Malaysia Informationen & Malaysia Reisetipps

Schmelztiegel der Kulturen

Iban beim Tanz

Schnorcheln nahe Pangkor Island

 Zwillingstürme Kuala Lumpur

Malaysia – fast so groß wie Deutschland, aber mit nur ¼ der Einwohnerzahl – unterteilt sich in die Halbinsel (Peninsula) Malaysia und die beiden Bundesstaaten Sarawak und Sabah auf der Insel Borneo und bietet seinen Besuchern Abwechslung pur.
Zwischen den Zwillingstürmen in Kuala Lumpur und den Batu Höhlen vor den Toren der Stadt genießt man modernes Dasein sowie Traditionen und Hightec. Hier findet der Besucher eine der modernsten Formel 1 Rennstrecken der Welt, genauso wie das geschichtsträchtige Malakka, in dem sich niederländische, portugiesische und britische Kolonialvergangenheit mit chinesischer Kultur mischt. Aber die Halbinsel Malaysia bietet noch viel mehr. Die Baumriesen in einem der ältesten tropischen Primärwälder der Erde, dem Taman Negara, die Insel der Mythen und Legenden, Langkawi, deren Traumstrände und bizarren Wald- und Felsformationen garantiert kein Mythos sind. Für Jahrhunderte begeisterten sich die Kolonialherren am Klima und der Vegetation der „malaiischen Schweiz“, den Cameron Highlands und auf den Inseln Tioman, Redang oder Perhentian findet man endlos scheinende Traumstrände und Entspannung vom Alltag.

Borneo, das Land der Orang Utans, Schildkröten, Langnasenaffen, Wildelefanten und der Iban. Hier wurde der Mann des Waldes noch nicht gänzlich verdrängt und lebt bis heute in den undurchdringlichen und teilweise gänzlich unberührten Wäldern des malaiischen Teils Borneos. Hier ist Malaysia noch ganz Natur, hier gibt es über Millionen von Jahren gewachsene Urwälder, den höchsten Berg Malaysias und die spektakulären Höhlen im Mulu Nationalpark auf der einen Seite sowie einsame, einzigartige Tauchregionen auf der anderen. Hier kommen seit Jahrtausenden Meeresschildkröten zur Eiablage an die unberührten Strände und hier lebt der Stamm der Iban, zum Teil noch nach steinzeitlichen Regeln und Traditionen.

Malaysias Geographie

Malaysia ist räumlich durch das südchinesische Meer geteilt und besteht im Westen aus der Halbinsel (Peninsula) Malaysia und im Osten aus den beiden Bundesstaaten Sarawak und Sabah, die den nördlichen Teil der Insel Borneo einnehmen. Insgesamt umfasst Malaysia eine Fläche von mehr ca. 330.000 km².
Der Norden von Peninsula Malaysia grenzt an Thailand, der Süden ist durch einen Damm mit Singapur verbunden. Im Westen ist der Indische Ozean mit der Straße von Malakka und im Osten das Südchinesische Meer. Die Hauptstadt von Malaysia, Kuala Lumpur, befindet sich ebenfalls auf der Halbinsel Malaysia.
Sarawak und Sabah (Ostmalaysia) grenzen im Süden an Kalimantan, den indonesischen Teil der Insel Borneo. Im Norden von Sarawak und Sabah bzw. im Osten von Sabah schließt sich ebenfalls das Südchinesische Meer an. Zwischen den beiden Bundesstaaten liegt noch das Sultanat Brunei.

Karte Malaysia mit Sarawak und Sabah


Peninsula Malaysia und die wichtigsten Orte und Inseln
 

Die Halbinsel Malaysia wird von Norden nach Süden von drei Faltengebirgen durchzogen (Bintang Berge, Gunung Tahan Gebirge, Titiwangsa Gebirge), was maßgeblich auch für das Klima hier verantwortlich. Im Landesinneren gibt es mit dem Taman Negara, einen der ältesten tropischen Regelwälder, auf unserer Erde und mit 2187 Metern den höchsten Berg der Halbinsel, den Gunung Tahan. Es werden Ölpalmen und traditionell Kautschuk angebaut, in den Küstengebieten überwiegend Reis. Westlich der Gebirgskette gibt es reichlich Zinnvorkommen. Den Süden bedecken zwei große Sumpfgebiete rund um die beiden Seen Tasik Chini und Tasik Bera, die beiden längsten Flüsse der Halbinsel Malaysia sind der Sungai Pahang und der Sungai Perak.

Die bedeutendste Stadt Westmalaysia ist Kuala Lumpur, die Hauptstadt. Sie liegt an der Westseite der malaiischen Halbinsel, etwa 35 Kilometer von der Küste entfernt. Die Stadt wurde 1857 von Zinnsuchern im Urwald gegründet und ist heute das politische und wirtschaftliche Zentrum von Malaysia.

Malakka liegt an der Südwestküste von Peninsula Malaysia, an der berühmten Meerenge – der gleichnamigen Straße von Malakka, die Malaysia von der indonesischen Insel Sumatra trennt. Seit 2008 steht Malakka auf Grund seiner gut erhaltenen und sehenswerten Altstadt aus Kolonialzeit auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Die Cameron Highlands sind nur etwa drei Stunden Fahrt von der Hauptstadt Kuala Lumpur entfernt und ein ideales Ziel für Naturliebhaber. Sie wurden nach ihrem Entdecker, dem britischen Landvermesser William Cameron, benannt. Die Berge erstrecken sich auf um die 1.500 Meter, weshalb das Klima hier sehr angenehm und deutlich kühler als im Flachland ist.

Der knapp 4500 km² große Taman Negara Nationalpark befindet sich im Zentralen Bergland der Halbinsel Malaysia. Einzigartig ist hier die Natur, der mehr als 130 Millionen Jahre alte Dschungel ist einer der ältesten unserer Erde. Dichtes, tropisches Grün, reißenden Flüsse und tosende Wasserfälle wechseln sich ab und sind Lebensraum für die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.

Langkawi liegt in der südlichen Andamanensee, sehr nah an der thailändischen Grenze. Die thailändische Nachbarinsel Koh Tarutao ist nur etwa 15 Kilometer von der Nordküste Langkawis entfernt. Der gesamte Archipel Langkawi besteht aus 99 Inseln und Inselchen.

Die Insel Penang liegt ca. 100 Kilometer südlich von Langkawi vor der Nordwestküste der Halbinsel Malaysias. Sie ist durch eine der längsten Brücken Asiens mit dem Festland verbunden. Nach Penang reist man vor allem, wenn man Interesse an Geschichte, Architektur und der Kultur der unterschiedlichsten Völker Malaysias hat. Weiter südlich in der Straße von Malakka liegen Pangkor Island und Pangkor Laut, zwei kleine Inseln mit wunderschönen Stränden, die man auch bequem von Kuala Lumpur aus erreicht.

Vor der Ostküste der Halbinsel Malaysia liegt Tioman, ideal für Naturliebhaber, Sportbegeisterte und Erholungssuchende. Knapp 40 km lang und etwa 12 km breit bietet Tioman traumhafte Sandstrände und ist von dichtem, tropischem Dschungel bedeckt, der sich teilweise bis in die Buchten erstreckt. Weitere bekannte Inseln vor der Ostküste sind Redang oder Pulau Perhentian und insbesondere bei den Einheimischen sehr beliebt sind Pulau Kapas und Pulau Sibu.


Sarawak und Sabah mit den wichtigsten Orten und Inseln

Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt und mehr als ein Viertel der Fläche nehmen die beiden Bundesstaaten Sarawak und Sabah ein. Die abwechslungsreiche Landschaft in Sarawak und Sabah besteht aus dichtem Dschungel, Mangrovengebieten, traumhaften Küstenabschnitten und Insel mit wunderschönen Stränden. Riesige Flüsse durchziehen die beiden Bundesstaaten und dienen als wichtige Transportwege, da sie oft die beste und schnellste Möglichkeit in den schwer zugänglichen Regionen von Sarawak und Sabah sind (siehe auch Infrastruktur Malaysia). Der Batang Rajang, der Sarawak durchquert, ist mit 564 Metern Länge der längste Fluss Malaysias.
Vor der Küste Sarawaks gibt es Erdölvorkommen, die sich bis nach Brunei erstrecken. Landschaftlich sind zum Beispiel der Mulu Nationalpark mit seinem ausgeprägten Höhlensystem und der Bako Nationalpark von Bedeutung.
Der höchste Berg Südostasiens, der Mount Kinabalu, thront mit seinen mehr als 4000 Metern Höhe über dem Kinabalu Nationalpark und nicht minder interessant sind die Dschungelgebiete des Danum Valley oder des Tabing Wildlife Parks, wo Nasenaffen, Orang-Utans, Nashornvögel und Elefanten beobachten werden können. Eine große Gebirgskette zieht sich im Süden von Sarawak bis nach Sabah immer entlang der malaiisch-indonesischen Grenze.

Kuching ist nicht nur die größte Stadt auf Borneo, sondern auch die Hauptstadt des malaiischen Bundesstaates Sarawak und hat einen Flughafen mit internationalen Verbindungen. Sie liegt am Fluss Sarawak, der unweit von Kuching in das Südchinesische Meer mündet.

Kota Kinabalu ist wiederum die Hauptstadt des malaiischen Bundesstaates Sabah. Die Stadt wird ebenfalls international angeflogen und ist das wirtschaftliche Zentrum. Einst als "Jesselton" gegründet, erhielt Kota Kinabalu den heutigen Namen, der auf den nahe gelegenen, Mount Kinabalu zurückzuführen ist, erst Ende der 1960-iger Jahre.

Insbesondere tauchbegeisterte Gäste zieht es auf die vor Sabah gelegenen Inseln Lankayan, Sipadan oder Mabul, um nur einige zu nennen. Diese laden mit ihren weißen Traumstränden und glasklarem Wasser zu wunderschönen Inselaufenthalten ein und der Fischreichtum sowie die Artenvielfalt der farbenfrohen Unterwasserwelt vor Sabah lassen Taucherherzen höher schlagen.

Orang Utan in Sarawak

Tauchen vor Sarawak

Einheimische in Sarawak

Malaysias Geschichte  

Frühgeschichte

Malaysias Geschichte lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Die geographische Lage spielte schon immer eine bedeutende Rolle, denn in Malaysia kreuzten sich von jeher wichtige Handelswege, sowohl auf dem Land- als auch dem Seeweg, was die Geschichte des Landes beeinflusste.
Den ersten malaiischen Menschen fand man in den Nias Höhlen in Sarawak, der Schädel wurde auf 40.000 Jahre geschätzt. Die Funde auf der malaiischen Halbinsel sind jüngerer Geschichte, hier wurde 1991 das Skelett eines vor 11.000 Jahren lebenden Mannes in einer Kalksteinhöhle gefunden.
Schon in früher Zeit (ab ca. 3000 v.Chr.) wanderten die Vorfahren der Malaien aus dem heutigen Südchina ein. Sie fanden in den zahlreichen Höhlen Schutz und lebten vom der Jagd, später auch vom Ackerbau und an den Küsten zusätzlich vom Fischfang. Die Orang Asli wurden im Laufe der Jahre immer weiter in die Berge im Inneren des Landes gedrängt, wo sie auch heute noch leben.

Die Zeit der indischen Reiche

Erste indische und arabische Händler trafen bereits im 1. Jahrhundert an der malaiischen Westküste ein, danach kamen chinesische Dschunken, die die Ostküste Malaysias ansteuerten. Der Handel mit Porzellan aus China, Luxusgütern aus Persien gegen Edelhölzer, Gold und Gewürze begann und tamilische Händler gründeten um das Jahr 300 die Stadt Kalah im heutigen Nordwesten von Malaysia, die zu einem Königreich wurde. Der Name hat sich nahezu bis in die heutige Zeit gehalten und findet sich im Bundesstaat Kedah wieder. Von Kalah aus wurde der Handel mit China aus erweitert, Elefantenkarawanen brachten Waren an die Ostküste und wieder zurück.
Kalah bestimmte bis etwa zum 7. Jahrhundert das Geschehen. Später folgten weitere, kleine Königreiche, die allerdings alle ab dem 13. Jahrhundert vom buddhistischen Königreich Sri Vijaya, das sein Zentrum auf der Insel Java hatte, beeinflusst wurden.

Die Blütezeit Malakkas

Der Prinz Parameswara floh nach der Eroberung des Sri Vijaya Königreichs und lebte zunächst von der Piraterie in der Straße von Malakka und gründete später den Hafen von Malakka, strategisch perfekt gelegen. Malakka wurde nicht nur zum wichtigsten Handelshafen, von hier aus wurden auch weite Teile Malaysias und sogar Sumatras überwacht. Im Jahre 1414 trat Prinz Parameswara zum Islam über und wurde zum Sultan Iskandar Shah, was für die weitere Geschichte und Religion Malaysias von großer Bedeutung war. Malakkas Blütezeit dauerte etwa 100 Jahre an, es folgten Eroberer aus Europa.

Malakka und die Kolonialzeit

Im 15. Jahrhundert kamen die Portugiesen auf dem Seeweg nach Malakka, um Handel mit den Gewürzen voran zu bringen. Alfonso de Albuquerque kam 1511 mit seiner Flotte und erkämpfte sich die Vorherrschaft in Malakka, das zu der Zeit von Sultan Mahmud von Malakka regiert wurde. Die Stadt stand von nun an für etwa 130 Jahre unter der Macht der Portugiesen, die Zölle einführten und damit die Straße von Malakka kontrollierten. Auch die Portugiesen versuchten zu missionieren, hatten aber wenig Erfolg. Dennoch finden sich noch heute viele Kirchen in Malakka als christliche Zeugnisse aus dieser Zeit. Auch die berühmte Festung A Famosa wurde durch die Portugiesen erreichtet.
Im Jahre 1641 übernahmen die Holländer mit der East India Company die Macht in Malakka, hatten allerding ihr Handelszentrum auf Java, in Batavia (heute Jakarta) und Malakka verlor zunehmend an Bedeutung. Ab Ende des 18. Jahrhunderts zeigten die Engländer Interesse an Malaysia und so besetzten Sie Malakka. Im Rest des Landes existierten eigenständige Sultanate, an denen England allerdings später ebenfalls Interesse zeigte.

Foto aus dem Koo Koongsi auf Penang
 

Penang Koo Koongsi - altes Foto

Dies verstärkte sich als im 18. Jahrhundert reiche Zinnvorkommen entdeckt wurden und auch der Anbau und Handel von Kautschuk immer mehr zunahm. So wurden im Jahr 1826 Penang, Malakka, Pangkor und Singapur (1819 von Thomas Stammford Raffles gegründet) zur englischen Kronkolonie Straits Settlements zusammengeschlossen. Die Sultanate Perak, Selangor, Pahak und Negri Sembalan behielten ihre Herrschaft und wurden Ende des 19. Jahrhunderts zu Protektoraten zusammengeschlossen, die ihre Entscheidungen von einem englischen Residenten absegnen lassen mussten, damit die englische Krone ihre Interessen wahren konnte. 1896 wurden diese vier Sultanate zu den Föderierten Malaiischen Staaten und Kuala Lumpur zur Hauptstadt. 1909 traten auch die bis dahin unter der Herrschaft Thailands stehenden Staaten Perlis, Kedah, Kelantan und Terengganu der Föderation bei und 1919 folgte das Sultanat Johor im Süden Malaysias.

Malaysia und seine Unabhängigkeit

Mit dem Zweiten Weltkrieg verloren die Engländer ihre Herrschaft über Malaysia. Sie kehrten zwar nach der Besetzung durch Japan 1945 noch einmal zurück, doch das Interesse an der Unabhängigkeit Malaysias wurde immer stärker. Nach dem Zweiten Welt krieg bildeten sich verschiedene Parteien, darunter die von den Malaien geführte Malay National Organisation (UMNO), der mehrheitlich indische Malayan Indian Congress (MIC) und die chinesische Malayan Chinese Assoziation (MCA). 1948 wurde die Föderation von Malaya gegründet, denen die verschiedenen Sultanate als auch die Straits Settlements mit Penang, Pangkor, Malakka und Singapur angehörten. Die ebenfalls chinesisch geführte, kommunistische Partei MCP wollte ihre Macht ausweiten und es gab kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erneut kriegerische Auseinandersetzungen, die mehr als 20.000 Menschen das Leben kostete und das Land zwischen 1948 und 1960 in den Ausnahmezustand versetze.

Moschee in Sarawak

Die UMNO, MCA und MIC schlossen sich später zu einem Parteienverbund zusammen und gewannen 1955 die Wahlen in Malaysia und die Engländer mussten endgültig ihren Abzug erklären. Der 31.08.1957 wurde für zum Unabhängigkeitstag und Tunku Abdul Rahman der erste Premierminister.


Die Geschichte Sabah und Sarawak sowie der gemeinsame Weg in 2. Jahrtausend

Singapur war mit seiner überwiegend chinesischen Bevölkerung zunächst nicht dem Staatenbund beigetreten. 1963 entschloss man sich dennoch dazu, genau wie die beiden Bundesstaaten Sabah und Sarawak, die bis in 20. Jahrhundert ihren eigenen Weg gegangen sind. Sie gehörten im 19. Jahrhundert ebenfalls zur englischen Krone, Sabah unterstand seit 1881 der Handelsgesellschaft British North Borneo Company und in Sarawak stand 100 Jahre unter der Herrschaft der Brookes, der so genannten Weißen Rajahs.
Am 07.08.1965 wurde Singapur nach Unruhen vom Staatenbund ausgeschlossen und am 09.08.1965 die Unabhängigkeit Singapur erklärt.

In den vergangenen 50 Jahren gab e einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und aus Malaysia wurde ein dynamisches Wirtschaftsland mit eigenen Industrien. In seiner „Vision 2020“ verfolgt Malaysia u.a. den Ausbau von Schulen und Universitäten, die Förderung der Forschung und moderner Technologien sowie den Aufbau einer eigenen Autoindustrie. Und auch der Tourismus spielt hier eine tragende Rolle, denn immerhin ist  es die zweitwichtigste Devisenquelle von Malaysia.

Mlaysias Bevölkerung

Zu Beginn ein paar Zahlen und Fakten über Malaysia Bevölkerung:

Einwohnerzahl Malaysia

Einwohnerzahl Kuala Lumpur

Bevölkerungsdichte Malaysia

Bevölkerungsdichte Kuala Lumpur

Ethnische Unterteilung

 

Religion
 

Lebenserwartung

ca. 29 Millionen

ca. 1,6 Millionen

ca. 72 Einwohner/km²

ca. 6055 Einwohner/km²

ca. 50 % Malaiien | 24 % Chinesen | 7 % Inder
11 % Ureinwohner und andere Volksstämme
8 & Einwanderer und deren Nachkommen

60 % der Bevölkerung bekennen sich zur Staatsreligion Islam
Den Rest teilen sich Hindus, Sikhs, Buddhisten und Animisten

ca. 74 Jahre


Malaysia ist ein Vielvölkerstaat, weshalb das Land oft auch als „Schmelztiegel der Kulturen“ bezeichnet wird. Dies stimmt aber nur in einem gewissen Maße, denn die verschiedenen Kulturen und Religionen haben sich nicht zu einem kosmopolitischen Ganzen zusammen gefügt, sie leben eher multikulturell und friedlich nebeneinander und jede Bevölkerungsgruppe wahrt ihre Traditionen, Sprache und Gewohnheiten.

Die Malaien machen nicht nur die größte Bevölkerungsgruppe in Malaysia aus, sie sind es auch, die überwiegend das wirtschaftliche und politische Geschehen des Landes bestimmen. Auch wenn die Moderne selbst in den Dörfern der malaiischen Ureinwohner, der Orang Asli, Einzug gehalten hat, so unterscheidet sich ihre Lebensweise dennoch sehr von den Malaien in den Städten. Die Großfamilien leben in traditionellen Siedlungen und das gemeinschaftliche Interesse steht meist über den privaten Bedürfnissen eines Einzelnen.
Die Ureinwohner in Sabah und Sarawak werden Dayak genannt, wobei es hier zahlreiche, unterschiedliche Völker und Stämme gibt – in Sarawak sind es etwa 25 und in Sabah fast 70.

Die Chinesen kamen im 19. Jahrhundert nach Malaysia, ein großer Teil davon war ungelernt und als Plantagen- oder Zinnminenarbeiter für die Kolonialherren tätig. Aber auch chinesische Kaufleute und Seefahrer suchten ihr Glück in Malaysia. Viele gelangten zu Wohlstand, was daran lag, dass Chinesen allgemein sehr fleißig und geschäftstüchtig sind. Viele kehrten reich zu ihren Familien in China zurück, andere blieben und ließen sich dauerhaft nieder und sind noch heute in den Bereichen Handel, Industrie oder Dienstleistung tätig. Ein treffendes Beispiel für den Reichtum der Chinesen ist das ehemalige Wohnhaus Khoo Kongsi auf Penang.

Auch die Inder kamen einst als Arbeiter für die Tee- oder Kautschukplantagen bzw. für den Bau der Straßen und Eisenbahn nach Malaysia. Einige von ihnen machten sich auch in Verwaltungsbereichen verdient und so sind noch heute viele Inder als Beamte, Rechtsanwälte oder Lehrer tätig.

Zu den kleineren Minderheiten in Malaysia zählen u.a. auch Vietnamesen, Indonesier oder Thailänder, die aus den Nachbarländern kommen, um in Malaysia zu arbeiten.
Eine weitere Besonderheit sind die Baba Nonya (auch Peranakan), ein Völkergemisch, das aus der Verbindung von Chinesen mit malaiischen Frauen entstand. Und auch die Portugiesen gingen Ehen mit Einheimischen ein. Ihre Nachfahren und die der baba Nonya leben heute überwiegend im der Region und Malakka.

Muslimische Frau in Terengganu

Indischer Junge in Malaysia

junge malaiische Frau

Religion in malaysia

Der Islam ist Staatsreligion in Malaysia, die Verfassung garantiert aber allen Menschen freie Religionsausübung. Und dies ist in Malaysia aufgrund des Vielvölkergemischs auch sehr wichtig und kann in vielen Orten beobachtet werden. So findet man auf Penang im historischen Zentrum der Inselhauptstadt Georgetown die Kirche St. Georg, einen chinesischen und einen hinduistischen Tempel und nicht weit entfernt die Kapitan Keling Moschee. Auch in der Hauptstadt Kuala Lumpur findet sich dieses friedliche Nebeneinander und so entdeckt man tagsüber das Indische Viertel mit dem Sri-Mariamm Tempel oder besichtigt die Nationalmoschee, um dann am Abend durch Chinatown zu spazieren.

Rund 60 % der Malaien bekennen sich zum Islam und folgen den Lehren des Korans. Die Malaien sind fast alle Sunniten, d.h. Traditionen und Gewohnheiten sind fester Bestandteil ihres Glaubens. Streng islamisch geprägt sind insbesondere der Nordosten und die Ostküste von Peninsula Malaysia mit den Bundesstaaten Kedah, Kelantan und Terrengganu. Hier sind freitags, dem offiziellen Feiertag, und an islamischen Feiertagen öffentliche Einrichtungen geschlossen, was ggf. bei der Reiseplanung für Malaysia berücksichtigt werden sollte.

Neben dem Islam wird der Hinduismus von vielen aus Indien oder Sri Lanka stammenden Einwanderern gelebt und die Chinesen in Malaysia sind meist Anhänger des Buddhismus, Taoismus oder Konfuzianismus. Der christliche Glaube kam mit den Missionaren aus Portugal im 16. Jahrhundert nach Malaysia und wird noch heute von fast einer Million Malaien praktiziert.

Unter den Ureinwohnern auf der Halbinsel Malaysia, den Orang Asli, und den Stämmen in Sabah und Sarawak ist der Animismus – der spirituelle Naturglaube – stark verbreitet.

malaysias sprache

Bahasa Malaysia ist die Landessprache und wird seit 1984 in allen Schulen und Universitäten als Unterrichtssprache genutzt. Als zweite Sprache wird - hauptsächlich auch in der Wirtschaft - englisch genutzt, was auf die Kolonialzeit zurückzuführen ist. Bahasa Malaysia ist sehr einfach zu erlernen und gehört zu den austronesischen Sprachen. Sie wird, gemeinsam mit der stark verwandten Bahasa Indonesia, von mehr als 350 Millionen Menschen gesprochen.

Währung | Zahlungsmittel | Umtausch in malaysia

Die Währungseinheit in Malaysia ist der Malaysische Ringgit, abgekürzt MYR. Ein Ringgit besteht aus 100 Sen. Es gibt Münzen zu 5, 10, 20 bzw. 50 Sen sowie zu 1 Ringgit. Die Scheine reichen von 2, 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 bis zu 1000 Ringgit. Ein Euro entspricht umgerechnet rund 4,46 MYR (Stand Dez 2013).

Neben Bargeld, EC-Karten werden in Malaysia auch alle gängigen Kreditkarten wie Visa, Mastercard, American Express und Diner´s Club in der Regel in den Hotels, Restaurants und Einkaufszentren als Zahlungsmittel akzeptiert. 

Ausländische Währungen, so auch Euro, können bei Banken und in Wechselstuben umgetauscht werden, auch alle größeren Hotels wechseln Geld. Sofern größere Städten besucht werden, kann an Bankautomaten (ATM) mit dem Aufdruck „Maestro“ Bargeld mit Hilfe der EC-Karte und der PIN abgehoben werden. So erhält man in aller Regel den optimalsten Wechselkurs.

Stromversorgung in malaysia

In Malaysia gibt es Wechselstrom mit einer Spannung von 220 Volt oder 250/50 Hertz. Steckdosen folgen in der Regel dem englischen System, es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Adapter für die Reise mitzunehmen.

Infrastruktur in malaysia


Verkehrsverbindungen Peninsula Malaysia

Westmalaysia verfügt über eine nahezu perfekte Infrastruktur und ein gut ausgebautes Straßensystem, das Reisen im Land ist relativ bequem. Mehr als 100 Flughäfen bieten Verbindungen zu Regionen innerhalb Malaysia, was aufgrund der geographischen Lage oftmals die schnellste Möglichkeit ist, das nächste Ziel zu erreichen, insbesondere wenn man die westliche Halbinsel Malaysia mit Sarawak und/oder Sabah verbinden möchte. Die international operierenden Flughäfen von Kuala Lumpur, Penang, Langkawi, Kota Kinabalu und Kuching werden von zahlreichen Fluglinien aus aller Welt angeflogen.

Der Nord-Süd-Highway von Peninsula Malaysia zieht sich immer entlang der Westküste von Hat Yai (thailändische Seite) bis nach Johor Bharu, ab dort ist es nur noch ein Katzensprung bis Singapur. In der West-Ost-Achse gibt es drei Autobahnen. Zwei Highways starten in Kota Bharu im Osten von Peninsula Malaysia, wobei die nördlichste Verbindung nach Butterworth am Beginn der Straße von Malakka führt und die zweite sich entlang des nördlichen Taman Negara über die Cameron Highlands bis nach Ipoh erstreckt. Die südlichste Schnellstraße verbindet die Ostküstenstadt Kuantan direkt mit der Hauptstadt Kuala Lumpur.

Sich mit einem Mietwagen in Malaysia fortzubewegen ist für gute Autofahrer mit Englischkenntnissen kein Problem. Die gut ausgebauten Straßen sind perfekt beschildert und neben lokalen Autovermietungen sind in Malaysia auch internationale Ketten, wie Hertz, Avis oder Budget ansässig.

Das erste Teilstück der heutigen Eisenbahnlinie, die von Singapur über Butterworth nach Bangkok führt, wurde bereits 1885 fertig gestellt. Diese Westroute zieht sich entlang der Westküste von Malaysia und zweigt einmal in Gemas (nahe Malakka) ab, wo sie weiter nach Kota Bharu an der Ostküste geht und dann nach Hat Yai in Südthailand, wo sie wieder mit der Westroute zusammenstößt.

Malaysia verfügt über mehrere Häfen und Passagierschiffe verkehren beispielsweise zwischen Kelang (nahe KL) oder der Insel Penang und Medan auf Sumatra sowie zwischen Malakka und Dumai auf Sumatra bzw. weiteren indonesischen Inseln oder Singapur.

Als Nahverkehrsmittel dienen überwiegend Taxen, Busse oder die MRT (Stadtbahn) in Kuala Lumpur. Rikshaws oder Trishaws  werden von der einheimischen Bevölkerung u.a. noch auf Penang oder an der Ostküste genutzt, für Touristen gibt es solche Fahrten beispielsweise in Malakka.

Autoverkehr auf Penang

Rundflug über Kuala Lumpur

Stadtbahn Kuala Lumpur

Verkehrsverbindungen Sabah und Sarawak

Durch die große räumliche Trennung zwischen Westmalaysia und Sabah bzw. Sarawak auf der Insel Borneo ist das gut ausgebaute Flugnetz von großer Bedeutung, wenn man schnell und bequem reisen möchte. Neben Flügen mit Malaysia Airlines werden auch immer mehr Strecken durch die Billigfluglinie Air Asia abgewickelt.

Das Straßennetz in Sabah und Sarawak ist lange nicht so perfekt wie im Westteil von Malaysia, dennoch kommt man auf den Trans-Sabah Highway, der von Tawau im Südosten von Sabah nach Kota Kinabalu an der Nordwestküste führt, relativ zügig voran. Diese Strecke führt dann weiter via Brunei nach Sarawak und endet in der Hauptstadt des Bundesstaates, in Kuching.

Einige Regionen in Sarawak und Sabah sind auch heute noch schwer zugänglich und es existieren keine Straßen. Stattdessen dienen Boote als wichtiges Fortbewegungs- und Transportmittel, so zum Beispiel auf dem Batang Rajang in Sarawak und auf dem Kinabatangan in Sabah.

 

Sicherheit | Reisen mit Kindern in malaysia

In Malaysia können sich Urlauber frei und in Sicherheit bewegen, was auf die politische Stabilität, eine niedrige Kriminalitätsrate, das gut ausgebaute Verkehrsnetz, ein effizientes Gesundheitswesen und modernste Telekommunikation zurückzuführen ist.

Gleichermaßen ergeben sich dadurch beste Voraussetzungen für das Reisen mit Kindern. Die jeweiligen Reisen sollten auf das Alter als auch auf die physische und psychische Konstitution des jeweiligen Kindes abgestimmt sein und Eltern sollten persönliche Bedürfnisse ihrer Kinder kennen. Die Malaien sind sehr kinderlieb und durch die Vielfalt des Landes ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, angefangen bei Tierbeobachtungen auf Borneo, über Themenparks, wie beispielsweise der Sunway Lagoon in Selangor bis hin zu traumhaften Stränden, wie auf Langkawi oder Tioman bieten sich tolle Urlaubsideen für Malaysia mit Kindern.