Sehenswürdigkeiten in Singapur

Der Stadtstaat Singapur ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, auch Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Moderne treffen hier an jeder Ecke aufeinander. Kein Wunder also, dass die Möglichkeiten zur Tagesgestaltung, die sich in Singapur bieten, unendlich zu sein scheinen. Um Ihnen den Start etwas zu erleichtern, haben wir nachfolgend die bekanntesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten näher beschrieben. Egal ob koloniales Erbe, Natur pur, religiöse Stätten oder kulturelle Veranstaltungen, in Singapur ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Chinatown

Als 1822 die ersten chinesischen Siedler nach Singapur kamen, lebten und arbeiteten diese in Chinatown. Heute ist der Stadtteil vor allem Shopping- und Ausgehviertel, in dem sich Tempel, Geschäfte, Parks, Restaurants, Essensstände und Clubs aneinanderreihen. Das chinesische Flair ist aber noch heute überall zu spüren und gibt einem Bummel durch die Straßen einen ganz besonderen Reiz. Wer sich das Viertel anschaut, sollte einen Halt am Thian Hock Keng Tempel, den ältesten Tempel der Stadt, einlegen. Dieser wurde als Dank für die sichere Seeüberfahrt von China nach Singapur der Meeresgöttin Ma Chu P´oh geweiht. Um in das Innere des taoistischen Tempels zu gelangen, muss eine hohe Schwelle überschritten werden. Dem taoistischen Glauben nach soll diese böse Geister davon abhalten, ins Innere des Tempels zu gelangen.
Etwas unerwartet befindet sich in Chinatown auch der größte hinduistische Tempel von Singapur, der Sri Mariamman Tempel. Dieses hinduistische Heiligtum wurde 1827 aus Holz erbaut und wurde 1862 durch einen Steinbau ersetzt. Seither wurden schon einige Renovierungen vorgenommen. Der Tempel ist der Göttin Mariamman, der Göttin der Gesundheit, gewidmet und mit kunterbunten Figuren verziert - also einfach typisch für den Hinduismus.
Chinatown in Singapur

Little India

Inder mit Turbanen, Frauen in wunderschönen Saris, knatternde Tuk-Tuks, die sich durch die Straßen schlängeln und lebhaftes Treiben auf den Straßen – das alles ist Indien pur in Singapur. In Little India reiht sich ein Geschäft ans andere, es gibt zahlreiche Straßenmärkte, auf denen tropisches Obst, Gemüse und allerlei Exotisches wie wohl riechende Gewürze angeboten werden. Dazwischen erhebt sich immer wieder ein Tempel, zu denen die Gläubigen zahlreich strömen. Einer dieser Tempel ist der in Mitten von Little India gelegene Sri Veeramakaliamman Tempel, ebenfalls ein hinduistischer Tempel aus dem 19. Jahrhundert. Dieser Tempel ist der Göttin Kali, der Zerstörerin des Bösen und die Gattin Shivas, geweiht.

Das Viertel rund um die Serangoon Road erkunden Sie am besten zu Fuß und lassen sich einfach von dem Strom treiben. Schauen Sie auch in den von der Hauptstraße abzweigenden kleineren Straßen vorbei. Von Räucherstäbchen geschwängerte Luft, kleine Verkaufsstände und der Duft nach Gewürzen machen diesen Ausflug zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Sultan Moschee

Sultan Moschee im arabischen Viertel

Die ersten Händler, die nach Singapur kamen und sich hier niederließen, waren die Araber. Schon von weitem erkennt man die große goldene Kuppel der im arabischen Viertel Arab Street gelegenen Sultan Moschee, dem geistlichen Zentrum der in Singapur lebenden Muslime.
Diese Moschee wurde einst dem Sultan von Singapur von der British East India Company versprochen. Damit zeugten die Briten ihren Dank, dass sie die Insel für ihre Handelsgeschäfte in Anspruch nehmen durften. 1824 wurde die ursprüngliche Moschee von Sultan Hussain Shah gebaut, das heute bekannte Gebäude mit den schönen Minaretten und den goldenen Kuppeln wurde 1928 fertig gestellt. Die riesige Hauptgebetshalle der Moschee bietet Platz für bis zu 5.000 Gläubige.

Nicht-Muslime können in der Moschee nur den Vorraum betreten und das Fotografieren oder Filmen ist streng untersagt.

Koloniales Viertel

Im kolonialen Distrikt Singapurs liegt der Ursprung der Stadt. Einst von Sir Stamford Raffles im Auftrag der Kolonialisierung gegründet, eröffnet sich dem Besucher hier noch heute das britische Flair der Vergangenheit. Nach Sir Raffles wurde auch das 1887 erbaute, geschichtsträchtige Raffles Hotel benannt, das einst mit gerade einmal zehn Zimmern eröffnete. Berühmte Gäste wie Charlie Chaplin, Hermann Hesse oder Elizabeth Taylor verbrachten ihren Singapur Aufenthalt in der luxuriösen Unterkunft im Kolonialstil. Wer einmal die besondere Atmosphäre des Hotels erleben möchte, kann zum berühmten Afternoon-Tea vorbeischauen. Zu Berühmtheit gelangte auch die Bar des Hotels. Denn hier wurde der Cocktail Singapore Sling kreiert, der noch heute das Aushängeschild des Raffles Hotels ist.

Ebenfalls in diesem Stadtteil befindet sich das alte Parlament, ein weißer Prachtbau im viktorianischen Stil am Singapore River gelegen aus dem Jahr 1827. Damit ist das alte Parlament das älteste Regierungsgebäude Singapurs. Ursprünglich als Kaufmannshaus erbaut wurde es zunächst in den Sitz des Gerichts umgewandelt, bevor das Parlament sich in dem Bau niederließ. Seit 2004 beherbergt das ehemalige Regierungsgebäude eine Galerie und ein Veranstaltungszentrum und wurde in The Arts House umbenannt.

Ganz in der Nähe befindet sich das 1929 erbaute Rathaus Singapurs. 1945 erklärten die Japaner in diesem Gebäude gegenüber Lord Mountbatten ihre Kapitulation. 1992 schließlich wurde die City Hall zum nationalen Denkmal erklärt.  Direkt neben dem Rathaus befindet sich der Supreme Court, das Gebäude des obersten Gerichtshofes. Der Kolonialbau von 1939 gilt dank der grünen Kuppel und den Säulen als einer der schönsten Gebäude aus der britischen Kolonialzeit.

Raffles Hotel in Singapur

der Merlion

Supreme Court

Merlion

Das Wahrzeichen Singapurs ist der sogenannte Merlion, ein Fabelwesen halb Fisch und halb Löwe. Der Name setzt sich aus den englischen Wörtern mermaid (Meerjungfrau) und lion (Löwe) zusammen und zeigt Singapurs Ursprung als kleines Fischerdorf. Vor dem Fullerton Hotel mit Blick auf die Marina Bay befindet sich der wasserspeiende Merlion, der 1972 eingeweiht wurde. Die über acht Meter hohe Statue ist etwa 40 Tonnen schwer. Hier erfahren Sie mehr über die Legende des Merlion.

Marina Bay

Der neu entstandene Stadtteil Marina Bay wurde durch Landaufschüttung dem Meer abgerungen und bietet neben Hotels, Shoppingcentren und Parkanlagen auch Kulturzentren, Museen und Theater. Hier befindet sich auch das imposante Hotel Marina Bay Sands, mit einer auf drei Türmen liegenden und miteinander verbundenen Dachterrasse.

Eine neuzeitliche Sehenswürdigkeit ist das Kulturzentrum Esplanade, an der Hafenbucht des Singapore River gelegen. Die Idee für das Zentrum stammt bereits aus den 1980er Jahren. Fertiggestellt wurde das futuristische Center für darstellende Kunst allerdings erst 2002 und beheimatet sowohl ein Theater als auch eine Konzerthalle. Die Struktur der Esplanade erinnert an eine Durian Frucht oder an das Auge einer Fliege.

Auf insgesamt 101 Hektar erstreckt sich die Anlage Gardens by the Bay, die sich in drei Gärten unterteilt. Insgesamt findet man hier etwa 250.000 Pflanzenarten. Der größte der drei Gärten ist Bay South, wo sich auch die spektakulären Supertrees befinden. In den 16 Stockwerke hohen vertikalen Gärten wird Regenwasser gesammelt und Solarenergie gespeichert, um den Park mit Wasser und Energie zu versorgen. Im Garten Bay East befinden sich in wundervoller tropischer Umgebung mit Palmen und bunten Blüten schöne Pavillons, die zum Verweilen einladen. Auf der zwei Kilometer langen Uferpromenade kann wunderbar flaniert werden. Der Bay Central verbindet beide Teile miteinander. Für etwas Erfrischung sorgt das Gewächshaus, in dem mediterrane Verhältnisse herrschen und Pflanzen auf der ganzen Welt begutachtet werden können.

Das Highlight schlechthin befindet sich ebenfalls in der Marina Bay - der Singapore Flyer. Aus 165 Metern Höhe eröffnet sich ein atemberaubender 360 Grad-Blick auf Singapur. Bei gutem Wetter reicht die Sicht sogar bis nach Malaysia oder Indonesien. In insgesamt 28 gläsernen Gondeln geht es in 37 Minuten Fahrt einmal herum. Auch zum ein- und aussteigen hält das Riesenrad nicht an, es dreht sich langsam weiter.

Singapore Flyer

Gardens by the Bay

Esplanade

Jurong Bird Park

Der über 20 Hektar große Jurong Bird Park ist ein wahres Vogelparadies - nicht nur für das Federvieh selbst sondern auch für die Besucher. Etwa 5.000 Vögel von insgesamt ca. 400 Arten leben in den Gehegen und verschiedenen Volieren des Parks, der 1971 eröffnet wurde.

Mit etwa 20.000 m², 1.500 Vögeln von 60 Arten befindet sich mit dem African Waterfall Aviary die größte Voliere in diesem Park. Auch ein 30 Meter hoher, künstlicher Wasserfall befindet sich hier.

Eine andere Voliere namens Lory Loft erstreckt sich über 3.000 m² und neun Stockwerke. Hier leben über 1.000 Loris (Papageien), die das Gehege in ein leuchtendes Rot tauchen. Weitere Bewohner des größten Vogelparks Südostasiens sind Pinguine, südamerikanische Tukane und Nashornvögel.

Jurong Bird Park

Singapore Zoo und Night Safari

Bereits 1973 wurde der Zoo von Singapur eröffnet. Besonderheit des Zoos ist es, dass es als offene Anlage konzipiert wurde und viele große, offene Gehege besitzt. Wo es möglich war, wurden keine Gitter genutzt, um die Besucher von den wilden Tieren zu trennen, sondern natürliche Grenzen wie Wassergräben. Auf etwa 28 Hektar leben um die 2.800 Tiere. Eine einmalige Erfahrung ist es auch, im Park zu frühstücken oder mit Orang-Utans zu Abend zu essen.

Direkt neben dem Singapore Zoo befindet sich der Eingang zu dem Zoogelände der Singapore Night Safari. Zu Fuß oder mit der Bahn geht es durch die ca. 40 Hektar große Anlage, in der insgesamt 110 verschiedene Arten und damit ca. 1.000 Tiere leben. Highlight dieses besonderen Abenteuers, während dem Sie die Tiere beobachten können, ohne sie zu stören, ist die Fütterung der Tiger und Löwen.

Sentosa Island

Als Ausgleich zu den turbulenten Stadtleben wurde auf Sentosa Island ein Naherholungsgebiet geschaffen. Der Name stammt aus dem Malaiischen und bedeutet so viel wie Ruhe. Hier reihen sich Freizeitparks, Spas und Resorts aneinander. Um das tropische Feeling perfekt zu machen, wurden sogar Sandstrände aufgeschüttet, die nun mit Palmen gesäumt sind. Eine besondere Möglichkeit der Anreise besteht mit der Seilbahn vom Mount Faber nach Sentosa und eröffnet somit gleichzeitig atemberaubende Ausblicke auf die Region.

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sentosas ist die Underwater World, ein 1991 eröffnetes Aquarium. Hier leben 250 Meerestierarten aus aller Welt. Durch einen 83 Meter langen, durchsichtigen Tunnel können die ca. 2.500 Tiere beobachtet werden. Bunte Korallen, Haie, Rochen, Schildkröte und auch Delfine sind hier zu sehen.

Sentosa Island

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