Singapurs Küche

kulinarisches aus Singapur

Essen in Singapur

Die multikulturelle Gesellschaft Singapurs macht sich auch in der Vielfalt der Speisen bemerkbar. An kaum einen anderen Ort auf der Welt finden sich nahezu alle Nationalitäten in den Gerichten wieder. Egal ob Sie Liebhaber der italienischen oder französischen Küche sind, die scharfen indischen Currys mögen oder lieber Chinesisch, Malaiisch oder Indonesisch essen – in den zahlreichen Restaurants, Gourmettempeln, Essensständen und Garküchen Singapurs gibt es nicht nur für jeden Geschmack, sondern auch für jeden Geldbeutel etwas. Und eins ist sicher: lecker ist alles!

Neben den Einflüssen der indischen, malaiischen und chinesischen Küche hat sich auch eine eigene Esskultur entwickelt – die Peranakan Küche. Diese hat ihren Ursprung entlang der Straße von Malakka und verbindet malaiische und chinesische Kochkunst mit Einflüssen aus Indonesien. Die Peranakan Kultur ist hauptsächlich im Stadtviertel Katong zu finden und beinhaltet nicht nur die Esskultur, sondern auch einen eigenen Wohn- und Kleidungsstil. Nur am Rande sei hier erwähnt, dass die Stewardessen von Singapore Airlines Uniformen in diesem Stil tragen. Typische Peranakan Gerichte sind Laksa, Otak-Otak und Ayam Buah Keluak.

Schnell werden Sie merken, dass die Portionen in Singapur kleiner sind, als wir es kennen. Aber das ist nur von Vorteil. Denn so müssen Sie nicht mit einem vollen Magen bei der Hitze kämpfen und können verschiedene Gerichte probieren. Dafür sind die Hawker Stalls, eine Ansammlung diverser Garküchen, genau richtig. Diese befinden sich meistens unter jedem großen Einkaufszentrum. Aber auch die Essensmärkte, die in jedem Viertel zu finden sind, lohnen einen Besuch.

Angeboten werden oft Mahlzeiten wie Satay (Fleischspieße, serviert mit Erdnusssauce, in Kokosmilch gekochtem Reis, Gurke und Zwiebeln) oder Laksa (Kokosnuss-Curry-Suppe mit Reisnudeln und Shrimps). Außerdem sind die Essensstände dank der strengen Hygienevorschriften in Singapur absolut unbedenklich und sehr empfehlenswert.

Wenn es die Zeit erlaubt, sollte unbedingt ein Besuch in einem chinesischen Teehaus eingeplant werden. Der Tee wird vor den Augen der Gäste von einem Kenner zubereitet - und hier ist es nicht damit getan, einen Teebeutel in heißes Wasser zu werfen. Hier kann nicht nur das Aroma und der Geschmack des chinesischen Tees probiert, sondern auch alles Wichtige über das Brühen und Genießen des Tees gelernt werden, das in Singapur einer Zeremonie gleicht. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass dem Tee wundersame Kräfte für die Gesundheit vorausgesagt wird.

Rezepttipp – Laksa Lemak

Die Zutaten

250 g dünne Reisnudeln
1 EL Speiseöl
4 Tassen Hühnerfond
2 TL braunen Zucker
2 Tassen Kokosnussmilch
20 Riesengarnelen, geschält
1 Hühnerbrust
2 Frühlingszwiebeln
½ Tasse Bohnensprossen
1 Gurke
½ Tasse Minze Blätter
½ Tasse Korianderblätter

 

Für die Laksa Paste
8 Chilis
10 Schalotten
1 Zitronengras
2 Galanga
½  Frischer Kurkuma
½ Teelöffel Garnelenpaste, getrocknet

Laksa Lemak

Die Zubereitung

Für die Paste alle Zutaten klein hacken und pürieren. Je nach Bedarf etwas Öl hinzugeben.

Frühlingszwiebeln und Bohnensprossen klein schneiden, die Gurke in dünne Streifen schneiden sowie die Minze und Korianderblätter klein hacken. Hühnerbrust in kleine Stücke teilen.

Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen, abgießen, zur Seite stellen und warm halten.

Öl in einem Wok erhitzen, die Würzpaste hinzugeben und etwa zwei bis drei Minuten unter Rühren braten. Anschließend den Fond und den Zucker hinzugeben und zum Kochen bringen. Danach die Hitze verringern und Kokosnussmilch hinzugeben, bis alles heiß ist.

Die Garnelen hinzugeben und etwa zwei Minuten kochen, bis sie rosa sind. Nun die Hühnerstücke und die Zwiebeln unterrühren.

Die Nudeln auf die tiefen Teller oder Schüsseln verteilen und darauf die Garnelen und das Hühnchen geben. Die restliche Suppe mit einer Schöpfkelle über die Teller gießen. Mit Bohnensprossen, Gurke, Minze und Koriander garnieren.