Sehenswürdigkeiten Ostthailand

die Reiskammer des Landes

Der Isaan nimmt flächenmäßig fast ein Drittel von Thailand ein und versorgt das Land mit seinen unzähligen Reisfeldern, weshalb der nordöstliche Teil oft als Reiskammer bezeichnet wird. Bei vielen Reisenden ist diese Region inzwischen sehr beliebt und das ganz zu Recht, denn einerseits findet man hier einige der schönsten Tempel der Khmer-Architektur, anderseits haben sich die Menschen ihren Lebensstil bewahrt, der noch immer stark von Traditionen geprägt ist. Und nicht zu vergessen – die atemberaubende Natur mit dem mächtigen Mekong, der sich fast die gesamte Ostgrenze zwischen Thailand und Laos entlang zieht.

Reisbauern im Isaan bei der Ernte

 
 

Nakhon Ratchasima (Korat)

Die Stadt und Provinzhauptstadt Nakhon Ratchasima ist etwa 260 Kilometer in nordöstlicher Richtung von Bangkok entfernt. An Korat führt bei Reisen in den Isaan kaum ein Weg vorbei, denn viele der alten Khmer-Ruinen sind in der Umgebung. Allen voran der Prasat Hin Phimai (ca. 60 Kilometer entfernt), eines der eindrucksvollsten Bauwerke Thailands. Das Töpferdorf Dan Kwian liegt knapp 15 Kilometer außerhalb der Stadt zeigt traditionelle Kunsthandwerk hautnah und am Rande der Provinz erstreckt sich bis nach Zentralthailand der Khao Yai Nationalpark. Hier ein paar Detailinformationen zu bedeutenden Sehenswürdigkeiten rund um Korat:

Thailändische Tänzerinnen vor dem Tempel von Phimai

 

Prasat Hin Phimai
Der Tempel von Phimai ist eines von Thailands eindrucksvollsten, historischen Bauwerken. Er ist auf die Herrschaft der Khmer im 9.-13. Jahrhundert zurückzuführen und man vermutet, dass er einst als Vorbild für das spätere Angkor dienten. Bewundern Sie den einzigartigen und sehr gut restaurierten Tempelkomplex, dessen großen Innenhof man über vier Tore erreicht, die den entsprechenden Himmelsrichtungen zugewandt sind. Wunderschöne Dekorationen und Reliefs zeigen die hinduistische Götterwelt.
Etwas außerhalb befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte von Ban Prasat mit dem wohl ältesten Banyan-Baum Thailands. Er ist auf einer Insel im Fluss Moon gelegen, die man über kleine Brücken erreicht. Beeindruckend ist das bizarre Gewirr aus dicken Luftwurzeln des heiligen Baums.

Prasat Hin Wat Phanom Wan
Ebenfalls im Khmer Stil erbaut ist der etwa 20 Kilometer von Nakhon Ratchasima entfernte Prasat Hin Wat Phanom Wan zwar deutlich kleiner, abermit Sicherheit ebenso beeindruckend wie seine "Geschwister". Vermutlich im 13./14. Jahrhundert als Hindu Tempel erbaut, wurde er später zu einem buddhistischen Heiligtum.

 

Ubon Ratchathani (Ubon)

Ubon Ratchathani ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt im Osten von Thailand. Es gibt Flugverbindungen ins etwa 630 Kilometer entfernte Bangkok, weshalb sich die Stadt perfekt als Ausgangspunkt für Rundreisen durch den Isaan eignet. Ubon bietet noch zahlreiche, weniger bekannte Sehenswürdigkeiten. In der Stadt selbst können die unten erwähnten Tempel bewundert werden. Ein weiteres Highlight ist das alljährlich zu Beginn der buddhistischen Fastenzeit stattfindende Kerzenfest in Ubon Ratchathani. Es werden kunstvolle, teilweise meterhohe Figuren aus Wachs geschnitzt und während der großen Parade am Khao Phansa Tag zur Schau gestellt.

Wat Supattanaram
König Mongkut (König Rama IV) ließ den Wat Supattanaram am Ufer des Mae Nam Mun Mitte des 19. Jahrhunderts erbauen und gründete hier einen Orden, der nach strengen buddhistischen Regeln lebt. Der Baustil vereint thailändische und Khmer Elemente als auch sakrale Bauweisen.

Wat Thung Si Muang
Im Zentrum von Ubon gelegen, ist der Wat Thung Si Muang sehr leicht zu erreichen und in der Klosterhalle lassen sich wunderschöne Wandmalereien bewundern, die das Leben Buddhas zeigen, aber auch Szenen aus dem Alltag der Bevölkerung. Kleines Highlight ist der alte, hölzerne Tempel inmitten eines Lotusteichs, in dem buddhistische Schriften aufbewahrt werden.

 

Khong Chiam

Khong Chiam liegt am Zusammenfluss von Mekong und Moon. Als einer der östlichsten Orte Thailands überrascht er durch seine Ursprünglichkeit und die sagenhafte Natur an den beiden mächtigen Flüssen. Im Ort selbst kann einer der in Thailand eher seltenen weißen Tempel besichtigt werden und auch der Besuch auf dem morgendlichen Markt lohnt sich. Aufgrund der Nähe zu Laos bieten sich auch Ausflüge oder Kombinationsrundreisen ins Nachbarland an. Unsere Empfehlung ist die Rundreise Thailand und Laos - Geschichte des Isaan und Naturparadies, weitere Details hier. Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Khong Chiam sind:

Pha Taem Nationalpark
Der Nationalpark beeindruckt einerseits durch seine seltsam geformten und an Pilze erinnernden Sandsteinformationen, andererseits durch seine prähistorischen Wandmalereien, die man auf 3000 bis 4000 Jahre zurückdatiert. Dieser Nationalpark wird von der Königin unterstützt, in einem kleinen Besucherzentrum kann man Bilder und Informationen einsehen.

Wasserfälle
Der Soi Sawan Wasserfall stürzt sich etwa 30 Meter in die Tiefe und der Saeng Chan Wasserfall ergießt sich durch eine Art Loch im Felsen und scheint dann in Herzform zu fallen. Das Schauspiel soll besonders schön zum Vollmond sein, weshalb er auch als „Moonlight Waterfall“ bezeichnet wird. Magische Momente genießt man aber auch gegen Mittag, wenn sich das Licht der Sonne im Wasserfall spiegelt. Der Thung Na Muang Wasserfall in der Nähe des Mekong bietet auch Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad.

Prasat Sikhoraphum in Ubon Ratchathani

Wandmalereien im Pha Taem Nationalpark

Wat Thung Si Muang in Ubon


Surin

Surin ist eine relativ große Provinz im Osten von Thailand. Die gleichnamige Stadt ist ca. 450 Kilometer von Bangkok und nur etwa 50 Kilometer von der kambodschanischen Grenze entfernt. Die zahlreichen Tempelruinen rund um die Stadt stammen z.T. aus dem 10. Jahrhundert und sind damit die ältesten Khmer Tempel Thailands. Ein Erlebnis ganz anderer Art und ein wahrer Genuss für Nase und Gaumen ist auch der Nachtmarkt von Surin, der an unzähligen Verkaufsständen thailändische Köstlichkeiten anbietet.
Surin ist auch als Elefantenstadt bekannt, was vor allem auf das jährlich im November stattfindende Elefanten Festival zurück zu führen ist. In der Provinz Surin gibt es unzählige große und kleinere Tempel im Khmer Stil, einer schöner als der andere. Hier deshalb nur eine Auswahl an Sehenswürdigkeiten in der Umgebung:

Prasat Preah Vihear
Der Prasat Preah Vihear oder Prasat Phra Viharn, wie er in Thailand genannt wird, beeindruckt durch seine außergewöhnliche Lage, die leider immer wieder zu Konflikten zwischen Kambodscha und Thailand führt.
Hoch auf einem Kliff in Kambodscha gelegen, ist er ausschließlich von thailändischer Seite erreichbar, was zu den genannten Streitigkeiten führte. Man vermutet den Bau der gewaltigen Khmer Tempelanlage, die inzwischen zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, im 10.-12. Jahrhundert, genaue Angaben gibt es nicht. Vor dem eigentlichen Tempel gibt es einen Aussichtspunkt, wo sich ein spektakuläre Ausblick auf den berühmten Khmer Tempel und auf Kambodscha bietet.

Prasat Sikhoraphum
Man datiert diesen sehr gut erhaltenen Tempel auf das 12. Jahrhundert als er im typischen Khmer Stil aus Lateritstein entstand. Der Prasat Sikhoraphum zeigt fünf verschiedene Türme, einer davon gut 30 Meter hoch und bewundernswert sind die kunstvollen Steinmetzarbeiten, die Szenen aus der hinduistischen Mythologie zeigen.

Prasat Hin Ban Pluang
Der Prasat Hin Ban Pluang entstand zwischen dem 11.-12. Jahrhundert und auch wenn er eher einer der kleinen Tempel in Thailand ist, zählt er mit zu den schönsten des Landes. Neben handwerklich wertvollen Steinmetzarbeiten sind insbesondere die in Stein gehauenen Elefanten an den Türen von Bedeutung und die sechs Yogis über einem Türrahmen.

Kleiner Geheimtipp - Emerald Dreieck
In landschaftlich reizvoller Umgebung kann man diese „Sehenswürdigkeit“ entdecken. Das so genannte „Emerald Dreieck“ befindet sich im äußersten Südosten von Thailand, wo das Land an die Grenzen von Kambodscha und Laos stößt. Es ist nicht ganz so spektakulär und vor allem sehr viel ruhiger als das Pendent im Norden von Thailand, das „Goldene Dreieck“, aber traumhaft gelegen an einem kleinen See in üppiger Natur.

Preah Vihear an der Grenze Thailand - Kambodscha