Sehenswürdigkeiten in Saigon

Wiedervereinigungspalast

Ein Stück Geschichte, inmitten des turbulenten Treibens Saigons. 1869 befand sich hier noch der Norodom Palast, in dem die französischen Gouverneure saßen, und der während der Bombardierung durch einen rebellierenden Fliegeroffizier 1962 zerstört wurde. Der Präsident ließ daraufhin in den Folgejahren einen neuen Palast im Stil der 1960 Jahre erbauen, den man noch heute besichtigen kann. Der neue Regierungspalast hat 100 Zimmer, die sich auf sechs Etagen verteilen, von denen nur vier über der Erdoberfläche errichtet wurden.
Im April 1975 wurde der Palast dann von der nordvietnamesischen Befreiungsarmee eingenommen, im gleichen Jahr beschloss man hier die Wiedervereinigung Vietnams – die Geburt des neuen Namens „Wiedervereinigungspalast“. Heute umgibt den eigentlichen Palast ein Park, in dem man noch originale Panzer und Jets aus der Kriegszeit findet. Innerhalb des Gebäudes finden heute noch Kongresse statt, die Säle hierfür kann man mit einem Führer besuchen.

Benh Than Markt

Belebter Benh Than Markt im Zentrum Saigons

Der turbulente und stets belebte Markt im Zentrum der Stadt, inmitten des Straßenverkehrs, ist einer der wichtigsten Treffpunkte innerhalb der Millionenstadt. Diese riesige überdachte Markthalle wurde 1914 von den Franzosen erbaut und beherbergt heute hunderte Stände, an denen man von Gemüse, Obst, Gewürzen und Blumen bis hin zu Gemälden, Seidenstoffe und Handwerkserzeugnissen alles kaufen kann. Selbstverständlich gibt es hier auch kleine Läden, an denen man landesypische Souvenirs zu finden gibt. Das eigentliche Highlight bei einem Besuch auf dem Benh Than Markt sind aber nicht die Waren, die man erstehen kann – es ist schon ein Erlebnis mitten im Trubel zu sein und die verschiedenen Gerüche wahrzunehmen, sich mit Menschen zu unterhalten oder an einem der kleinen Essstände das Nationalgericht der Vietnamesen, die Pho Bo Suppe, zu probieren. Für einen Besuch hier sollte man etwas Zeit einplanen, denn die verwinkelten Wege im Markt lassen Besucher so schnell nicht wieder los.

Historisches Rathaus

Das Rathaus der Stadt befindet sich am nördlichen Ende des Nguyen Hue Boulevards, unweit der Oper Saigons und imponiert schon weitem mit dem begrünten Vorplatz und der blassgelben Fassade. Auf dem Vorplatz befindet sich eine Statue von Ho Chi Minh mit einem Kind auf dem Schoß – mit dem Rathaus im Hintergrund ist dies eines der beliebtesten Fotomotive. Die elegante, aufwendig verzierte Fassade des ehemaligen Hotel De Ville ist alles, wovon Reisende Fotos machen können, denn der Innenbereich ist nicht für Besucher zugänglich. Heute dient das charmante Gebäude, das 1908 im französischen Kolonialstil erbaut wurde, als Sitz des Stadtkomitees.

Das koloniale Rathaus mit rosa Blüten im Park

Die Statue von Ho Chi Minh vor dem Rathaus

Das Rathaus mit dem grünen Vorplatz

Koloniales Postgebäude und Notre Dame kathedrale

Das Historische Postamt ist ein Muss bei jeder Besichtigungstour in Saigon. Erbaut wurde es in den Jahren 1886-1891 nach dem Entwurf von Gustave Eiffel, der Erbauer und Namensgeber des Eiffelturms. Während von außen schon die farbenfrohen Glasfenster und die kleinen Gitter, die die Fassade zieren, beeindrucken, kann das Innere des Postamtes mit vielerlei Sehenswertem aufwarten. Im der „Central Post“, wie das Gebäude genannt wird, wird auch heute noch der normale Postverkehr absolviert. So kann man hier seine Postkarten direkt abschicken, es stehen außerdem Telefonzellen zur Verfügung und ein gemütlicher Sitzbereich, von dem aus man die gesamte Halle überblicken kann. Zwei riesige Landkarten mit historischer Bedeutung schmücken die rechte und linke Wand der Vorhalle. Gleich neben dem Eingangsbereich befinden sich zu beiden Seiten Souvenirgeschäfte, in denen man neben Magneten, traditioneller Kleidung, Ansichtskarten, aus Perlmutt gefertigtes Besteck und allerlei Dekorationsartikeln auch vietnamesischen Tee und vieles mehr finden kann.
Die direkt davor platzierte Notre Dame Kathedrale ist eine der beliebtesten Hochzeitskirchen für vietnamesische Paare. Mit dem wunderschön angelegten Vorplatz ist es ein wunderschönes Fotomotiv. Innerhalb der aus Backstein erbauten Kathedrale können Besucher viele Bilder bewundern. Außerhalb der Zeiten für den Gottesdienst ist die Notre Dame Kathedrale kostenfrei zugänglich. Das neoromanische Bauwerk beeindruckt schon von weitem mit den beiden etwa 0 Meter hohen Türmen. Kurz vor Weihnachten findet vor der Notre Dame ein großer Weihnachtsbasar statt, was für deutsche bei Temperaturen um 30°C sicher ein seltsamer Anblick sein dürfte.

Von Gustave Eiffel erbauten Hauptpost Saigons

Romantische Notre Dame Kathedrale in Saigon

Inneres der Hauptpost Saigons

Pagode des Jadekaisers

Eingang zur Jadekaiser Pagode

Die Jadekaiser-Pagode wurde 1906 im Stadtzentrum von Saigon von chinesischen Einwanderern erbaut und gilt seither als schönster, taoistischer Tempel Vietnams. Im Hof vor der eigentlichen Pagode gibt es zahlreiche Sitzbänke und einen kleinen Teich mit Schildkröten – hier kann man entspannen und die Ruhe genießen. Die Fassade der Pagode ist rot gestrichen und schon von weitem zu sehen. Im Inneren gibt es zahlreiche Figuren aus dem taoistischen Pantheon (die Götter- und Geierwelt der taoistischen Religion) zu bewundern. Auf der linken Seite der Pagode befinden sich zwei Räume. Der hintere wird vom Höllenkönig und dessen Pferden bewacht. Hier kann man sich auf den fein gearbeiteten Holzreliefs die Qualen der taoistischen Hölle anschauen. Der vordere Raum der Pagode wurde allen weiblichen Göttinnen gewidmet. Zwölf Statuen von Frauen sind hier zu finden, eine jede mit Seidenstoffen überhängt. Jede der Frauen steht für ein Jahr im Kalenderzyklus der Chinesen.

Cholon - Das China-Town Saigons

Der einst so verruchte Stadtteil Cholon ist heute ein wichtiger Bestandteil einer Saigon-Besichtigung. Anfang des 20. Jahrhundert bestimmten Prostitution und der illegale Opium-Handel das Leben,  mittlerweile reihen sich hier chinesische Pagoden und Tempel, traditionelle Apotheken, Geschäfte und Wohnhäuser im chinesischen Stil aneinander. Cholon war einst eine eigenständige Stadt, doch durch den Flüchtlingszustrom und die Abwanderung (vor allem von Chinesen) verschmolz es über die Jahre hinweg immer mehr mit Saigon und zählt heute als ein Stadtteil der Millionenmetropole.
Es liegt immer ein dünner Hauch der Räucherstäbchen in der Luft, die hier zu hunderten jeden Tag von Gläubigen in und vor den Tempeln und Pagoden angezündet werden. Die bekanntesten Pagoden sind die Quan Am Pagoden, die Phuoc Son Pagoden sowie die Phung Son Pagode mit zahlreichen Statuen, und die Khanh Van Nam Pagode, die eigentlich ein taoistischer Tempel ist. Die Altare in Cholon sind besonders reich verziert und mit Statuen und Holzschnitten aufwendig verziert.

Chinesischer Tempel in Cholon