Ortsbeschreibung Thailand

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Ayutthaya Informationen


Ayutthaya ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Zentralthailand und liegt etwa 70km nördlich von Bangkok. Inselartig am Zusammenfluss der drei Flüsse Chao Phraya, Pasak und Lopuri gelegen, ist die Stadt vor allem als ehemalige Hauptstadt (1351-1767) des siamesischen Königreiches und als südostasiatische Metropole des 18.Jh. bekannt. Damals zählte die Stadt mehr als eine Million Einwohner, heute sind es etwa 50.000. Bei der Gründung wurde der Name in Anlehnung an die Hauptstadt aus dem indischen Nationalepos Ramayana (Ayodya) gewählt. Lassen Sie sich verzaubern von Tempelruinen aus vergangen Zeiten und der idyllischen Ruhe und Gelassenheit der Einheimischen. Hier kann man wunderbar entspannen und trotzdem die Kultur des vergangenen Königreiches erleben.

Geschichte

Ayutthaya Wat Phra Si Sanpeth

Die Stadt ist mit zahlreichen Kanälen durchzogen, welche früher nicht nur zur Wasserversorgung, sondern hauptsächlich auch zum Transport und zum Schutz vor Angreifern genutzt wurden.
Das siamesische Königreich ging weit über die Grenzen des heutigen Thailands hinaus und reichte bis nach Myanmar, Laos, Kambodscha, China, Vietnam und Malaysia und erlangte durch seinen seine Größe weltweit Ruhm und Anerkennung.
In der alten Königsstadt herrschten über 400 Jahre 33 Könige aus fünf verschiedenen Dynastien. Ayutthaya war damals sehr schwer anzugreifen, da es praktisch inselartig angelegt wurde, von einer 20 Meter hohen und fünf Meter breiten Mauer umgeben war und die umliegenden Flüsse regelmäßig über die Ufer traten, somit war in der damaligen Zeit eine Belagerung praktisch unmöglich.

In der blühenden Hauptstadt befanden sich damals drei prunkvolle Paläste und mehr als 400 Tempel, welche vom Baustil her eine unverwechselbare Mischung aus der Khmer Architektur und dem Sukhothai Stil ergeben. Die Stadt florierte und Menschen aus zahlreichen Ländern siedelten sich hier an und so wurde Ayutthaya zu eines der wichtigsten Handelszentren in Asien, welches oft mit Metropolen wie London und Paris verglichen wurde. Durch viele europäische Einwanderer kam es auch zur Erbauung von Kirchen, Kathedralen und Gebäuden, in welchen sich die verschiedensten internationalen Architekturstile vermischten. Die Königsstadt erreichte ein jähes Ende im Jahr 1767, aufgrund der Belagerung und Zerstörung der Stadt durch Burmesen. Daraufhin wurde Bangkok gegründet und zur neuen Hauptstadt des Reiches ernannt. Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde mit den Restaurierungsarbeiten der faszinierenden Tempel und Paläste begonnen.

Ayutthaya Chaiwatthanaram

Ayutthaya Sehenswürdigkeiten

Wat Mahathat

Die einstige Weltmetropole hatte ihr Zentrum im heutigen Geschichtspark von Ayutthaya, in welchem die Ruinen der Königspaläste und ehemaligen Tempel noch heute zu bestaunen sind. Im Jahr 1991 wurde der historische Park zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Einer der größten Tempel war der Wat Mahathat, dessen Überreste heute noch viele Besucher begeistern und in eine andere Zeit zurückversetzen. Beginn des Baus war höchstwahrscheinlich im Jahr 1374 und wurde später als Residenz für die höchsten Glaubensträger des Reiches genutzt. Nach seiner Zerstörung wurde der Tempel leider nicht mehr aufgebaut, weshalb, ähnlich wie bei vielen Tempeln der Stadt, lediglich noch die Überreste zu bewundern sind. An den Mauern des Tempels befindet sich das wohl beliebteste Fotomotiv des gesamten Parks, wer jetzt jedoch an einen prunkvollen Tempel denkt, der liegt falsch, denn es ist ein Baum. Diesem Feigenbaum darf man nicht zu nahe kommen, denn er gilt den Einheimischen als heilig. Mitten in seinen Wurzeln, welche aus der Erde herausragen befindet sich ein Buddha-Kopf. Eine Legende besagt, dass der Kopf während der Zerstörung der Stadt durch Burmesen von einer Statue abgeschlagen wurde und von Einheimischen zum Schutz vergraben wurde. Die mächtigen Wurzeln des Baumes haben diesen dann wieder über die Erde getragen und somit hatte die heilige Statue wieder das Licht der Welt erblickt.

Ayutthaya Wat Mahathat Buddhakopf im Feigenbaum

Ayutthaya Wat Mahathat

Wang Luang und Wat Si Sanphet

Einer der drei Königpaläste ist der Wang Luang, welcher vom ersten König des Siam Reiches, König U Thong errichtet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Areal immer mehr erweitert und es wurden weitere Thronsäle und Tempel erbaut. Ebenfalls auf dem Gelände zu finden war der Thronsaal Sanphet Prasat, in welchem König Narai die Gesandtschaft von Sonnenkönig Ludwig XIV. des absolutistischen, französischen Königreiches empfing. Diese Halle ist heute nachgebaut im Freilichtmuseum Muang Boran zu finden. Damals lag ebenfalls auf dem Gelände des Palasts Wat Si Sanphet, eine der größten und eindrucksvollsten Tempelanlagen Ayutthayas, welche für religiöse Zeremonien der Königsfamilien genutzt wurde. Heute kann der Tempelkomplex ebenfalls noch besichtigt werden, jedoch ist dieser zum Teil mit Pflanzen überwachsen, was allerdings seinem Charme keinen Abbruch leistet.

Wat Ratchaburana

Einer der wohl faszinierendsten Tempel Ayutthayas ist der Wat Ratchaburana, welcher über eine begehbare Krypta und prächtige Wandmalereien verfügt. König Borom Ratchathirat II ließ diesen Tempel an der Stelle an der sein Bruder starb errichten. Im Wat selber fand man bei Ausgrabungen zahlreiche Statuen und Figuren, wie zum Beispiel einen goldenen Elefanten. Dieser ist im Nationalmuseum Chao Sam Phraya in Ayutthaya zu finden, in welchem unter anderem über die langwierige Geschichte der Stadt informiert wird.

Wat Phu Khao Thong

Etwas außerhalb der Stadt befindet sich Wat Phu Khao Thong, welcher einen riesigen Chedi, mit einer Höhe von etwa 30 Metern, besitzt. Chedis sind in anderen Ländern auch bekannt als Stupa und sind oft spitzzulaufende Bauten, welche auch als Altäre genutzt werden. Auf der oberen Etage angekommen, hat man einen atemberaubenden Ausblick auf Teile der Stadt und auf die umliegenden Reisfelder, welche an den fruchtbaren Ufern der Flüsse gelegen sind. Der Name des Komplexes heißt wörtlich übersetzt so viel wie goldener Berg. Ebenfalls Teil der Anlage ist die moderne Statue von König Naresuan dem Großen. Diese ist auf einem gewaltigen Monument erbaut und von riesigen Mauern umgeben.

Weitere Ausflugsziele

Empfehlenswert ist es Ayutthaya mit dem Fahrrad zu erkunden, denn auf dem gesamten Stadtgebiet befinden sich unzählige Tempelanlagen, Buddha-Statuen und Chedis. Weitere sehenswerte buddhistische Tempel sind beispielsweise Wat Yai Chai Mongkol, Wat Chaiwatthanaram, Wat Na Phra Men und Wat Suwan Dararam. Am Abend werden diese Pagoden teilweise in einem wunderschönen Licht angestrahlt, weswegen sich auch ein nächtlicher Rundgang lohnt.

Aber es gibt nicht nur die Ruinen der Tempel in Ayutthaya zu bestaunen, denn die heutige Königsfamilie hat auch eine Sommerresidenz, der Königspalast Bang Pa In, welchen man zeitweise sogar von innen besichtigen kann. Die Gebäude, welche farbenfroh verziert und in einem wunderschönen Park mit Statuen, Pavillions und einem Teich mit Springbrunnen gelegen sind, haben alle verschiedene Architekturstile. So findet man hier beispielsweise ein chinesisches Landhaus, ein Schloss im französischen Stil, eine italienische Villa und ein Schweizer Chalet. Des Weiteren ist es zu empfehlen einmal den farbenfrohen Nachtmarkt von Ayutthaya zu besuchen.

Ayutthaya Bang Pa In

Ayutthaya Bang Pa In chinesischer Tempel

Ayutthaya Bang Pa In mit Springbrunnen

Anreise und beste Reisezeit

Da Ayutthaya unweit von Bangkok entfernt ist, kann man beispielsweise mit dem Zug oder dem Express-Boot auf dem Chao Phraya fahren. Ayutthaya ist ebenfalls Teil zahlreicher Rundreisen durch Thailand, wie zum Beispiel der Highlights um Bangkok Tour und Nordthailand Rundreise ab Bangkok. Die beste Reisezeit ist von November bis April während der Trockenzeit. Zu dieser Zeit herrschen angenehme Durchschnitttemperaturen von etwa 28°C. Von Mai bis Oktober setzt der Monsun ein, weswegen das Wetter oft sehr unbeständig ist.