Vietnam Informationen & Vietnam Reisetipps

Vielseitiger Küstenstaat am Südchinesischen Meer

Bereits vor etwa 400.000 Jahren lebten Menschen in dem Land, welches im Südwesten an den Golf von Thailand und mit einer fast 1.500 km langen Küste an das Südchinesische Meer grenzt. Entsprechend vielseitig, aber auch sprung- und wechselhaft sind die Geschichte und die historischen Sehenswürdigkeiten Vietnams, das viele Jahrhunderte Krieg mit seinen Nachbarn führen musste und lange Spielball der Kolonialmächte war. Der Kaiserpalast in Hué wurde im Vietnamkrieg 1968 fast komplett zerstört. Anziehungspunkte für Touristen auf einer Vietnam Reise sind natürlich die Städte Hanoi und Saigon, wobei Hanoi eher den ruhigen Charme der Tempel und Saigon die Hektik des Westens ausstrahlt. Gepflegt werden in Vietnam aber auch die uralten Brauchtümer und Traditionen, zu der gerade die vielfältige Musik des Landes gehört. Zum Weltnaturerbe zählt die Halongbucht, das Mekongdelta ist ein Muss auf jeder Vietnam Reise und besonders authentisch sind die Bergvölker im Nordwesten des Landes.
So unterschiedlich wie die einzelnen Regionen Vietnams ist auch das Klima des Landes. Wir haben alle wichtigen allgemeinen Informationen zu Vietnam nachstehend für Sie zusammengefasst.

Vietnams Regionen

Nordvietnam
Im nördlichen Teil Vietnams gibt es viele erstaunliche Sehenswürdigkeiten, atemberaubende Landschaften und einzigartige Menschen, denen auf einer Vietnam Reise ein Besuch abgestattet werden kann. Die Region um Sa Pa im Norden der Hauptstadt Hanoi ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Trekkingtouren und Wanderungen durch die beeindruckenden Gebirgslandschaften Vietnams. Sattgrüne Reisterrassen und schroffe Hügelketten fügen sich zusammen zu einem wahren Naturparadies, welches nur durch die bunt gekleideten Bergvölker und die belebten Märkte unterbrochen wird.
Hanoi, die moderne und trotz allem traditionelle Hauptstadt des Landes erstrahlt in einem ruhigen und eher konservativen Licht. Alte, aber dennoch gut erhaltene Bauwerke, ehrwürdige Tempel und kleine grüne Parkoasen betonen den doch so besonderen und einzigartigen Charme dieser Stadt. Sehenswürdigkeiten in Hanoi wie das Ho-Chin-Minh Mausoleum, der bekannte Literaturtempel und natürlich die belebte Altstadt am Rande des Hoan-Kiem Sees sind ein Muss für eine Vietnam Reise.
Die Halongbucht befindet sich im Nordosten Vietnams und ist sicher eine der schönsten Landschaften der Welt! Hier verteilen sich Hunderte kleine Karstfelsinseln – einige sind von dichten Grüne bewachsenen, andere haben traumhafte Strände zu bieten und wieder andere bilden nur skurrile Formen, die aus dem türkisschimmernden Wasser ragen. Die Sagen umwobene Bucht wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt und kann auf einer Vietnam Reise am besten während einer Dschunkenfahrt erlebt werden, auch spezielle Bootstouren zu den Mangroven oder Ausflüge in die Grottenwelt der Inseln lohnen sich.

 

Zentralvietnam
Schon seit dem 17. Jahrhundert existiert die Stadt Hué in Zentralvietnam und war mehr als 140 Jahre die Hauptstadt des Landes. Ehrwürdige Ruinen des alten Palastes, beeindruckende Tempel, kaiserliche Bauten und Gebäude im französischen Stil zeugen von dieser Zeit und verströmen einen einmaligen Charme, der eine Vietnam Reise einzigartig macht. Eine Besichtigung der „Verbotenen Purpurnen Stadt", antiker Kaisergräber oder der wunderschönen Tempel und Pagoden sollte bei einer Rundreise nicht fehlen.
Die östlich an der Küste zum Südchinesischen Meer gelegene Stadt Danang mit einigen wenigen Sehenswürdigkeiten.
Hoi An ist die viertgrößte Stadt des Landes und wurde während des Vietnamkrieges gegen die Amerikaner häufig als „Saigon des Nordens" bezeichnet, doch nach dem Krieg kam es zu einem jähen Halt des lebendigen Treibens. Heute kehrt ein wenig des alten Glanzes zurück und vor allem das Cham Museum mit seiner Sammlung an traditioneller Handwerkskunst und die Strände westlich der bekannten Marmorberge lohnen auf einer Vietnam Reise einen Besuch.
Das ehemalige Faifo, befindet sich etwas südlich von Danang und war ab dem 17.Jahrhundert den Kaufleuten als einer der wichtigsten internationalen Häfen Südostasiens bekannt. Besonders sehenswert ist die Altstadt mit ihren gut erhaltenen Gebäuden, die während des Krieges nahezu unversehrt geblieben sind und wegen denen Hoi An von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Die traumhaften Sandstrände um Hoi an machen den Ort in Zentralvietnam zum beliebten Ziel bei einer Vietnam Reise.

Südvietnam
Wunderschöne, kilometerlange Sandstrände am Südchinesischen Meer kann man in der malerischen Hafenstadt Nha Trang besuchen. Heute ist es einer der wichtigsten Badeorte Vietnams, die wunderschöne Unterwasserwelt der kleinen Inseln und Buchten vor der Küste lädt bei einer Vietnam Reise zu abwechslungsreichen Tauch- und Schnorchelausflügen ein. Im Landesinneren, am wunderschönen Xuan Huong Stausee liegt Dalat auf 1.500 m Höhe im westlichen Bergland. Das milde Klima hat der Stadt den Beinamen „Stadt des ewigen Frühling“ eingebracht und auch die  französischen Kolonialbauten und der nachgebaute Eiffelturm verhalfen Dalat zu einem Beinamen – „kleines Paris Vietnams“. Die Landschaft ist von fruchtbaren Wäldern, Wasserfällen und kleinen Seen geprägt, weshalb die europ. Kolonialherren Ende des 19. Jahrhunderts hier ihren Erholungsort schufen.
Die „geheime Hauptstadt Vietnams“ – Saigon (heute Ho-Chi-Min-Stadt genannt)  ist die größte Stadt des Landes und liegt etwas nördlich des Mekong Deltas. Von Moderne und westlichen Einflüssen geprägt, herrscht ein buntes Treiben in der ehemaligen Hauptstadt Vietnams, welche für eine Vietnam Reise einige Sehenswürdigkeiten, wie große Straßenmärkte, eine schöne Altstadt oder beeindruckende Pagoden, zu bieten hat. Der dichte Verkehr und das hektische Leben des Industriezentrums wechseln sich mit kleinen Parks, einigen Tempeln und alten Gebäuden aus französischen Kolonialzeiten ab und einer Vietnam Reise einen ganz eigenen Charme verleihen.
Das beeindruckende Mekong-Delta setzt sich aus dem gewaltigen Strom des gleichnamigen Flusses und unzähligen seiner Teilarme zusammen. Aufgrund des besonders furchtbaren Bodens  ist in der Region um das Delta  intensiver Gemüse- und Reisanbau möglich. So entstand auch die Bezeichnung als „Südliche Reiskammer Vietnams"  für das Mekong-Delta. Heute kann man hier auf einer Vietnam Reise mit traditionellen Sampan Booten diese einzigartige Landschaft erkunden und sich an schwimmenden Märkten und kleinen Fischerdörfern vorbeitreiben lassen.
Die Baderegion Phan Thiet / Mui Ne befindet sich zwischen zwischen Dalat und Saigon an der Küste des Südchinesischen Meeres und ist mit Palmen gesäumten Sandstränden und charmanten Hotelanlagen, meist unter ausländischer Leitung das wohl beliebteste Badeziel auf einer Vietnam Reise. Die Region um Phan Thiet ist vor allem wegen der hier hergestellten Fischsoße und den beeindruckenden roten und weißen Sanddünen von Mui Ne bekannt. Phu Quoc befindet sich im Golf von Siam und ist die größte Insel Vietnams. Größtenteils vom Regenwald bedeckt lockt die Trauminsel  des Südens mit nahe endlosen Sandstränden und einer faszinierenden Unterwasserwelt.

Vietnams GeograPHie

Der Küstenstaat Vietnam liegt in Südostasien und grenzt im Osten und Süden an das Südchinesische Meer, im Norden an China und im Westen an  Kambodscha und Laos.  Das tropische Land erstreckt sich zwischen 8° und 23° nördlicher Breite, die Längenausdehnung  beträgt somit ca. 1.700 Kilometer. Einheimische nennen ihr Land auch "Bambusstange mit zwei Reisschalen“, zum einen wegen der außergewöhnlichen Form und zum anderen wegen der sehr guten Fruchtbarkeit im Norden und Süden. Hanoi ist die Hauptstadt Vietnams, die im nördlichen Teil des Landes liegt und ca. sechs Millionen Einwohner hat.

Im Yuannan-Hochland, welches ebenfalls im Norden des Landes liegt, befindet sich die höchste Erhebung des Landes, der Fan Si Pan, mit einer Höhe von 3.142 Metern. In diesem Bergland befindet sich auch das Tonkin-Delta, bei dem sich der Rote und Schwarze Fluss vereinen. Bedeutende Städte neben Hanoi sind Hoa Binh, Hai Phong und Sa Pa. Die Bergvölker und die fast alpin erscheinende Landschaft machen Sa Pa zu einer ganz besonderen Stadt, die auf keiner Vietnam Reise fehlen sollte. Wunderschöne Natur, einzigartige Bergdörfer und die Halongbucht machen diese Gegend besonders reizvoll. Das Bergland von Annam liegt in der goldenen Mitte Vietnams und erreicht eine Höhe von etwa 2.500 Metern. In dieser Region kommen einige sehr seltene Tierarten vor, wie zum Beispiel das vietnamesische Waldrind.
Der Annamitische Küstenstreifen ist ein schmaler Streifen zwischen dem Annamitischen Hochland und dem angrenzenden Meer. Hier liegt neben der neuen Hafenstadt Hué auch die alte Hafenstadt Hoi An. Dort wurde während des 16. bis 19. Jahrhunderts mit Seide, Porzellan, Lacken und chinesischer Medizin gehandelt, deswegen auch der frühere Name „Seidenstraße des Meeres“.

Übersicht Vietnam Karte

Japanische und Chinesische Seefahrer ließen sich dort nieder und Schiffe aus Holland, England, Indien, Frankreich und Siam lieferten ihre Waren an den damaligen Hafen. Heute bezaubern bei einer Vietnam Reise sowohl Hué, Danang und Hoi An mit Bilderbuchstränden, kristallklarem Wasser und charmanten Hotelanlagen und laden so zu einem erholsamen Badeurlaub ein.
Zwischen dem nördlichen und südlichen Teil des Landes verläuft der Hai-Van-Pass, der auch als Wolkenpass bekannt ist. Er erreicht eine Höhe von bis zu 496 Metern und führt mit einer Länge von 20 Kilometern  über den Ausläufer des Troung-Son-Berges, der bis zum Meer reicht. Fährt man auf einer Vietnam Reise über den Wolkenpass eröffnet sich einem ein großartiger Panoramablick über den Ozean und sogar bis zur Halbinsel Son Tra und Danang.
Ganz im Süden liegt  die Millionenmetropole Saigon, die als Ho-Chin-Minh-City,  Hauptstadt des Landes war. Neben Vung Tau und Phan Thiet gilt die Hafenstadt Nha Trang als einer der schönsten Badeorte für eine Vietnam Reise. Kleine Inseln und Buchten laden hier zu einem Tauch- und Schnorchelausflug ein. Phan Thiet ist bekannt für die lokale Fischsoße, welches das Grundwürzmittel in Vietnam ist. Die Soße wird meist von Fischerfamilien hergestellt. In diesem Verfahren werden kleine Fische mit Salz vermischt und dann in großen Fässern mehrere Monate oder Jahre zum Fermentieren eingelagert.
Der südliche Teil beherbergt das riesige Flussdelta des Mekong, auf dem es sich bei einer Vietnam Reise anbietet an einer erlebnisreichen Kreuzfahrt teilzunehmen. Der fruchtbare Boden dient dem Anbau von Reis, Zuckerrohr oder auch Kokosnüssen. Nicht nur die Länge von etwa 4.500 Kilometern, sondern auch die Lebensweise der Anwohner verleiht dem malerischen Mekong seinen besonderen Reiz.

Aussicht vom Wolkenpass

Diese Region ist dicht besiedelt und viele der Anwohner leben und arbeiten auf dem Wasser. Auf einer Vietnam Reise lohnt es sich, die schwimmenden Märkte, auf denen Einheimische ihre Waren in Booten verkaufen, zu besuchen. Hier bekommen Sie ein Bild von der Lebensweise der Einheimischen und ihrem Alltag am Mekong.Doch nicht nur dieser riesige Strom, auch exotische Wälder, kleine Seen und Wasserfälle zeichnen das Landschaftsbild Südvietnams aus.
Abseits der Metropolen Vietnams liegt die Insel Phu Quoc im Golf von Thailand und ist die größte Insel Vietnams. Entspannen Sie an den weißen Stränden und dem azurblauen Meer oder entdecken Sie den großartigen Dschungel im Inselinneren, all das ist auf Phu Quoc möglich.
Bekommen Sie durch Ausflüge oder Rundreisen einen Einblick in dieses faszinierende Land, mit Kultur, Land und Leuten. Jede Region hat einen ganz besonderen Charme, wodurch das Land auf einer Vietnam Reise auf vielfältige Weise beeindruckt. Vietnam ist wunderschön und einzigartig zugleich. Gebiete die noch nicht touristisch erschlossen sind oder, im Gegensatz dazu, die aufregenden, modernen Metropolen mit farbenfrohen Märkten, lassen jeden Aufenthalt in Vietnam zu einem einzigartigen Erlebnis werden. Lassen sie sich von altehrwürdigen Tempeln und Pagoden, den herrlichen Endlosstränden, der aromatischen Küche und den Denkmälern vergangener Zeiten verzaubern.

Vietnams Geschichte

In der wechselhaften Geschichte Vietnams ging es um das große Wort Unabhängigkeit. Im 19. Jahrhundert übten die Franzosen großen Druck auf das damalige Kaiserreich Vietnam und dessen Einheimische aus und bedrohten es zunehmend. Die verarmte Bevölkerung hegte große Wut auf die französischen Missionare und Christen des Landes, wobei es zu Ausschreitungen kam. Im Jahr 1858 griffen französische Kanonenboote das Mekong Delta und den Hafen von Danang an. Nach und nach gelang es den französischen Truppen vietnamesische Gebiete zu erobern, bis 1883 ganz Vietnam unter französischer Kolonialherrschaft stand.
Das Land verarmte immer mehr, weil die Produktion von landwirtschaftlichen Produkten und Rohstoffen zum Zweck der Besatzer genutzt und exportiert wurde. Die Einheimischen erhielten von all den Gütern nur sehr wenig. Dies hatte zur Folge, dass viele Menschen an Hunger und Krankheit starben. Die Industrie, zum Beispiel Eisenbahnindustrie, wurde von den Besatzungsarmeen ausgebaut, aber auf die Bedürfnisse der Arbeiter wurde keine Rücksicht genommen und sie litten unter den damaligen Umständen. Viele Arbeiter auf den Plantagen überlebten die Zeit von 1917 bis 1944 nicht, von 45.000 Arbeitern starben 12.000 an Hunger und Krankheiten.
 
Ho Chin Minh, der spätere Präsident Vietnams, vereinigte einige kommunistische Parteien zu einer politischen Kraft. Als der Yen-Bai Aufstand erfolglos verlief, wurden viele der Mitglieder getötet.  Ganze fünf Jahre wurde Vietnam von den Franzosen und Japanern regiert.
Ho Chi Minh gelang es 1941 mit der Bewegung „Vietminh“ eine Basis zu errichten, um gegen die Besatzer vorzugehen. Dazu gehörten mehr als  40 kleinere Widerstandgruppen.
Als Japan kapitulierte, rief Ho Chi Minh, als Führer der „Vietminh“ am 2. September 1945, die Unabhängigkeit aus und so entstand die Demokratische Republik Vietnam. Frankreich stellte aber weiterhin koloniale Ansprüche. 1946 brach der Indochina-Krieg aus, dabei handelte es sich um die Auseinandersetzungen der ehemaligen Besatzungsmacht Frankreich, die gegen die Unabhängigkeit Vietnams kämpfte. Die Jahre des Krieges verliefen lange Zeit erfolglos. 1950 wurden die Vietnamesen von dem chinesischen Militär unterstützt, während die USA den Franzosen half.
Den Truppen Vietnams gelang es nach einiger Zeit bei der Schlacht um die Festung Dien Bien Phu im Norden des Landes zu siegen.
Nach der Niederlage der Franzosen wurde Vietnam durch das sogenannte „Genfer-Abkommen“ 1954  geteilt. Es gab nun zum einen Südvietnam, welches von dem Katholiken Ngo Dinh Diem beherrscht wurde, und andererseits Nordvietnam, dass weiterhin von Ho Chi Minh regiert wurde. Südvietnam war von Anarchie und Chaos geprägt, während gleichzeitig in Nordvietnam eine Landreform blutig durchgeführt wurde, durch die es zu Unruhen kam.

Im Süden wurde 1960 die Nationale Befreiungsfront gegründet. Die Bevölkerung akzeptierte diese Front schnell, was den Norden dazu veranlasste die Befreiungsfront ebenfalls zu unterstützen und sie anzuerkennen. Ngo Dinh Diem, der immer diktatorischer herrschte, wurde bei einem Militärputsch 1963 getötet. Mit der Zeit wurden die Spannungen zwischen Nord- und Südvietnam immer stärker. 1964 fingen die amerikanischen Truppen an, den Norden Vietnams zu bombardieren, der Vietnamkrieg brach aus. Ab 1965 folgte dann der systematische Luftkrieg, ausgeführt von den Vereinigten Staaten gegen den Norden Vietnams. In Vietnam waren bis 1968 ca. 550.000 amerikanische Soldaten stationiert.
Die USA, die technisch überlegen war, konnte trotz allem den Widerstand der Vietnamesen nicht brechen. Als Ho Chi Minh im Jahre 1969 starb, wurde Le Duc Tho Nachfolger und vereinbarte 1973 den Waffenstillstand, zusammen mit Henry Kissinger, dem ehemaligen US-Außenminister. Die Kämpfe zwischen Nord- und Südvietnam gingen trotz allem weiter. Das Ende des Vietnamkrieges folgte im Jahr 1975, als Südvietnam kapitulierte.
Unter dem Namen „Sozialistische Republik Vietnam“ wurden am 2. Juli 1976 Nord- und Südvietnam wieder vereint.

Vietnams Bevölkerung

In Vietnam leben rund 90 Millionen Menschen, wobei die Deltagebiete dichter besiedelt sind. 88% der Gesamtbevölkerung machen die ethnischen Vietnamesen aus, die Kinh oder Viet. Daneben sind 53 ethnische Minderheitsgruppen anerkannt. Die davon größte Gruppe sind die Hoa die auf ca. 1,2 Millionen geschätzt wird. Die meisten Menschen dieser Gemeinschaft  sind Nachfahren von Einwanderern, die nach dem Zusammenbruch der Ming-Dynastie ins Land gekommen waren. Weitere Gruppen sind die Thai, Khmer und die sogenannten „Bergstämme“.  Einige Angehörige dieser Stämme kämpften im Indochina-und Vietnamkrieg auf Seiten Frankreichs bzw. der USA, wobei es nach der Wiedervereinigung Vietnams Repressionen gegen diese und andere Völker gab. Diese Menschengruppen leben in ärmlichen Verhältnissen und sind von der wirtschaftlichen Entwicklung des restlichen Landes abgeschnitten.

Religion in Vietnam

In der heutigen Zeit bekennen sich die meisten Vietnamesen zu keinem Glauben, sind also sogenannte Atheisten. 20 Millionen Vietnamesen zählen sich selbst zu den Buddhisten. Etwa sechs Millionen Menschen in diesem Land sind Katholiken.
Zu dem Caodaismus gehören etwa zwei Millionen Vietnamesen, die hauptsächlich im Süden des Landes leben. Dieser beinhaltet neben buddhistischen und christlichen Glaubensgut auch daoistische und konfuzianistische Prägungen. Die Anhänger dieser Religion  leben nach den Grundsätzen des Vegetarismus, der Nächstenliebe, Selbstlosigkeit und nehmen keinen Alkohol zu sich. Sie beten in nach Weihrauch duftenden Tempeln und auch Geisterbeschwörungen gehören für die Anhänger des Cao Dai, wie die religiöse Sekte auch genannt wird, zum Leben.
Weitere etwa eineinhalb Millionen Menschen gehören dem Hoa Hao an. Die Gemeinschaft der Hoa Hao lebt nach den Grundsätzen des einfachen Buddhismus, die Sekte hat sich allerdings in der Vergangenheit militärisch in politische Kämpfe eingeschaltet. Heute leben die Anhänger eher abgeschottet in ihren Dörfern und beten in ihren sehr einfach ausgestatteten Häusern. Ihr Zentrum befindet sich noch immer in der Region Chau Doc, nahe dem Mekong Delta, wo in den 1930er Jahren die Sekte gegründet wurde. Nur wenige Menschen sind Protestanten oder Islamisten.

Vietnams Sprache

Die Sprachen und Kulturen der ethnischen Minderheitsgruppen unterscheiden sich stark von den Vietnamesen in anderen, westlich geprägten Gebieten. Die offizielle Landessprache ist Vietnamesisch, welche 88 % der Bevölkerung als Muttersprache beherrschen. Seit 1945 besteht die Schrift aus hauptsächlich lateinischen Buchstaben, wodurch das Schreiben leichter zu lernen ist und die Analphabeten Rate zurückging.
Nach wie vor spricht vor allem die Generation, die den Vietnamkrieg miterlebte, Französisch. Auch an den Schulen wird häufig Französisch gelehrt.
Weit verbreitet ist aber auch - nicht nur als Handelssprache - Englisch, was die Vietnam Reise erleichtert.  

Währung/ Zahlungsmittel/ Umtausch in Vietnam

Die vietnamesische Währung ist der Dong (D, VND), es gibt Scheine bis zu einem Wert von 500.000 Dong (1 Euro = ca. 28.000 Dong). Geldautomaten gibt es inzwischen fast überall und Kreditkarten werden akzeptiert. In ländlichen Gebieten empfiehlt sich Bargeld. Zum Umtausch eignet sich in Vietnam als einem der wenigen Länder der US Dollar besser bzw. gleich gut dem EURO.

Stromversorgung in vietnam

Die Stromspannung beträgt in großen Teilen Vietnams 220 Volt. Durch Unwetter kommt es in Vietnam gelegentlich zu Stromausfällen, die aber von den meisten Hotels mit einem Generator kompensiert werden. Ein Adapter sollte bei einer Vietnam Reise aufgrund von unterschiedlichen Steckdosen immer mitgenommen werden, um die Stromversorgung privater Geräte zu garantieren.

vietnams Infrastruktur und Regionale Flüge

In Vietnam gibt es zwei große Internationale Flughäfen in Hanoi und Saigon und mehrere nationale Flughäfen. Es existiert ein weitläufiges Straßennetz im Land, jedoch sind die Straßen meist in einem sehr schlechten Zustand, was die Reisezeiten in die Länge zieht. Auch Busse verkehren zwischen den Orten Vietnams und das Bahnnetz verbindet die meisten großen Städte in Nord-Süd-Richtung. In den Städten fahren Taxis und Fahrrad-Rikschas zu günstigen Preisen. Vietnamesen selbst benutzen meist Fahrräder, Mofas und Pferdekarren oder sind zu Fuß unterwegs. Von Mietwagen ohne Chauffeur ist generell abzuraten, da ausländische bzw. internationale Führerscheine in Vietnam nicht anerkannt werden und der Fahrstil der Einheimischen teils sehr rücksichtslos sein kann. Die Wasserstraßen sind besonders im Mekong-Delta das ganze Jahr über befahrbar und bilden damit eine wichtige Transportmöglichkeit.

Bitte beachten Sie bei separat von Ihrem Langstreckenflug gebuchten Inlands- oder Regionalflügen (z.B. so genannte Billigflieger, Airpässe oder nur lokal operierende Fluggesellschaften), dass Sie nicht auf die Regelungen Ihres Langstreckentickets Bezug nehmen können. Oft haben lokale Fluggesellschaften deutlich kleinere Flugzeuge im Einsatz oder wegen der Flughafenstrukturen können keine Großraumflugzeuge eingesetzt werden. Auf vielen Inlandsstrecken zwischen Inseln oder zu kleinen Flughäfen haben Sie oft nur 10 kg Freigepäck inklusive. Auch haben Sie in solchen Fällen keine abgestimmten Beförderungsbedingungen zwischen den regionalen Fluggesellschaften und der Langstreckenfluggesellschaft. Außerdem operieren Regionalfluggesellschaften oft nicht von denselben, großen, internationalen Flughäfen oder Terminals, so dass für Umsteigeverbindungen deutlich größere Umsteigezeiten gewählt oder zusätzliche Zwischenübernachtungen geplant werden müssen.
Wir empfehlen stets so viele Flüge wie möglich mit renommierten Fluggesellschaften in Anspruch zu nehmen und wenn möglich alle geflogenen Strecken in das Langstreckenticket aufzunehmen, um die größtmögliche Beförderungs- und Umsteigegarantie zu erreichen und Unannehmlichkeiten wie z.B. Freigepäckreduzierungen zu vermeiden.

Sicherheit / Reise mit Kindern in vietnam

Vietnam gilt als vergleichsweise sicheres Reiseland, da es nur wenig Gewaltkriminalität gegen Ausländer gibt. Allerdings sollte man gerade in Touristengebieten (besonders Ho-Chi-Minh-Stadt, Nha Trang, Hanoi) darauf achten, Wertgegenstände im Hotelsafe zu hinterlassen und nicht bei sich zu tragen, da es dort vermehrt zu Taschendiebstählen kommt. Der Verlust von Wertgegenständen sollte sofort am Tatort bei der Polizei angezeigt werden, da diese teilweise keine nachträglichen Verlustprotokolle aufnimmt.
Die Fahrweise der meisten Vietnamesen ist sehr gefährlich und rücksichtslos, weshalb größtmögliche Vorsicht im Straßenverkehr geboten ist. Grundsätzlich gelten Vietnamesen als kinderlieb und Familien, vor allem mit blonden Kindern, stehen häufig im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Das Reisen im Land kann für Kinder allerdings sehr anstrengend sein und man sollte darauf achten, diese ausreichend zu beschäftigen und die allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln einzuhalten.