Reiseempfehlungen für Laos

Ein Land voller Facettenreichtum

  

Pakse - 4.000 tropische Eiländer

Wer Laos bereist sollte unbedingt die drittgrößte Stadt Pakse besuchen und das umliegende Highlight. Dort wo sich der Mekong auf ca. 14 km Breite erstreckt, dort befindet sich das Gebiet des mächtigen Flusses, welches unzählige Eiländer umschließt.  Si Phan Don oder auch besser unter dem Namen die 4.000 Inseln bekannt. Die unzähligen Inseln und Sandbänke, die teilweise in der Regenzeit überflutet werden und kaum sichtbar sind kommen wie durch Magie in der Trockenzeit hervor und strahlen voller Naturerlebnissen.

Nachts leuchtet der Mekong dann mit kleinen Lichtern der Fischerboote und morgens kann man Frauen beim waschen von Kleidung und Kinder beim Planschen im kühlen Nass beobachten. Das Leben am Mekong ist gemütlich und lädt Reisende zum Verweilen ein. Die Bewohner am Fluss leben von Reisanbau oder Fischerei. Ein Besuch bei den Einheimischen lohnt sich.

Am besten erkunden man das Gebiet während einer naturnahen Rundreise.

Steigen die 4.000 Inseln hervor so tuen sich wahre Naturparadiese auf. Die größte Insel Si Phan Don und die zwei kleineren Don Khong und Muang Khong, bieten sogar Schlafmöglichkeiten genauso für Backpacker als auch für Reisende mit höheren Ansprüchen. Von den drei größten Inseln der 4.000 werden sogar Bootsausflüge in und um die spektakuläre Inselwelt angeboten.

Ein Tipp: Mit ein bisschen Glück haben Reisende sogar die Möglichkeit die vom Aussterben bedrohten Irrawaddy Delfine zu beobachten. Die bis zu 2,75 m großen Individuen können bis zu 150 Kilogramm schwer werden. Die Irrawaddy Delfine haben keine langen Tauchzeiten und so kann die grauliche Hautfarbe des Öfteren an der Wasseroberfläche entdeckt werden. Auch folgen diese Tiere, mit einer für Delfine untypischen runden Schnauze, oft den Fischerbooten. Sie leben wie auch andere Delfine in sogenannten Schulen aus meist 6 Tieren und so ist ein Treffen mit ihnen sehr gut möglich.

Nong Kiau - Naturerlebnis pur

Es gibt Reisen und Begegnungen, da bleibt mehr hängen als nur eine Urlaubserinnerung – manche Orte und Menschen berühren einfach die Seele...

Und der kleine Ort Nong Kiau im Norden von Laos, am Zusammenfluss des Nam Ou und des Houay Houn gelegen, gehört ganz sicher dazu. Atemberaubend schön ist hier die Bergwelt, karstige Landschaften, endlose Flüsse und dickes, tropisches Grün machen den Reiz dieser Gegend aus.
Wer sich hierher „verirrt“, plant in der Regel etwas mehr Zeit für die Reise ein, denn mit regelmäßigem Verkehr oder der Anreise per Flugzeug sollte man nicht rechnen.

Mögliche Verkehrsanbindungen in die nächsten Orte oder nach Luang Prabang (etwas mehr als 100 km) werden mit dem öffentlichen Bus oder per Boot auf den Flüssen gewährleistet. Und wenn man die aufwendige Anreise hinter sich gebracht hat, möchte man hier - an einem Ort, der einen zurück zur Natur bringt – auch gern etwas länger bleiben.

Das Ortszentrum von Nong Kiau liegt traumhaft am Fuße des mehr als 1500 m hohen Berges Pha Kouong, auf beiden Seiten des Flusses findet man einfachste Gästehäuser. Eines der traditionellsten ist die Nong Kiau Riverside Lodge.
Die beiden Ufer sind durch eine monströse Stahlbetonbrücke miteinander verbunden, die nicht wirklich in das Landschaftsbild passt – allerdings genießt man von hier aus luftiger Höhe einen faszinierenden Ausblick auf einzigartige Landschaft.

Naturbegeisterte kommen in der Umgebung ganz sicher auf ihre Kosten.
Es gibt einige Höhlen zu erkunden, Trekkingtouren durch die Berge werden angeboten, man kann sich ein Fahrrad leihen und auf eigene Faust losziehen oder mit einem der Fischerboote auf Tour gehen.
Und sogar Kletterer können ihrer Leidenschaft an den steilen Hängen der Karstberge nachgehen. Sollte dies alles zu abenteuerlich sein, dann setzt man sich einfach ans Flussufer, genießt die Ruhe und eine Bergwelt, die ihresgleichen sucht. Alle die den Norden Laos bei einer Rundreise erleben möchten, werden vielleicht schon hier fündig.