Myanmar Informationen & Myanmar Reisetipps

Zu Gast in Buddhas Lieblingsland

Kleine Mönche in Mrauk Oo

Myanmar - das Land der Pagoden, ist eines der letzten Reiseländer Asiens, das vom Massentourismus noch verschont geblieben ist. Da Myanmar erst seit Anfang der 90er Jahre ohne Probleme zu bereisen ist, findet der Besucher eine Welt des ursprünglichen Asien wie kaum in einem anderen Land. Man fühlt sich in ein Asien vergangener Jahrhunderte zurückversetzt. Das Land liegt zwischen viel besuchten Ländern wie Thailand, Indien und China. Myanmar ist über die großen asiatischen Metropolen bequem per Flug erreichbar. Das Land, welches früher auch Burma oder Birma genannt wurde,  ist ungefähr doppelt so groß wie Deutschland. Nach der britischen Kolonialzeit, die von 1885 bis 1948 dauerte, waren die Interessen der einzelnen Volksgruppen so unterschiedlich, dass das Land zu zerfallen drohte. Seit 1962 wird das Land von einer Militärjunta regiert. Die einzigartige Landschaft, die vielen Sehenswürdigkeiten und vor allem die Freundlichkeit und Wärme, die die Einwohner Myanmars den Besuchern entgegenbringen sind überwältigend. In Myanmar leben mehr als 130 verschiedene Volksgruppen. Hauptreligion ist der Buddhismus, der für fast 90 Prozent der Menschen die zentrale Rolle im Leben bildet.

Deshalb findet man auch heute noch ein Land mit tausenden Pagoden und Klöstern. Authentischen Dörfern, Handarbeitszentren, historische Gebäude aus der Britischen Kolonialzeit, große Flüsse, Wälder, bunte Märkte, traumhafte Strände und vieles mehr machen Myanmar so einzigartig.

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Myanmars Geographie

Birma, Burma oder Myanmar – der größte Festlandstaat Südostasiens hat viele Namen. Myanmar ist mit einer Gesamtfläche von 676.577 km² etwa doppelt so groß wie Deutschland und begeistert mit abwechslungsreicher Landschaft, die sich generell in drei geografische Regionen einteilen lässt: die westliche Bergregion, die fruchtbare Zentralebene und die östlichen Bergketten.
Wie eine Barriere umgeben Gebirge das Land hufeisenförmig und grenzen es so von den sechs Nachbarstaaten ab. Im Westen grenzen Myanmars Staaten Rakhine und Chin an Indien, Bangladesch und die Bucht von Bengalen. Hier befinden sich die Ausläufer des Himalayas und durchziehen diese Region mit bis zu 3.000 m hohen Bergen, wie beispielsweise den Mount Victoria in der Chin Provinz. Das Arakan-Gebirge ist die südliche Verlängerung der Himalaya-Bergkette. Es durchzieht den Westen bis zu Andamansee und teilt diese dort vom Golf von Bengalen.
In der Andamansee befindet sich der noch nahezu unerforschte Mergui-Archipel mit mehr als 700 kleinen Inseln, von denen der Großteil bewaldet und unbewohnt ist. Heute kann man hier idyllische und einsame Tage während einer Kreuzfahrt im Mergui Archipel verbringen und den nahezu verlassenen Archipel kennen lernen. Die Grenze zu Thailand und Laos im Osten Myanmars wird teilweise vom Mekong markiert. Auf burmesischer Seite grenzt das Shan Plateau an, welches mit einer durchschnittlichen Höhe von 1.000 m ideal für Aktiv-Touren um Kengtung ist. Einzelne Berge erreichen aber auch hier eine Höhe von bis zu 2.600 m. Der Norden Myanmars beherbergt ganzjährig schneebedeckte Berge, wie zum Beispiel den Hkakabo Razi. Dieser 5.881 m hohe, vergletscherte Berg ist die höchste Erhebung in Südostasien und befindet sich inmitten der Himalaya-Ausläufer. Wanderer, Naturfreunde und Ruhesuchende kommen bei einer geführten Aktivrundreise nahe Putao auf ihre Kosten.

Myanmar Karte

Die zentralen Ebenen Myanmars werden vom Bago-Gebirge durchzogen, in dem sich zahlreiche Teakholzwälder befinden. Das Gebirge durchzieht das Land nahezu senkrecht, östlich befindet sich das Becken des Sittoung-Fluss und westlich das des Ayeyarwady. In der Nähe Bagans trifft das Bago-Gebirge auf den Mount Popa (ca. 1.519 m), der geologisch jüngste Vulkanberg des Landes.
Der längste Fluss Myanmars ist der Thanlwin, dieser ist aber aufgrund seines Laufes durch Gebirge und Bildung von gefährlichen Stromschnellen nur wenige hundert Meter schiffbar. Mit 2500 km entspringt er in Tibet und durchzieht China südwärts bis er auf das Shan-Plateau trifft und schlussendlich nahe Mawlamyine im Süden Myanmars in den Golf von Martaban mündet. Der bedeutendste Fluss ist aber der Ayeyarwady (alt: Irrawaddy), der sich mit einer Länge von 2.000km aus zwei Quellflüssen im Hochgebirge des Nordens bildet und bei seinem Weg in Richtung Süden die Ebenen des zentralen Myanmars formte. Er ist zu großen Teilen schiffbar, ebenso wie sein wichtigster Zufluss – der Chindwin. Kreuzfahrten in Myanmar führen meist entlang des Ayeyarwady oder des noch weniger bekannten Chindwin.  Der Ayeyarwady mündet in einem 50.000 km² großen Delta nahe Yangon in die Andamansee. Der Südosten des Landes wird vom 560 km langen Sittoung-Fluss durchflossen.

Geschichte Myanmars

Myanmar kann auf eine bewegte und zugleich faszinierende Geschichte zurückschauen. Drei Burmesische Reiche, drei Anglo-Burmesische Kriege, Kolonialherrschaft, die Unabhängigkeit und eine Militärregierung – so könnte man die Vergangenheit dieses einzigartigen Landes zusammenfassen.

Das erste Burmesische Reich Bagan (1057-1287n. Chr.)

Über die Anfänge einer der damals schillerndsten und mächtigsten Metropolen ist heute nicht viel bekannt. Bagan wurde einst aus 19 Dörfern zusammengeschlossen und erhielt im Jahre 849 erstmals eine Stadtmauer. Der Name der Stadt war damals „Arimaddanapura“, was so viel bedeutete wie „Stadt der Feindevernichter“. Im Jahr 1044 bestieg König Anaw-rahta den Thron, mit ihm begann der glorreiche Aufstieg der Tempelstadt. Unter ihm wurde Bagan weltweit bekannt als eine der bedeutendsten Metropolen jener Zeit.
Es gab zu dieser Zeit große religiöse Differenzen, denn der Großteil der damaligen Landesbevölkerung praktizierte den Geisterglauben oder gehörte der Ari-Sekte an. Diese Vereinigung hatte sich mit den eigenen Ansichten weit von den Lehren Buddhas entfernt, so konnte selbst Mord verziehen werden und den Männern stand das „Recht der ersten Nacht“ vor der Hochzeit zu – im klassischen Buddhismus undenkbar.
Unter der Herrschaft Anaw-rahtas versuchte man die Menschen zum einheitlichen Theravada-Buddhismus zu bekehren und so die Religion des Landes zu vereinen. Durch die Einführung dieses Buddhismus wurde die macht der Ari-Sekte nahezu gebrochen.
Legenden zufolge traf sich der regierende König mit dem Mönch Shin Arahan aus dem Mon-Reich von Thaton und schickte auf dessen Anraten Gesandte nach Thaton aus, um die in drei Körben aufbewahrten Schriften  des Theravada-Buddhismus zu erbitten. Doch Anaw-rahta rechnete nicht mit dem Widerstand des dort herrschenden Mon-Königs Manuha. Nach dessen Verweigerung sag sich der König Bagan gezwungen, ein Heer in das reich Manuhas zu entsenden. Nach einer dreimonatigen Auseinandersetzung siegte Anaw-rahta und er belagerte die Hauptstadt des Mon-Reichs. Er nahm sämtliche Schriften, Schätze und Reliquien mit nach Bagan, auch Gelehrte, Soldaten und die Königsfamilie selbst wurden nach Bagan verschleppt...weiter

Mönch auf der Tempelebene in Bagan

Der Weg zum Zweiten Burmesischen Reich (1299-1531 n. Chr.)

Nach dem Fall Bagans 1287 existierten andere Königsstädte weiter. Doch keine hob sich so heraus wie Inwa, sie sollte bald zu bedeutendsten der damaligen Zeit werden. In Bago unterdessen begründete Wareru mit Hilfe ds siamesischen Königreiches Sukhothai das Mon Reich um Bago und erweiterte dieses über den gesamten Süden Myanmars aus. Anfang des 14. Jahrhunderts begründeten Shan-Fürsten neue Hauptstädte in Sagaing und Myint Saing, dennnoch behielt Inwa der Vorreiterstatus. Trotz der Tatsache, dass die ersten Herrscher Inwas Shan-Fürsten waren, blieb das Reich stets burmesisch – alle Inschriften wurden in der burmesischen Sprache verfasst und auch die damaligen Schriftsteller nutzen diese.
Lange Zeit gab es erbitterte Kämpfe zwischen Bago und Inwa um die Vorherrschaft im Land. Nach dem Tod der Könige brachen immer wieder Kämpfe aus, die darüber entscheiden sollten, welches Reich den Nachfolger bestimmen darf. Unter anderem versuchte beide Reiche sich die Region Arakhan anzueignen. Je nachdem, wer nach dem Tod eines Arakhan-Königs den Machtkampf gewann, durfte einen König aus seinem eigenen Reich in Arakhan einsetzen. Der rechtmäßige Herrscher Arakhans allerdings floh 1406 ins Nachbarland Bengalen und kehrte erst nach 24 Jahren zurück, um mit Hilfe des bengalischen Königs seinen eigenen Thron zurück zu erkämpfen.  1433 wurde Mrauk Oo die neue Königsstadt, die mit der Unterstützung der Portugiesen unter seinen Nachfolgern mit Befestigungsanlagen geschützt wurde. Dank dieser Verbindung nach Europa weitete sich das Arakhan Reich für eine bestimmte Zeit bis in den Norden nach Chittagong aus...weiter

Die Anglo-Burmesischen Kriege

Nachdem der König Bayint-Naung gestorben war, nahmen die Siamesen (das heutige Thailand) die vorher von den Mon eingenommenen Regionen im heutigen Nordthailand und die Shan-Provinz ein. Da die Siamesen mit einem großen Heer in Myanmar einwanderten, fühlte sich der König von Bago nicht mehr sicher, er gab Bago auf uns flüchtete nach Toungoo. Nach dem Sieg der Burmesen in Ayuthhaya im Jahr 1564 nahmen die Siamesen nun Toungoo ein.
Die Bewohner Arakhans plünderten Bago nachdem die Stadt verlassen wurde und nahmen mehrere Orte am Fluss Ayeyarwady ein. Die Hauptstadt wurde im 17. Jahrhundert endgültig nach Inwa verlegt, hier fühlte man sich vor Angriffen von thailändischer Seite geschützt. Innerhalb der Stadt herrschten aufgrund der inneren Emigration bald Hunger und Anarchie, die die neue Hauptstadt immer mehr schwächten. All dies gipfelten in der Einnahme Inwas durch die Mon im 18. Jahrhundert...weiter

Die Unabhängigkeit Burmas von Kolonialmächten

Eisenbahnnetz in Myanmar

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Myanmar immer mehr zu einem umkämpften Land. Das Hauptaugenmerk der Kolonialherren lag auf der immer stärker werdenden Wirtschaft, die durch die Fertigstellung des Suezkanals 1869 einen großen Aufschwung erlebte. Die Engländer bauten riesige Reisfelder am Ufer des Ayeyarwady  an und schnell bildeten sich Siedlungen.
Myanmar wurde zum einflussreichsten Reisexporteur der Welt. Mit dem Bau der Eisenbahnlinien 1889 und der Erweiterung in den kommenden Jahren wurde die Förderung, Bergung und der Transport von Bodenschätzen immer einfacher. Der wirtschaftliche Auftrieb lockte tausende indische Einwanderer an, die sich zu großen Teilen in Yangon und Mandalay niederließen. Dies führte in den 1930er Jahren zu einer Minderheit der Burmesen in der eigenen Hauptstadt...weiter

Das Myanmar der Neuzeit

Nach der Ernennung der Unabhängig 1948 stand Myanmar vor viele Schwierigkeiten, denn innerhalb des Landes hatten sich zahlreiche Gruppen gebildet, deren Streitigkeiten mit der Ermordung Aung Sans endeten. U Nu, der einst an der Seite Aung Sans kämpfte, wurde Premierminister. Immer wieder gab es Proteste gegen die gebildete Zentralregierung. 1962 kam General Ne Win an die Macht und verkündete den Sozialismus im Land, dieser sollte durch Abgrenzung geschehen. Die wirtschaftliche Lage wurde immer schlechter, vor allem in den 1960er Jahren. Dies führte zu einer großen Unzufriedenheit, die 1988 Demonstrationen in den großen Städten mit sich brachte. Diese wurden brutal niedergeschlagen. Hoffnung für Myanmar gab die Tochter Aung Sans...weiter

Myanmars Bevölkerung

Myanmar ist ein Vielvölkerstaat und zählt 135 verschiedene Ethnien. Die größte davon sind die Burmanen, das „Lieblingsvolk Buddhas“, wie Harold Fielding-Hall sie schon in seinem Roman 1900 bezeichnete. Sie nehmen einen 69%igen Anteil in der Bevölkerung Myanmars ein und sind Nachfahren der Burmanen-Stämme, die einst aus Tibet südwärts wanderten. Sie sind heute vor allem in den Ebenen entlang der Flüsse zu finden, bauen Reis an und gehören ebenso wie die Volksgruppe der Mon, Shan, Rakhine und einiger anderer Bergstämme dem Theravada-Buddhismus an.
Eine andere große Volksgruppe lebt im Osten Myanmars, an der Grenze zu Thailand und Laos – die Shan. Sie leben als Reisbauern in den Hochebenen der östlichen Gebirge und in den Tälern der gleichnamigen Provinz.
Eine der ältesten Volksgruppen sind die Karen. Eine der wichtigsten Untergruppen der in der Kayin und Kayah Provinz lebender Karen sind die Padaung. Diese sind eines der einzigartigsten und interessantesten Völker des Landes. Sie gehören zur Untergruppe der Karen und sind wegen der Messingspirale bekannt, die sie um ihren Hals tragen. Die Volksgruppe lebt in der Kayah Provinz südlich dem Shan State. Die Padaung geben sich selbst den Namen „Ka-Kaung“, was so viel wie „Bergbewohner“ bedeutet. Schon im Kindesalter erhalten Padaung-Mädchen den traditionellen Halsschmuck von einer Schamanin. Erzählungen zufolge soll diese Deformierung des Halses einst Sklavenjäger abgeschreckt haben, heute sind die Padaung ein beliebtes Fotomotiv.
Das Volk der Chin lebt in der gleichnamigen Provinz im Westen Myanmars, an der Grenze zu Indien und Bangladesch. Die Chin-Männer binden sich ihr langes Haar zu einem festen Haarknoten über der Stirn zusammen, die Frauen sind an den Gesichtstätowierungen zu erkennen, die sich je nach Region unterscheiden.
In den nördlichen Berges der Kachin Provinz leben die Jinghpaw, wie sich die Kachin selbst nennen. Die berühmten Manao-Feste, die die Kachin feiern, sind weit über die Grenzen der Provinz hinaus bekannt. Hierbei werden zahlreiche Büffel, Kühe, Schweine du auch Hühner geschlachtet und gemeinsam mit einer Unmenge Schnaps genossen. Die Männer sind erfahrene Guerilla-Kämpfer, denn trotz der Teilautonomie der Kachin Provinz wurde aufgrund von immer wieder aufkommenden Differenzen die Kachin Independence Army gegründet, welche sind mehrere Jahrzehnte erfolgreich gegen die Zentralregierung Myanmars behauptete.

Chin Frau in der Rakhine Provinz

Kinder in Bagan

Alte Rakhine Frau im Dorf

Religion in myanmar

Der Großteil (ca. 89%) der Burmesen gehören dem Theravada-Buddhismus an, der ältesten noch existenten Schultradition des Buddhismus. Tausende Tempel, Pagoden und Stupas sind Schauplätze des täglich gelebten Glaubens, das Leben Buddhas wird bei großen Festen im gesamten Myanmar zelebriert und burmesische Jungs nimmt einige Wochen als Novize am buddhistischen Klosterleben teil.
Neben dem Buddhismus werden auch andere Religionen gelebt, so sind 6% der Bevölkerung Christen, 4% Muslime und weniger als 1% bekennen sich zum Hinduismus. Wie in vielen anderen asiatischen Ländern spielt der Geisterglaube (Nat-Kult) eine große Rolle und so werden die Geister der Ahnen, Territorialgeister oder Naturgeister verehrt.

myanmars Sprache

Amtssprache ist Burmesisch, auch Birmanisch genannt, und wird von ca. 70 % der Bevölkerung gesprochen. Die erste Fremdsprache ist Englisch, sie dient auch als Sprache im diplomatischen und internationalen Geschäftsverkehr. Deutsche wird in der Regel nicht verstanden oder gesprochen.
Neben dem Burmesisch, sprechen die verschiedenen Minderheiten über 100 verschiedene Sprachen und Dialekte. Die Schrift der Burmesen ist für Europäer unleserlich da sie aus zahlreichen  Kreissegmenten besteht und ihren Ursprung in Südindien hat. Wer ein wenig Burmesisch lernen möchte, sollte es sich immer vorsprechen lassen, denn wie in vielen asiatischen Sprachen macht die Betonung die Bedeutung des Wortes aus.

Währung / Zahlungsmittel / Umtausch in Myanmar

Die Landeswährung ist der Kyat - gesprochen: Dschat. Devisen sollten prinzipiell als Bargeld mitgeführt werden, wobei der Euro inzwischen problemlos gegen die burmesische Landeswährung umtauschbar ist. Seit 2014 werden in vielen Hotels, Restaurants und sogar einigen Supermärkten Visa-Karten akzeptiert, ausgenommen hiervon sind alle Hotels im Strandparadies des Südens, Ngapali. Auch Mastercard-Zahlungen sollen bald möglich sein.
Seit 01.11.2015 wird die Zahlung mit USD in den Souvenirshops, Hotels, Airlines und in Restaurants nicht mehr akzeptiert. Zur Stärkung der burmesischen Zentralbank ließ die Regierung Myanmars den Handel mit ausländischen Devisen verbieten. es soll ab jetzt nur noch in der Landeswährung Kyat gezahlt werden.

Alte Währung Myanmars

In Bagan, Mandalay und Yangon kann zusätzlich auch problemlos mit VISA und Master Card bezahlt werden, die ist in etwas abgelegeneren regionen wie dem Inle See, Kengtung, Golden Rock aufgrund der schwachen Verbindung schwieriger, hier sollte man bereits vorher genügend landeswährung erwerben.

Stromversorgung in Myanmar

Da die Steckdosen in Myanmar stark variieren, sollte man immer einen Adapter mitbringen. Man muss in allen Städten immer mit einem Stromausfall rechen, die aber in den Hotels durch den Einsatz von Generatoren kompensiert werden können. Eine Taschenlampe mitnehmen ist daher empfohlen.Die vorhandene 220 Volt Spannung unterliegt teils starler Schwankungen, daher ist beim Laden von empfindlichen Geräten wie einem Computer Vorsicht geboten.

Infrastruktur und regionale FLüge in Myanmar

Obwohl sich das Land immer mehr von einem Geheimtipp zum Trendziel entwickelt, ist die Infrastruktur innerhalb Myanmars nicht mit der in anderen Ländern Asiens zu vergleichen. Aufgrund schlechter Straßenverhältnisse muss deutlich mehr Zeit eingeplant werden, als man es aus Deutschland gewohnt ist. Das Reisen per Flugzeug ist zwar schneller und bequemer, raubt Reisenden aber zahlreiche Eindrücke und den freundlichen Menschenkontakt. Komfortabler und gemächlicher ist das Reisen per Schiff auf einem der idyllischen Flüsse, das etwas einfache Reisen mit der Eisenbahn in Myanmar ist ein Erlebnis, das Reisende in direkten Kontakt mit den Einheimischen bringt.
So hat jede Art der Fortbewegung ihren ganz eigenen Charme und Reiz. Um Myanmar in seiner prachtvollen Schönheit kennen zu lernen, eignet sich eine Kombination aus all diesen Fortbewegungsmöglichkeiten.

Reisen über Land

Es gibt in Myanmar etwa 24.000 km befahrbare Straße, doch nur die Hälfte davon ist asphaltiert und ermöglicht eine relativ bequeme Fahrt. Die restlichen Verkehrswege sind mit Kies und Steinen versehen, auch staubige Schotter- und Sandpisten mit Schlaglöchern sind keine Seltenheit.
So braucht man in Myanmar für einen 100 km langen Weg zwischen drei und fünf Stunden - aber auch das kann einen ganz besonderen Reiz haben. Da man mit einem deutschen oder internationalen Führerschein in Myanmar nicht fahren darf, empfiehlt es sich immer ein Fahrzeug mit Fahrer zu mieten. Sie haben auf diese Weise die höchste Individualität, denn Sie können Ihre Reiseroute zu jeder Minute spontan ändern oder unterbrechen. Die Fahrt über Myanmars Straßen kann sehr strapaziös und beschwerlich werden, denn Schlaglöcher und unebene Wege gehören im Land auch heute noch zum Alltag. Aber auch diese Art der Fortbewegung hat ihre Vorteile, denn während Sie mit einem PKW oder Jeep unterwegs sind, haben Sie die Gelegenheit, das lokale Leben hautnah kennen zu lernen. Immer wieder kann man auf den teils huckeligen Straßen Stopps machen und so den Kontakt zu den Menschen Myanmars während der gesamten Reise wahren und intensivieren. Bevor man in die größeren Städte fährt, muss man in einem der kleinen Kontrollhäuschen eine Mautgebühr in Höhe von etwa 5-50 Kyatt zahlen (umgerechnet bis zu 5 Cent, Stand Oktober 2013).

Reisen per Flugzeug

Wer etwas weniger Zeit hat, greift meist auf das schnellste Fortbewegungsmittel innerhalb Myanmars zurück – das Flugzeug. Es ist wohl der komfortabelste und zügigste Weg zwischen den einzelnen Städten oder bei der Anreise zum Traumstrand Ngapali. Gemieden werden sollte aufgrund schlecht gewarteter und unsicherer Flugzeuge die staatliche Fluggesellschaft Myanma Airways, nicht zu verwechseln mit der  Myanmar Airways International, die auch länderübergreifend fliegt.
Es gibt innerhalb Myanmars etwa 20 verschiedene Flughäfen, doch nur zwei von diesen werden international angeflogen (Stand Oktober 2013). Yangon und Mandalay erreichen Sie aus zahlreichen Nachbarstaaten, sie sind dank dieser Anbindungen die optimalen Ausgangsziele für Reisen innerhalb des Landes (Rundreise durch Myanmar). Die Landebahnen sind im Normalfall nicht mit dem in Deutschland üblichen Landeleitstrahlsystem versehen. Bei Flugreisen in Myanmar sollte man immer genügend Zeit einplanen. Die vorher angegebenen Flugzeiten sind meist nur Richtwerte, so ist es nicht selten, dass die Flieger eine oder mehrere Stunden Verspätung haben oder auch schon vor der geplanten Abflugzeit den Flughafen verlassen - dabei wird nicht auf Passagiere gewartet. Auch spontane Flugausfälle können immer wieder vorkommen. Die zu entrichtende Flughafengebühr ist im Regelfall in den Flugticketpreisen bereits enthalten und muss vor Ort nicht mehr gezahlt werden. Reisepässe sind auch bei innerburmesischen Flügen vorzuzeigen.

Reisen per Schiff

Es ist die wohl komfortabelste und schönste Art, Myanmar kennen zu lernen – die Reise auf einem Schiff. Das Reisen auf dem Wasser ist die älteste Form der Fortbewegung innerhalb des Landes, denn bereits zu Beginn der Besiedlung Myanmars ließ man sich an den Ufern des Irrawaddy nieder und war seither auf kleinen, teils motorbetriebene Boote angewiesen. Noch heute sind die Flüsse eines der wichtigsten Verkehrsstraßen für Einheimische, so ist ein besonderes Erlebnis auf den Flüssen Seite an Seite mit den Burmesen zu reisen.
Der mächtige Irrawaddy (Ayeyarwaddy) ist die Lebensader Myanmars und auf unglaublichen 8.000 km schiffbar, der Thanlwin (der größte Fluss des Landes) auf ca. 200 km. Auch auf einigen der kleineren Flüsse (z.B. Kaladan, Saitin) kann man Myanmar an Bord eines Schiffes entdecken.
Die beliebteste Kreuzfahrten in Myanmar finden auf dem malerischen Irrawaddy statt, denn hier kann man, je nach verfügbarer Zeit, zwischen drei Tagen und drei Wochen das Land erkunden. Dabei ist es von den Wünschen und dem Budget der Gäste abhängig, welchen Schiffskomfort man für sich bevorzugt. Es gibt von kolonialen Holzschiffen wie der RV Paukan oder RV Pandaw bis hin zu Luxusschiffen wie der berühmten Road to Mandalay verschiedene Schiffe, die alle ihren eigenen Charme haben. Seit einigen Jahren kann man auch den Nebenfluss des Irrawaddy befahren – der Fluss Chindwin. Vorteile einer Schiffsreise ist unbestritten der Wegfall des Kofferpackens. Sie lernen die schönsten Orte ganz Myanmars kennen und können sich dabei das manchmal recht lästige Kofferpacken ersparen. Wir empfehlen Reisenden, mindestens einen Teil ihrer Myanmar-Reise auf dem Wasserweg zu planen, denn diese unverfälschten Einblicke in das dörfliche Leben am Ufer sind ein unvergessliches Erlebnis.

Reisen per Bahn

Seit der ersten Eisenbahnstrecke im Jahr 1877 wuchs das Streckennetz auf ca. 5.000 km an. 550 Bahnhöfe verteilen sich im ganzen Land und dürfen bis auf wenige Ausnahmen von Touristen angefahren werden. Ausgenommen sind alle Strecken, die in oder durch für Ausländer verbotenes Gebiet führen. Ebenso wie bei Reisen über Land, gilt auch bei Zugreisen: in der Ruhe liegt die Kraft. Man sollte Geduld mitbringen, denn die geringe Geschwindigkeit und die häufige, teilweise auch stundenlange Verspätung, gehören einfach zu Bahnreisen in Myanmar dazu. Wenn der Zug dann doch einmal etwas schneller fährt, schaukelt und vibriert der gesamte Zug. Besonderes Highlight vieler Zugfahrten, neben der grandiosen Aussicht und der Nähe zu den Einheimischen, ist die Überquerung des Goteik Viadukts in der Shan Provinz auf der Strecke zwischen Mandalay und Naung Pain. Es ist die zweithöchste Eisenbahnbrücke der Welt und ist noch heute die größte des Landes - ein Muss bei einer Zugreise durch Myanmar.
Es verkehren auch Expresszüge innerhalb Myanmars, die breitere Sitze und eine komfortablere Ausstattung bieten. Meist sind diese aber bereits mehrere Tage vor Zugabfahrt ausgebucht. So sollte man dies nie spontan planen, sondern am einfachsten über den Reiseveranstalter in Deutschland schon vor Reisebeginn buchen und sich so einen Platz sichern.
Die Züge bieten zumeist vier verschiedene Sitzklassen an: Upper Sleeper, Upper, First und Ordinary Klasse. Während man in der Ordinary Klasse lediglich unbequeme Holzbänke zur Verfügung hat, kann man in der Upper Sleeper Klasse in einem Schlafwagen nächtigen. An Touristen werden im Normalfall nur die Upper und Upper Slepper Tickets verkauft. Aber auch die einfachste Klasse (Ordinary) hat ihren ganz eigenen Charme, denn hier kann man Seite an Seite mit den einheimischen Händlern und den burmesischen Familien reisen, was Ihnen eine authentische Reise garantiert.

Reisen mit traditionellen Fortbewegungsmitteln

Neben den „modernen“ Verkehrsmitteln wie Auto, Flugzeug, Bahn und Schiff gibt es in Myanmar traditionelle, landestypische Fortbewegungsmöglichkeiten.
Eines der bekanntesten ist wohl die Rikscha, mit der man durch die Städte und Dörfer fahren kann. Diese dreirädrigen Fahrradrikschas  werden von burmesischen Männern mit eigener Körperkraft gezogen, können immer wieder anhalten und dienen vor allem für Einheimische als alltägliches Transportmittel.
In einigen Städten gibt es außerdem Pferdekutschen, mit denen man das Leben vor Ort erkunden kann. Besonders bekannt für die Kutschen ist die alte Königsstadt Inwa. Die Fahrt auf den Pferdekutschen ist nicht immer bequem und komfortabel, aber definitiv ein Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst.
In Yangon kann man mit dem Circular Train durch die Randbezirke der ehemaligen Hauptstadt fahren. Dieses Verkehrsmittel wird vor allem von den Pendlern benutzt, die am Morgen zur Arbeit oder dem nächstgrößeren Markt möchten. Es ist eine authentische Möglichkeit, das Leben in Yangon innerhalb der dreistündigen Fahrt zu erkunden. Man kann die Fahrt unbegrenzt oft unterbrechen.
In vielen Landesteilen lohnt es sich, ein Fahrrad auszuleihen, um die Orte individuell und aktiv zu erkunden. Während man in den Ebenen Zentralmyanmars keine Anstiege und Anstrengungen fürchten muss, kann man bei einer ausgedehnten Radtour in den Shan Bergen eine atemberaubende Aussicht genießen. Entlang verschlungener Wege kann man hier kleine Dörfer und Naturlandschaften besuchen. Innerhalb von belebten Großstädten wie Yangon empfiehlt es sich, stets einen erfahrenen Reiseleiter mitzunehmen, der sich auskennt und weiß, wo man sicher unterwegs ist, denn der Verkehr in Myanmar funktioniert nicht so reibungslos, wie man es aus Deutschland/Schweiz/Österreich gewohnt ist.
Auf dem Land und in den touristisch fast noch unberührten Orten  bewegt man sich noch immer mit Ochsenkarren fort. Diese noch sehr ursprüngliche Art ist für Reisende noch immer ein Highlight, das man in nur noch wenigen touristischen Ländern Asiens beobachten kann. Dieser authentische Charme und die Natürlichkeit mancher Dörfer sind es, die eine Reise nach Myanmar so besonders machen.

Typisches Bild in den ländlichen Regionen

Straßenschild auf Burmesisch

Yangon Airways Maschine

Sicherheit / Reisen mit Kindern in Myanmar

Myanmar ist ein sicheres Reiseziel, die Menschen sind freundlich und die Kriminalität deutlich niedriger als in Westeuropa. Das Reisen mit Kindern kann sehr anstrengend sein, da in der Regel viel geflogen und/ oder andere Verkehrsmittel genutzt werden und die Verkehrswege in sehr schlechtem Zustand sind.