil der Bevölkerung) , welche hauptsächlich in den Tallandschaften und Gebieten am und um den Mekong leben, heißen Lao (bzw. auch Lao Lum genannt). Die Lao Lum leben als Bauern in den flachen Gebieten Laos und bauen zumeist Reis an. Sie stark mit den Thaivölkern verwandt, was besonders an der Sprache zu erkennen ist. Daher ist die Verständigung der beiden Völker problemlos möglich.

Die zweite Gruppe, Lao Theung, ein indonesisches Volk, lebt im Hochland vorwiegend im Norden und Osten des Landes. Dieses Volk wird auch das Bergvolk genannt.  Die älteste Bevölkerungsgruppe des Landes lebt zumeist von der Jagd und von Brandrodungsbau. Manche sind mit der Zeit aber auch zum Reis-, Tabakanbau oder auch zur Viehzucht übergegangen.
Die nördlichen Gebirgsregionen  (über 1000m hoch auf den Bergkuppeln) werden von den Lao Soung bewohnt, die kleinste Volksgruppe im Land. Mit nur etwa 15 % Bevölkerungsanteil differenzieren sie sich unter anderem in die Hmong (auch Meo genannt) und Yao.

Auch einige kleinere Minderheiten leben in Laos, unter anderem Vietnamesen und Chinesen.

Religion in Laos

Der Buddhismus ist seit jeher die Staatsreligion in Laos. Heute leben mehr als 90 % der Gesamtbevölkerung des Landes nach dem Theravada Buddhismus, einer besonderen Form dieser Relegion. Der Theravada Buddhismus ist die älteste noch existierende Tradition des Buddhismus. Diese wird auf die Mönchgemeinde zurückgeführt, die die ersten Anhänger Buddhas waren.  Theravada bedeutet übersetzt „Schule der Ältesten“ und ist darauf ausgerichtet, dass nur wenige Auserwählte zur Erleuchtung erlangen. Deshalb versuchen die meisten Menschen so  viele Verdienste wie möglich im Leben  zu sammeln, welche ihnen dann eine bessere Wiedergeburt ermöglichen sollen. Neben dem Buddhismus haben auch der Ahnenkult, Animismus, Schamanismus und der Geisterglaube einen großen Stellenwert im Leben der Laoten.

Laos Sprache

Die Landessprache ist Laotisch und wird kurz Lao genannt. Sie weist viele Ähnlichkeiten zur thailändische Sprache, vor allem dem Isaan-Thai, auf. Des Weiteren gibt es auch noch zahlreiche Stammessprachen. Auch Französisch, Chinesisch, Englisch und Vietnamesisch wird vielerorts gesprochen und verstanden. Große Institutionen wie Ämter und Banken sowie Schilder im Straßenverkehr sind mit englischer und französischer Sprache beschriftet.

Währung / Zahlung / Umtausch in Laos

Die Währung in Laos ist der Kip. Banknoten gibt es im Wert von 1, 10, 20, 50, 100, 500, 1000, 2000, 5000, 10 000 und 20 000. Mit US Dollar sowie Thai Baht kann an vielen Stellen problemlos bezahlt werden. In den großen Städten wie Vientiane und Luang Prabang wird auch der Euro als Währung akzeptiert. In einigen Hotels sowie Restaurants und Geschäften werden Kreditkarten (Visa, Mastercard oder auch American Express) anerkannt. Auch Reiseschecks können zur Zahlung verwendet werden, sind jedoch nur in Vientiane eintauschbar. In den ländlichen Regionen sollte immer ausreichend Landeswährung im Gepäck vorhanden sein.

Stromversorgung in Laos

Die Stromspannung in Laos liegt zwischen 220 und 230 Volt. In den meisten Hotels sind im Vergleich zu Deutschland andere Steckdosen vorhanden, deshalb wird empfohlen einen internationalen Adapter mitzubringen.

Infrastruktur und Regionalflüge in Laos 

Die Infrastruktur in Laos ist mit anderen südostasiatischen Ländern nicht zu vergleichen. Trotzdem hat auch Laos zwei internationale Flughäfen – in Vientiane und Luang Prabang. Die beiden Städte werden von Loa Airlines und einigen anderen Fluggesellschaften wie Bangkok Airways angeflogen.

Vientiane ist außerdem ein wichtiger internationaler Flughafen für Thai Airways und Vietnam Airlines. Das laotische Land verfügt über ca. 13.000 Kilometer Straße, wovon jedoch nur 1.700 Kilometer asphaltiert sind. Auch ein intaktes Busnetz hat das laotische Land zu bieten.

Klimatisierte Busse sind zwar die Ausnahme, doch in fast jedem größeren Ort fahren sie vom zentralen Marktplatz ab. In der Regenzeit zwischen Juni und Oktober können wegen starken Überflutungen Nebenstraßen unpassierbar werden.

Sicherheit / Reisen mit Kindern in Laos

Laos zählt als sicheres Reiseland. Das hochreligiöse Land verachtet Kriminalität, da dies für die Buddhisten als äußerst schlechtes Karma gilt und sie so von ihrem Ziel der Wiedergeburt entfernt. Trotzdem sollten sich Touristen, wie auch in anderen Ländern, vor Diebstählen schützen. Generell wird empfohlen nur die nötigsten Dinge mitzunehmen und hochwertige Wertgegenstände im Hotel oder ganz zu Hause zu lassen. Außerdem sollten Reisende sich immer an den Reiseleiter halten und fremde Regionen nicht ohne dessen Anwesenheit aufsuchen. Hinterlassenschaften (z.B. Mienen) von den damaligen Kriegen können an unbewohnten Orten immer noch auftreten. Die Laoten sind ein besonders freundliches Volk. Insbesondere Toleranz und Herzlichkeit gehören zu den herausragenden Charakterzügen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Laoten besonders kinderfreundlich sind und auch gern auf die Kleinsten zugehen. Eine Reise mit Kindern sollte trotzdem gut überlegt sein. Durch eventuelle Inlandsflüge kann die Tour anstrengend für Kinder werden.