Philippinen Informationen & Philippinen Reisetipps

Exotischer Inselstaat mit Traumstränden und atemberaubender Unterwasserwelt

Mabuhay ist der Gruß, der jeden Gast im Inselreich herzlich willkommen heißt. Die Philippinen, das sind mehr als 7.000 Inseln und Eilande, im Osten durch die Weiten des Pazifiks begrenzt und im Westen durch das Südchinesische Meer vom asiatischen Festland getrennt. Traumstrände, Vulkane, Reisterrassen und ein Unterwasserparadies für Schnorchler und Taucher, oft noch genauso unberührt wie bei der ersten Entdeckung durch Europäer, im März 1521. Die Spanier, die das Inselreich im Verlauf von drei darauf folgenden Jahrhunderten maßgeblich prägten und missionierten, hinterließen neben dem Christentum auch Kulturschätze und Baudenkmäler sowie die älteste Universität Asiens. Glaubt man den Einheimischen, wird nirgends auf der Welt das christliche Osterfest authentischer begangen, als bei den schaurig inbrünstigen Osterprozessionen im ganzen Land. Aber die Philippinen haben nichts von ihrer vorchristlichen Lebensfreude und Heiterkeit verloren und sind für Weltenbummler und Strandenthusiasten genauso Ziel der Träume wie für Naturfreunde und Tauchbegeisterte.

Palawans romantische Inselwelt

farbenfroher Skorpionfisch in den Philippinen

barrocke Kirche in Bacolor

Palawan und die Visayas bieten Tauchern Begegnungen mit Walhaien und Seekühen, an den steilen Riffs vor Boracay finden sich Haie, mit ein wenig Glück auch Mantas und die Vielfalt und Farbigkeit der Flora und Fauna der Riffe sind weltweit berühmt. Über Wasser lässt es sich an puderzuckerweißen und -feinen Stränden Träumen und Baden. Das Insellabyrinth von El Nido ist ein Paradies für Kajakfahrer, die hier zwischen schroffen Felsformationen enge Kanäle, Höhlen und verborgene Lagunen entdecken können. Die Philippinen, das sind aber auch fruchtbare Reisterrassen im Norden des Inselreiches sowie aktive Vulkane und bieten trotz oder gerade wegen der langen Kolonialisierung eine einzigartige Küche, die asiatische und europäische Einflüsse aufgenommen hat, worüber die nachfolgenden allgemeinen Informationen und Seiten mehr Einblick geben.

Geographie der Philippinen

Karte Philippinen

Die Philippinen bestehen aus insgesamt 7.107 Inseln, von denen gerade einmal etwa 2.000 bewohnt sind. Die Eilande sind an der Grenze von zwei Kontinentalplatten gelegen und Teil des sogenannten Feuerrings. Erd-, Seebeben und vulkanische Aktivitäten sind Folgen, die mit dieser Lage einhergehen. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Inselreiches beträgt ca. 1.850 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung ca. 1.060 Kilometer. Nur von Wasser umgeben werden die Philippinen im Osten von der Philippinensee, im Westen vom Südchinesischen Meer, im Südwesten von der Sulusee, im Süden von der Celebessee und im Norden von der Luzonstraße vom Festland getrennt. Dabei ist Taiwan gerade einmal 150 Kilometer von den Philippinen entfernt und die malaiische Insel Borneo wird sogar nach nur 25 Kilometern Schifffahrt erreicht. Die Republik der Philippinen wird in drei Hauptinselgruppen (Luzon, Visayas, Mindanao) und dadurch in die Nordphilippinen, die Zentralphilippinen und die Südphilippinen unterteilt.

Nordphilippinen

Mit über 100.000 km² ist Luzon die größte Insel der Philippinen, hier befindet sich auch die Hauptstadt Manila. Die Stadt, welche an der Mündung des Pasig Flusses liegt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theatern und Museen. Insgesamt leben auf Luzon etwa 46 Millionen Menschen, das entspricht in etwa der Hälfte der Bevölkerung der Philippinen. Die Inselgruppe ist geprägt von vulkan- und erdbebenreichem Gebirgsland der Philippinischen Kordilleren sowie tropischem Regenwald. Der höchste Berg Luzons und der dritthöchste des Landes, ist der Berg Pulag mit ca. 2.922 Metern. Auch die Gebirgskette Sierra Madre und der Cagayan Fluss, der mit rund 354 Kilometern der längste Fluss des Landes ist, fließt zwischen den beiden Gebirgsmassiven. Auch der Vulkan Mayon, der aktivste Vulkan des Landes, befindet sich auf der Insel.  Etwa 50 Kilometer von Manila entfernt befindet sich der Taal Vulkan. Dieser besteht aus einer Caldera, in der sich ein See gebildet hat und eine Insel in dem See entstand.

Im Norden Luzons liegen die atemberaubenden Reisterrassen von Banaue. Die schon 2000 Jahre alten Terrassen sind die touristische  Hauptattraktion und aufgrund Ihrer beeindruckenden Schönheit und ihres Alters als Weltnaturerbe aufgenommen wurden. An der Küste Nordluzons befindet sich mit Pagudpud ein kleines Örtchen, das mit einem wundervollen weißen Sandstrand lockt.

Im Osten befindet sich der Hundred Islands National Park, in dem ca. 120 Inselchen zu Kanu- und Bootsfahrten einladen.

Zentralphilippinen

Inselgruppe der Visayas besteht unter anderem aus den Inseln Bohol, Negros, Palawan und Leyte und tausender kleine Eilande. Teil der Inselgruppe ist auch Cebu, auf dieser Insel befindet sich die größte Stadt der Visayas - Cebu City. Cebu, welche auch die „königliche Stadt des Südens“ genannt wird, ist gleichzeitig auch das administrative Zentrum der Visayas. Die Visayas eignen sich perfekt zum Inselhüpfen. Sie werden dabei schnell feststellen, dass sich die Inseln stark voneinander unterscheiden, sei es in Topographie, im Klima, wirtschaftlicher Nutzung oder den kulinarischen Genüssen. So findet man auf Leyte das Tropfsteinhöhlensystem des Sohoton Nationalparks, auf der beliebten Touristeninsel Boracay traumhafte Puderzuckerstrände und auf Siquijor neben ruhigen Sandstränden auch ein bergiges Hinterland, das zu Wanderungen einlädt. Die beliebte Insel Bohol lockt zudem nicht nur mit dem Loboc River, den Schokoladenhügeln und den kleinen Tarsieren, sondern auch mit charmanten Strandresorts.

Palawan ist von atemberaubender Schönheit mit steil aufragenden schwarzen Kalkstein- und Marmorklippen, umspült von unglaublich klarem Wasser, das Einblicke in eine besonders reiche Meeresfauna und -flora ermöglicht. Der Underground River im Puerto Princesa Subterranean National Park gilt als der längste befahrbare unterirdische Fluss der Welt. Die Inselwelt El Nidos lockt mit einsamen Eilanden und wurde auch hierzulande durch die gleichnamige El Nido Suppe bekannt, für die Vogelnester, die an den Kalksteinfelsen hängen, genutzt werden.

Südphilippinen

Mindanao ist mit einer Fläche von 95.581 km² nach Luzon die zweitgrößte Inselgruppe der Philippinen. Auf dieser Inselgruppe befindet sich auch Davao City, welche heute als eine der sichersten und saubersten Städte der Philippinen gilt. Mit dem Berg Dulang-dulang mit 2.938 Metern Höhe und dem Mount Apo mit 2.954 Metern befinden sich gleich beide der höchsten Berge der Philippinen auf Mindanao. „ Das versprochene Land“, wie Mindanao auch genannt wird, ist aber alles andere als ein ruhender Pol. Unterschiedliche Volksgruppen, Religionen, wirtschaftliche Interessen und politische Ambitionen halten die Insel seit Jahrzehnten in Bewegung. Auf der großen Insel Mindanao gibt es eine ganze Reihe touristisch interessanter Orte. Wasserfälle wie die Cotabato Falls, Maria Christina Falls (Twin Falls), Lumakot Waterfalls oder die Cathedral Falls säumen die gesamte Insel. Auch als Tauchziel ist Mindanao eine Reise wert. Die schönsten Tauchreviere befinden sich um Davao, Camiguin und Dakak.

Strand von Bohol

Geschichte der Philippinen

Bereits im 10. Und 11. Jahrhundert wurde mit chinesischen Seefahrern, die Handelsstützpunkte auf den Philippinen gründeten, Handel betrieben. Auch das in Sumatra gegründete buddhistische Reich Sri Vijaya war wichtiger Handelspartner. Die Visayas, die nach dem indonesischen Reich benannt wurden, zeugen noch heute von der Beziehung. Im 14. Jahrhundert dehnt auch das javanische Majapahit Reich seine Macht auf den Philippinen aus und beeinflusst die Sprache und die Religion des Landes. 1380 breitet sich der Islam aus, der vom arabischen Gelehrten Makdum auf die Sulu Inseln gebracht wird und dort auch die erste Moschee erbauen ließ.

1521 landete der Portugiese Ferdinand Magellan, der unter spanischer Flagge segelte, auf Samar und wollte den König und die Untertanen von Samar zum Katholizismus bekehren. Auch auf der Nachbarinsel Cebu fand er Anklang. Doch der aus dem Sulu Archipel zugereiste Lapu-Lapu widersetzte sich als Oberhaupt von Mactan dem Portugiesen. Im Kampf von Mactan wurde Magellan schließlich von Lapu-Lapu getötet. In den folgenden Jahren wurden immer wieder spanische Expeditionsschiffe auf die Philippinen geschickt, der einzige Erfolg sollte aber die Umbenennung in „Las Islas Filipinas“ zu Ehren des zukünftigen Königs von Spanien sein. 1543 wurde das Land nach König Philipp II. benannt.

Erst 1565 schafft es Spanien unter Miguel Lopez de Legazpi, die Visayas in ihren Besitz zu bringen – und bildet den Beginn der Jahrhunderte andauernden spanischen Kolonialherrschaft. 1571 wird auch das strategisch wichtige Manila von Spanien erobert. Ein Jahr später standen außer die Sulu Inseln und Mindanao im Süden sowie die Bergregion Nordluzons unter spanischer Herrschaft. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Philippinen immer mehr von Spanien vernachlässigt. Priester und Mönche führten immer mehr das Inselreich. 1762 gelang es den Briten kurzzeitig, Manila zu besetzen. Nach dem Frieden von Paris 1764 ging die Stadt aber wieder an die spanische Krone zurück. 1821 wurde Mexiko, von dem die Philippinen Bestandteil war, unabhängig und die Philippinen nun direkt von Spanien aus regiert.

1872 breitete sich eine Unabhängigkeitsbewegung auf den Philippinen aus, die ihren Ursprung in einer Gruppe aus drei philippinischen Priestern hatte, die für ihre liberalen Ideen bekannt waren und öffentlich hingerichtet wurden. Daraufhin wuchs der Wunsch eines nicht von Spanien regierten Landes. 1896 brach in Manila und Umgebung der sogenannte Katipunanaufstand aus. Der Befreiungskrieg scheiterte und erst im Dezember 1897 wurde der Waffenstillstand vereinbart, der in vielen Provinzen nicht eingehalten wurde. Im April 1898 kommt es zum Spanisch-Amerikanischen Krieg, den Spanien verlor und die Kolonie an die USA abtreten musste. Der Einfluss der USA auf die Philippinen ist noch heute zu spüren.

1935 wurden die Philippinischen Commonwealth ausgerufen, erster Präsident wurde Manuel L. Quezon.

Im Dezember 1941, nach dem Angriff auf Pearl Harbour, besetzten die Japaner das Land und riefen 1943 die Philippinische Republik aus, die unter japanischer Regierung stand. Unter General MacArthur gelang es den USA, das Inselreich zurück zu erobern. Die von den Japanern ausgerufene Republik wurde zunächst wieder das Philippinische Commonwealth, bis am 4. Juli 1946 die unabhängige Republik der Philippinen unter dem Präsidenten Manuel A. Roxas ausgerufen wurde. Die wirtschaftliche Kontrolle lag aber weiterhin bei den USA.

Als Ferdinand Marcos Ende Dezember 1965 Präsident wurde, brach eine neue Ära an. Er konnte eine Pachtverkürzung mit den USA verhandeln und die Korruption, die seit jeher auf den Philippinen erträglicher machen.  1969 wurde er als erster philippinischer Präsident wiedergewählt. 1970 begannen mit dem First Quarter Storm Studentenunruhen gegen das Marcos-Regime. Zwei Jahre protestierten die Studenten gegen Marcos´ Vorhaben, die Beschränkung auf zwei Amtsperioden für einen Präsidenten aufzuheben. In Folge dessen verhing der Präsident das Kriegsrecht und ließ Zehntausende Gegner verhaften. Wenige Monate später, im Januar 1973, wird eine neue Verfassung eingeführt, durch die Marcos auch noch die Position des Premierministers innehatte.

Erst 1981 wurde das Kriegsrecht aufgehoben und bei den Wahlen im selben Jahr wurde Marcos als Präsident wieder gewählt.

1986 kandidiert die Witwe des Oppositionsführers Aquino gegen Marcos und wird von zwei Dritteln der Bevölkerung gewählt. Marcos erkennt den Sieg seiner Rivalin nicht an, wird aber während zahlreicher Proteste gezwungen, nach Hawaii zu fliehen.  Hier stirbt der Diktator 1988.

die philippinische Flagge zum Pahiyas Festival

Tacloban Memorial

Mit der Flucht am 25. Februar 1986 wird Corazón die neue Präsidentin der Philippinen und bleibt bis 1992 an der Macht.

Bevölkerung der Philippinen

Der Inselstaat hat insgesamt ca. 95 Millionen Einwohner (Stand 2011), wovon allein im Großraum  Manila etwa 17 Millionen Menschen leben. Zu den großen Bevölkerungsgruppen gehören die Tagalog (28,1%), die Cebuano (13,1%), die Ilocano (9%), die Bisaya (7,6%), die Hiligaynon Ilonggo (7,5%) sowie die Bikol (6%). Darüber hinaus gibt es auf den Philippinen über 100 traditionelle Stämme, die noch heute teilweise abgeschieden von der modernen Welt leben.

Nachfolgend eine Liste einiger kultureller Minderheiten auf den Philippinen

Luzon

  1. Ita (Negrito)
  2. Tingguian (Igorot)
  3. Apayo (Igorot)
  4. Bontok (Igorot)
  5. Kalinga (Igorot)
  6. Ifuago (Igorot)
  7. Ayta (Negrito)
  8. Dumagat (Negrito)
  9. Agta (Negrito)
  10. Iraya (Mangyan)
  11. Alangan (Mangyan)
  12. Batangan (Mangyan)
  13. Tadyawan (Mangyan)
  14. Buid (Mangyan)
  15. Hanunoo (Mangyan)
  16. Ratagnon (Mangyan)

Visayas

  1. Ati (Negrito)
  2. Ata (Negrito)
  3. Bukidnon
  4. Tagbanuwa
  5. Batak
  6. Pala´wan
  7. Tau´t Batu
  8. Jama Mapun (Muslime)
  9. Tumandok

Mindanao

  1. Mamanwa (Lumad)
  2. Manobo (Lumad)
  3. Manobo Bilit (Lumad)
  4. Manobo Tasaday (Lumad)
  5. Bagobo
  6. Mandya (Lumad)
  7. Mansaka (Lumad)
  8. Kalagan (Lumad)
  9. T´boli (Lumad)
  10. Sangir
  11. Marano (Muslime)
  12. Subanu (Lumad)
  13. Samal (Muslime)
  14. Yakan (Muslime)
  15. Badjao
  16. Tausug (Muslime)

Frau der Batak

Die Negrito

Die Ureinwohner der Philippinen sind die Negrito und gleichzeitig die kleinwüchsigste, dunkelhäutigste und am meisten schikanierte Rasse des Landes. Heute gibt es noch etwa 20.000 Negritos, die an der Küste Nordluzons, im Hochland von Negros, Panay, Samar und Leyte in etwa 25 Gruppen leben. Sie sind meist Anhänger des animistischen Glaubens mit teilweise katholischen Einflüssen. Die Negrito waren beziehungsweise sind noch heute Jäger und Sammler.

Die Igorot

Eine weitere Minderheit, die auf Luzon angesiedelt ist, sind die Igorot. Diese werden meistens in zwei Gruppen eingeteilt. Die größere Gruppe siedelt im Hochland Luzons und kultiviert Reis in Stufenterrassen. Berühmt dafür sind die Ifugao, deren Reisterrassen in Banaue seit 1995 zum UNESCO Weltnaturerbe gehören.

Die kleinere Gruppe wird in den tiefer gelegenen Regenwaldgebieten gefunden und bauen in ihren Gärten Trockenreis an.Die Igorot waren in der Vergangenheit gefürchtete Kopfjäger, der Glaube an Geister und Tieropferungen gehören noch heute zum alltäglichen Leben der Gemeinschaften. Neben dem Reisanbau ist auch die Weberei ein wichtiger Wirtschaftszweig, politische Organisationen existieren hauptsächlich auf Dorfebene.

Die Mangyan

Die Mangyan leben noch heute in halbnomadischer Lebensweise, in der die Familie den Mittelpunkt bildet. Unter den Mangyan werden acht indigene Minderheiten zusammengefasst, die auf Mindoro siedeln. Die Bevölkerung betreiben Landwirtschaft und eine wichtige Tradition heißt bayanihan, bei der sich die Bewohner gegenseitig bei der Arbeit helfen. Alle Sitten und Bräuche sind mündlich überliefert und es existieren darüber keine Aufzeichnungen. Die Magyan haben außerdem eine eigene, einzigartige Schrift.

Die Batak

Die dunkelhäutigen und kraushaarigen Halbnomaden gehören zu den ältesten Bewohnern der Philippinen. Nur noch wenige Hundert Menschen gehören zum Stamm der Batak, die in offenen Holzhütten leben und in der Vergangenheit ausschließlich von der Jagd, inzwischen greifen sie aber auch auf Pflanzen oder Wurzeln zurück. Die Batak sind ein friedliches und schüchternes Volk, das auch als Bergstamm bezeichnet wird. Auch der Glaube der Batak ist animistisch und von Naturgeistern geprägt.

Die Manobo

Insgesamt zählen über 25 Stämme mit insgesamt 100.000 Menschen zu den Manobos, die 24 Hauptdialekte sprechen. Die Mehrheit der Manobos lebt in den zentralen Bergen Mindanaos und leben noch heute nach den mündlich überlieferten Traditionen. Auch die Manobo gehören dem animistischen Glauben an und führen Tieropferungen durch, um die Geister gnädig zu stimmen.

Religion auf den Philippinen

Der Großteil der Bevölkerung, nämlich etwa 81%, sind katholische Christen. Hinzu kommen rund 2,8% evangelische Christen und 5% der Philippiner sind Muslime. Die indigenen Stämme sind meistens Animisten und leben noch heute nach ihren alten Sitten und Gebräuchen.

Sprache auf den Philippinen

Auf den 7107 Inseln werden 169 verschiedene Sprachen gesprochen. Die Amtssprache ist Englisch. Das gesprochene Englisch auf den Inseln weicht jedoch stark von dem „Standard" Englisch ab und ist somit etwas schwerer zu verstehen. Tagalog (die am stärksten verbreitete Sprache auf den Philippinen) wurde mit Begriffen aus anderen philippinischen  Sprachen verbunden und es entstand die heutige Nationalsprache Filipino.

Währung/ Zahlungsmittel/ Umtausch auf den Philippinen

Die offizielle Bezeichnung für die philippinische Währungseinheit lautet Piso. Es spricht jedoch jeder nur von Peso. 100 Centavo ergeben einen Peso. In Umlauf sind Banknoten für 1.000 P, 500 P, 200 P, 100 P, 50 P, 20 P und 10 P. Centavo werden in den Größenordnungen 25 c, 5 c und 1 c hergestellt. Auf den Philippinen liegt der Wechselkurs für Bargeld etwas höher als der für Reisechecks. Reiseschecks sollten aber in US-Dollar ausgestellt sein. Master Card, Visa, American Express und Diners werden vielerorts akzeptiert. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden an einigen Geldautomaten akzeptiert. Reiseschecks und Fremdwährungen können bei allen Banken einschließlich der Zweigstellen der Zentralbank gewechselt werden, wie auch in den meisten Hotels. Man sollte in Manila nur die offiziellen Wechselstuben oder Banken in Anspruch nehmen. Außerhalb der Hauptstadt gibt es seltener Gelegenheiten zum Geld wechseln und der Kurs wird schlechter, je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt.

Stromversorgung auf den Philippinen

Auf den Philippinen beträgt die Stromspannung 220 Volt 60 Hz, örtlich noch 110 Volt. Die Steckdosen sind für amerikanische Blattstecker ausgerichtet, ein Adapter wird benötigt. Es muss generell mit Stromausfällen gerechnet werden, in kleineren Orten ist Strom nur in den Abendstunden verfügbar.

Infrastruktur auf den Philippinen und regionale Flüge

Fähre auf den Philippinen

Das Straßennetz ist auf den Philippinen meist gut ausgebaut. Es gibt viele befestigte Straßen, abseits der Städte oder Touristenorte können auch Sandwege und Schotterpisten als Straßen dienen. Weiteres wichtiges Transportmittel in dem Inselstaat ist das Boot.

Zudem verfügen die Philippinen über ein gut ausgebautes Flugnetz. Von den Drehkreuzen Manila und Cebu werden alle Inlandsflughäfen erreicht.

Derzeit befinden sich ausnahmslos alle philippinischen Fluggesellschaften auf der EU Black-List für unsichere Fluggesellschaften, außer Philippine Airlines und Cebu Pacific Air, die wir für Flüge auf den Philippinen empfehlen.

Bitte beachten Sie bei separat von Ihrem Langstreckenflug gebuchten Inlands- oder Regionalflügen (z.B. so genannte Billigflieger, Airpässe oder nur lokal operierende

Fluggesellschaften), dass Sie nicht auf die Regelungen Ihres Langstreckentickets Bezug nehmen können. Oft haben lokale Fluggesellschaften deutlich kleinere Flugzeuge im Einsatz oder wegen der Flughafenstrukturen können keine Großraumflugzeuge eingesetzt werden. Auf vielen Inlandsstrecken zwischen Inseln oder zu kleinen Flughäfen haben Sie oft nur 10 kg Freigepäck inklusive. Auch haben Sie in solchen Fällen keine abgestimmten Beförderungsbedingungen zwischen den regionalen Fluggesellschaften und der Langstreckenfluggesellschaft. Außerdem operieren Regionalfluggesellschaften oft nicht von denselben, großen, internationalen Flughäfen oder Terminals, so dass für Umsteigeverbindungen deutlich größere Umsteigezeiten gewählt oder zusätzliche Zwischenübernachtungen geplant werden müssen.
Wir empfehlen stets so viele Flüge wie möglich mit renommierten Fluggesellschaften in Anspruch zu nehmen und wenn möglich alle geflogenen Strecken in das Langstreckenticket aufzunehmen, um die größtmögliche Beförderungs- und Umsteigegarantie zu erreichen und Unannehmlichkeiten wie z.B. Freigepäckreduzierungen zu vermeiden.

Da sich auch immer wieder die Frage stellt, wie man die einzelnen Inseln der Philippinen am besten erreichen kann haben wir Ihnen die Informationen zu Transfermöglichkeiten, Fähr - und Flugkombinationen hier zusammengestellt.

Sicherheit/ Reise mit Kindern auf den Philippinen

Reisende sollten generell vorsichtig sein und möglichst auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verzichten und  größere Menschenansammlungen meiden. Jedoch sind die Filipinos vernarrt in Kinder und sie können damit rechnen, dass Ihr Kind sich nie alleine beschäftigen muss. Wer mit Kindern reist, muss damit rechnen oft angesprochen zu werden.

 

Teilreisewarnung Philippinen

 

Nach der Ermordung des deutschen Seglers und seiner Begleiterin durch die Terrorgruppe Abu Sayyaf wurden die bereits streng gefassten Reisehinweise für den Süden der Philippinen durch das Auswärtige Amt noch einmal verschärft. Für viele kleine Inseln der südlichen Sulu See zwischen dem malaysischen Bundesstaat Sabah und den südlichen Palawan Inseln (Philippinen) gilt jetzt eine Teilreisewarnung. Nach unseren Informationen treffen diese Einschätzungen zu. Jedoch sehen wir eine deutlich größere Gefahr für Reisen nach Nordostsabah (Malaysia) und die dort vorgelagerten Inseln Mabul, Lankayan u.a., da die Malaysische Regierung die Rückzugs- und Basisgebiete der Abu Sayyaf, die sich in Malaysia befinden sollen, bislang nicht ausgemerzt hat.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der von der Teilreisewarnung betroffenen Gebiete der Philippinen. (Stand 07.02.2019)

Philippinen Karte Teilreisewarnung Übersicht

Update zur Sicherheitslage auf den Philippinen (Stand 13.04.2017):
Auf der Ferieninsel Bohol kam es zu Kämpfen zwischen der philippinischen Armee und der Abu Sayyaf, die u.a. für die Entführung und Ermordung des deutschen Seglers verantwortlich ist. Auf den Inseln Bohol, Panglao und Cebu besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko.

Update vom 18.04.2017:
Die Lage auf Bohol und der Nachbarinsel Panglao ist laut Regierungskreisen unter Kontrolle. Um Touristen und Bewohner zu schützen, wird die See um Panglao von der Marine und der Küstenwache patrouilliert, zudem sind zusätzliche Polizisten im Einsatz, um die Sicherheit in den Hotels zu gewährleisten.

Update zu Regionen mit erhöhtem Entführungsrisiko (26.04.2017):
Neben Bohol, der Touristeninsel Panglao und Cebu herrscht auch in den Regioenn Nord-Palawan, Culion und Coron derzeit ein erhöhtes Entführungsrisiko. Reisenden wird empfohlen, besonders umsichtig zu sein und den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen.

Update vom 11.09.2018:
Ein erhöhtes Risiko für terroristische Anschläge und akuter Entführungsgefahr besteht für folgende Regionen: Mindanao, Zamboanga, Samal, Süd-Palawan (südlich von Puerto Princesa). In diesen Gebieten sind mehrere terroristische Gruppen und Rebellen aktiv. Es wird vor Reisen in diese Regionen dringlichst abgeraten. In den letzten Monaten kam es zu mehreren Bombenanschlägen in Lamitan City und Isulan auf der Insel Mindanao.

Update vom 07.02.2019:
Am 27.01.2019 wurde ein schwerer Anschlag in der Provinz Sulu verübt. Bis mindestens Ende 2019 gilt für die gesamte Insel Mindanao Kriegsrecht. Von nichterforderlichen Reisen in der Region Mindanao wird abgeraten.

Reisehinweis Philippinen: https://www.auswaertiges-amt.de/…/PhilippinenSicherheit.html