Reiseknigge für Singapur

Sitten, Gebräuche & andere Fettnäpfchen

Die unangefochtene Weltmetropole Asiens ist ohne Zweifel Singapur. In kaum einer anderen Stadt leben so viele Kulturen friedlich nebeneinander, wie in dieser Megacity. Egal ob Chinesen, Malaien, Inder oder Briten – alle zusammen haben ein Singapur geschaffen, dass so kunterbunt wie ein Bollywood Film ist. Doch so tolerant, weltoffen, modern und vielseitig sich Singapur auch präsentiert, gerade durch die vielen verschiedenen Kulturen und Lebensweisen, die hier unwillkürlich aufeinandertreffen, sind einige Dinge während eines Aufenthaltes zu beachten, um den Bewohnern den gebürtigen Respekt gegenüberzubringen. Denn jede Reise eröffnet einem Einblicke in neue Sitten und Gebräuche, und:

Jede Reise, jede Wanderschaft ist ein Aufbruch zu neuen Ufern, ein Sprengen der Ketten, die uns an den Felsen des Alltäglichen und Gewohnten schmieden. (Dr. Carl Peter Fröhling, *1933)

Deepavali in Singapur

Malaien in Singapur

Buddhafigur

Der erste Eindruck

Pünktlichkeit hat in Singapur einen sehr hohen Stellenwert und es gilt genau wie hierzulande als unhöflich, zu spät zu kommen.

Bei der Begrüßung wird sich dann nur zugenickt und gelächelt. Das uns bekannte Händeschütteln ist eher unüblich. Beachten Sie auch, dass Sie Kindern nie über den Kopf streicheln. Die Wange oder das Kinn des Kindes mit der rechten Hand zu berühren ist hingegen erlaubt.

Singapur ist eine sehr saubere Stadt. Deshalb sollten Zigarettenkippen, Kaugummi oder anderer Abfall nicht einfach auf der Straße entsorgt, sondern die dafür vorgesehenen Abfallbehälter genutzt werden. Zudem darf in Fahrstühlen, klimatisierten Räumen, öffentlichen Gebäuden und Restaurants nicht geraucht werden. Verstöße werden mit hohen Strafen geahndet.

Fotografieren

Wie in allen anderen Ländern auf der Welt gilt auch in Singapur: Stets um Erlaubnis bitten, wenn in Tempeln, bei Zeremonien oder die Einheimischen fotografiert werden. Wenn jemand wünscht, nicht fotografiert zu werden, sollten Sie dies respektieren.

Kleidung

Ein gepflegtes Äußeres ist in Singapur besonders wichtig. Zudem herrscht unter den Singapurern ein großes Statusbewusstsein, das oft durch das Tragen von Marken- und Designerware gezeigt wird.

Wer einen Tempel oder eine Moschee betritt, muss zuerst seine Schuhe ausziehen.

FKK baden ist in Singapur verboten. Generell sollte darauf geachtet werden, sich nicht zu freizügig in der Öffentlichkeit zu zeigen. Auf der sicheren Seite sind vor allem Frauen, die ihre Knie und Schulter bedeckt halten.

Umgang mit- und untereinander

Die Singapurer sind ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk. Essen, die Lieblingsbeschäftigung der Einwohner, ist immer ein gutes Gesprächsthema, um das Eis zum Schmelzen zu bringen.

Im Umgang mit muslimischen Malaien oder Indern sollte nie die linke Hand genutzt werden, da diese als unrein gilt.

Folgen Sie einer privaten Einladung, sollten Sie immer ein Gastgeschenk dabei haben. Dabei ist die Abstammung der Familien zu beachten. So sind Blumen, kleine Geschenke für die Kinder oder Süßes gern gesehene Mitbringsel bei indischen Familien. Bei Chinesen sollten Sie sich auf Pralinen oder Obst beschränken. Hier ist vor allem die Anzahl wichtig, die immer gerade sein muss. Bei malaiischen Familien dürfen Süßes, Haushaltsgegenstände, Dekoration und sogar Lebensmittel mitgebracht werden.

Bei einer Hochzeitseinladung schenkt man in jeder Kultur üblicherweise Geld. Bei chinesischen Familien ein gerade Betrag in einem roten Umschlag, während bei indischen Familien ungerade Beträge mit einer 1 als Glück bringend gelten.

Auch wenn Sie als Pärchen nach Singapur reisen, auch hier sollte, wie in den meisten anderen asiatischen Ländern auch, keine Küsse und andere Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ausgetauscht werden.

chinesische Porzellanfiguren