Auf Entdeckungstour im Meer – Tauchen


Bunte Unterwasserwelten, eindrucksvolle Naturschauspiele, vielfältige Tierarten und außergewöhnliche Erfahrungen – all das erlebt man bei einem spannenden Tauchgang. Doch womit wurden die Grundlagen geschaffen, sodass man heute einfach mal abtauchen und die unvergleichliche Meereswelt erkunden kann? Welche Taucharten gibt es und wo findet man solch einzigartige Tauchparadise, die diesen Vorstellungen gerecht werden?

Eine kleine Historie zum Tauchen

Seit Jahrhunderten wird nach Möglichkeiten gesucht, die Unterwasserwelt der Weltmeere zu erforschen. Lange Zeit blieb dies nur ein Wunschgedanke der Menschen. Einen entscheidenden Grundstein für die Entwicklung des Tauchens legte der Grieche Scyllis im Jahr 500 vor Christus. Dieser wurde von den Persern gefangen genommen. Als er erfuhr, dass diese einen Angriff gegen das Griechische Reich planen, floh Scyllis. In der Nacht löste er die Ankerleinen der Schiffe, sodass diese abtrieben. Das interessante an der Geschichte ist, dass der Held während seiner Tat ein Schilfrohr nutzte um auch unter Wasser atmen zu können.

Im Laufe der Zeit versuchten zahlreiche Wissenschaftler auf der Grundlage dieses Schilfrohres potenzielle Tauchgeräte zu verbessern, gar neu zu entwickeln. Im 16. Jahrhundert begann man mit der Nutzung der sogenannten Tauchglocke. Damit war es erstmals möglich, länger unter Wasser zu bleiben. Dies funktionierte, da die Glocke wenige Meter unter der Wasseroberfläche gehalten wurde und sich damit im oberen Teil durch den Wasserdruck komprimierte Luft befand. In diesem Zeitraum wurden in England und Frankreich zudem Tauchanzüge aus Leder entwickelt, die dann für Tauchgänge genutzt werden konnten.

Ab dem 19. Jahrhundert wurden immer mehr Forschungen zum Wasserdruck betrieben um dahin gehend auch die notwendigen Geräte für einen Tauchgang entwickeln zu können. Insbesondere Paul Bert aus Frankreich und John Scott Haldane aus Schottland widmeten sich diesen Studien. Mit ihren Erkenntnissen konnte der Vorreiter heutiger Atmungsgeräte entwickelt werden.

Das Tauchen in der heutigen Zeit

Tauchen vor Flores

Seit hunderten von Jahren versuchen diverse Wissenschaftler Geräte und Techniken zu entwickeln um die Sicherheit bei Tauchgängen zu verbessern. Zudem sucht man auch nach Möglichkeiten, um in tieferen Teilen des Meeres Tauchen zu können. Bisher werden, aufgrund des hohen Drucks, welcher mit der Meerestiefe zunimmt, nur Tauchroboter eingesetzt.
Das Tauchen hat viele Bedeutungen. Sei es als spannende Freizeitaktivität oder als eine besondere Entdeckungstour der Unterwasserwelt, die den Tauchern unvergleichliche Erlebnisse beschert. Doch auch für die Erforschung der Meere nimmt das Tauchen eine wichtige Rolle ein. Hiermit versuchen die Forscher die Unterwasserwelt hautnah zu erkunden, um daraus resultierend mehr über das Meeresleben zu erfahren. Taucher werden aber auch eingesetzt um Wrackteile zu bergen und zu untersuchen. In jedem Fall bietet das Tauchen eine andere Möglichkeit um unsere Weltmeere zu verstehen und manche Erscheinungen erklären zu können.

Die Taucharten

Bei den Taucharten wird zwischen dem autonomen und dem nicht-autonomen Tauchen unterschieden. Beim autonomen Tauchen hat der Taucher während seines Tauchganges keine Verbindung zur Wasseroberfläche. Hierbei erfolgt der Tauchgang entweder mit oder ohne Atemgerät. Diese Tauchart kann in drei Unterformen unterschieden werden. Das erste ist das Apnoe-Tauchen – das sogenannte Freitauchen, wobei der Taucher ohne Geräte einen Tauchgang unternimmt. Bei dieser Form geht es mehr um eine sportliche Herausforderung. Im Gegensatz dazu wird beim Scuba-Tauchen ein Drucklufttauchgerät für die Entdeckungstour unter Wasser angewendet. Dieses besteht aus einer Druckluftflasche und einen Lungenautomat, womit der Taucher auch unter Wasser normal weiteratmen kann. Auch beim Nitrox-Tauchen wird mit einem Atemgerät getaucht. Allerdings wird hier ein Gasgemisch von Sauerstoff und Stickstoff genutzt, weshalb dem Taucher mehr Sauerstoff zur Verfügung gestellt werden kann. Zudem wird eine Verlängerung der Tauchzeit ermöglicht, da dem Körper weniger Stickstoff zugeführt wird.

Druckluftflaschen für autonomes Tauchen

Für alle, die sich nicht weit von der Oberfläche entfernen wollen ist das Schnorcheln äußerst empfehlenswert. Hierbei atmet man durch einen etwa 30 cm langen Schnorchel die Luft von der Wasseroberfläche. Zur weiteren Ausrüstung gehören noch eine Tauchermaske und Tauchflossen. Allerdings wird kein Drucklufttauchgerät verwendet, welches diese Form des nicht-autonomen Tauchens vom autonomen Tauchen unterscheidet.

Interessante Tauchgebiete

Auf unserer Erde gibt es so manch interessante Tauchgebiete, die jährlich tausende Reisende anlocken. Nennenswert sind das Great Barier Riff in Australien, das Rote Meer, die Malediven, die Philippinen und Indonesien. Natürlich darf in diesem Zusammenhang das berühmte Korallendreieck nicht vergessen werden. Hier findet sich eine bunte Vielfalt an Korallen- und Fischarten, die in jedem Fall zu einem Tauchgang einladen. Doch auch viele andere Tauchgebiete verfügen über zahlreiche, verschiedene Tier- und Pflanzenarten, die einen potenziellen Tauchgang zu einem besonderen Erlebnis machen.

Anemonenfische in der Meereswelt um Sulawesi